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„Hoffe, ist nichts Ernstes“Bayer 04 mit Sorgen – und Vorfreude auf die Neuen

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Trainer Carles Martinez Bayer 04 Leverkusen 08.08.2026, Fussball 1. Bundesliga, Saison 2026/2027, Testspiel, Bayer 04 Leverkusen - FC Sevilla 2:1 Leverkusen BayArena Nordrhein Westfalen Deutschland *** Coach Carles Martinez, Bayer 04 Leverkusen, August 8, 2026, Soccer, Bundesliga 1, 20262027 Season, Friendly Match, Bayer 04 Leverkusen vs. Sevilla FC, 21, Leverkusen, BayArena, North Rhine-Westphalia, Germany Team2

Leverkusens Trainer Carles Martínez während des Testspiels gegen den FC Sevilla.

Diagnosen bei Montell Culbreath und Robert Andrich stehen aus. Bayer 04 erwartet Facundo Medina am Montag. Moussa Diaby noch in Verhandlungen.

Bayer 04 hält in der Saisonvorbereitung seinen perfekten Lauf aufrecht und gewann am Samstag auch das fünfte Testspiel. Der 2:1 (0:1)-Sieg gegen den spanischen Erstligisten FC Sevilla durch einen Doppelpack von Patrik Schick wurde allerdings von zwei Verletzungen überschattet.

Montrell Culbreath und Robert Andrich mussten bei der gut besuchten Saisoneröffnung vor 25.193 Zuschauern ausgewechselt werden. Die Diagnosen stehen noch aus. Verstärkung ist bereits im Anflug: Die Leverkusener erwarten in dieser Woche noch zwei Zugänge.

Gegen Sevilla, den Tabellen-13. der vergangenen Saison, lief bei der Werkself zunächst nicht viel zusammen. Der FC Sevilla ist schon weiter in der Vorbereitung, startet am Samstag bereits in die neue La-Liga-Saison – zwei Wochen vor dem Bundesligastart. „In der ersten Halbzeit haben wir manche Räume und Abläufe noch nicht so gefunden, wie wir es uns vorgestellt hatten“, sagte Trainer Carles Martínez. „Vielleicht waren wir nach dem Trainingslager etwas müde. Aber es geht nicht nur darum, was wir tun, sondern auch darum, wie wir es tun – um Energie, Intensität und Leidenschaft.“

Jeanuel Belocian sieht nicht gut aus

Sevilla hatte in diesen Bereichen zunächst die Nase vorn und belohnte sich mit dem 1:0. Miguel Sierra zog vom rechten Flügel nach innen und schoss mit seinem starken linken Fuß ins lange Eck. Mark Flekken streckte sich vergebens. Abgangskandidat Jeanuël Belocian betrieb mit seinem zaghaften Zweikampfverhalten keinerlei Eigenwerbung. Bayer kam oft einen Schritt zu spät und zog in vielen Zweikämpfen den Kürzeren.

„Mir hat gefallen, wie die Mannschaft reagiert hat. Jetzt müssen wir von Beginn an proaktiver sein“, betonte Martínez mit Blick auf die zweite Halbzeit. „Auch aus einem Sieg lernen wir. Natürlich mag ich es nicht zu verlieren, aber wir müssen auch wissen, was passiert, wenn etwas nicht gut läuft. Die Reaktion heute war gut.“ Besonders mit einem Wechsel von sechs neuen Spielern zur Mitte des zweiten Durchgangs nahm Martínez entscheidenden Einfluss auf die Partie. Zugang Miguel Gutiérrez flankte präzise auf Schick, der zum Ausgleich einköpfte. Nach einer schönen Kombination über Victor Boniface und Martin Terrier erzielte Schick das Siegtor mit einer herrlichen Direktabnahme.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Bayer 04 bereits zweimal verletzungsbedingt wechseln müssen. Kurz vor Schicks zweitem Treffer signalisierte Robert Andrich muskuläre Probleme am oberen rechten Oberschenkel. „Er hat etwas im hinteren Bereich gespürt. Ich habe ihm gesagt: Wenn du etwas fühlst, hör so schnell wie möglich auf“, betonte Martínez. So ging es für Andrich 13 Minuten nach seiner Einwechslung bereits in die Kabine.

Während es beim ehemaligen deutschen Nationalspieler also eher nach einer Vorsichtsmaßnahme klang, sah es bei Montrell Culbreath schlimmer aus. Der 18-Jährige war im ersten Durchgang von Sevillas Oso am linken Fuß getroffen worden und humpelte – von Betreuern gestützt – vom Platz. Nach der Partie verließ er die Bay-Arena auf Krücken. Eine eingehende Untersuchung sollte am Sonntag folgen. Generell wurde die Begegnung zwischen Sevilla und Leverkusen überhart geführt. Daran hatte auch Schiedsrichter Timo Gerach seinen Anteil, der die Partie nie in den Griff bekam. Im Innenraum der Bay-Arena war es nach Abpfiff dann auch zu Wortgefechten zwischen Spielern beider Teams gekommen. Edmond Tapsoba schimpfte lauthals.

„Ich hoffe, dass es nichts Ernstes ist. Wir brauchen möglichst alle Spieler fit“, sagte Martínez, der in dieser Woche zwei neue Spieler für seinen bereits gut besetzten Kader erwarten darf. Facundo Medina wird nach Informationen dieser Redaktion am Montag zum Medizincheck in Leverkusen erwartet. Danach soll er einen Vertrag bis 2031 unterschreiben.

Der 27-Jährige kommt von Olympique Marseille und ist als Option für die Innenverteidigung und als Linksverteidiger eingeplant. Die Vereine sind sich einig. Die Ablösesumme für den argentinischen WM-Finalisten soll rund 20 Millionen Euro betragen. Es ist davon auszugehen, dass Medina am Mittwoch mit der Mannschaft nach England fliegen wird. Dort absolviert die Werkself ihre letzten beiden Tests der Vorbereitung: am Mittwoch bei Nottingham Forest (20.45 Uhr) und am Samstag bei Newcastle United (16 Uhr).

Für Moussa Diaby wird es wohl eher nichts mit einer Reise nach England. Der 27-Jährige ist sich zwar mit Bayer 04 über eine Rückkehr nach Leverkusen einig (diese Redaktion berichtete). Die Verantwortlichen der Werkself haben mit Al-Ittihad auch bereits die Konditionen des Transfers abgesprochen. Doch Diaby verhandelt weiter mit dem saudischen Klub über eine Abfindungszahlung. Sein Vertrag bei Al-Ittihad läuft noch drei Jahre bis 2029. Der Franzose möchte sein Konto noch einmal auffüllen, bevor er bei Bayer 04 einen Vertrag bis 2031 unterschreiben möchte – mit einem um mehr als die Hälfte reduzierten Jahresgehalt.