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Niederlage gegen HoffenheimBayer Leverkusens Leistung zeigt zu viele Defizite auf

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Gleich zu Beginn hielt Hradecky stark gegen Dabbur.

SinsheimDas Wichtigste zuerst

Das erste Spiel der Rückrunde gegen ein Team auf Augenhöhe hat Bayer 04 Leverkusen verloren. Das 1:2 bei der TSG Hoffenheim zeigte, dass die bereits bei den Siegen gegen Paderborn und Düsseldorf zutage getretenen Defizite ernsthaft sind und das Saisonziel Platz vier schwer erreichbar scheinen lassen. Fehlende Konsequenz im Abschluss und hochgradige Anfälligkeit im Umschaltverhalten nach hinten sind keine gute Kombination für ein Team, das die Champions League zum Ziel hat und in drei Wettbewerben steht.

Die Tore

Das 1:0 in der elften Minute war ein Geschwindigkeitskunstwerk des jungen Franzosen Moussa Diaby. Bellarabi servierte ihm den Ball quer zum Strafraum. Diaby tunnelte den armen Stefan Posch, sauste an ihm vorbei und schoss den Ball, quasi in derselben Bewegung, ins Netz. Die ganze Aktion hatte etwa zweieinhalb Sekunden gedauert, und alle im Stadion staunten. Der Ausgleich in der 21. Minute zeigte, dass auch Hoffenheim gut Fußball spielen kann. Winter-Zugang Munas Dabbur spielte den Ball auf die rechte Seite, wo Pavel Kaderabek von Daley Sinkgraven nicht an der Flanke gehindert wurde, den leicht abgefälschten Ball musste Andrej Kramaric, ehrfürchtig beobachtet von Gegenspieler Jonathan Tah, nur ins leere Tor drücken.Dem 1:2 in der 65. Minute ging nach einem Hoffenheimer Einwurf in eigener Hälfte ein unnötiger Ballverlust durch Missverständnis zwischen Tah und Baumgartlinger an der Mittellinie voraus. Über Adamyan, Kramaric und Baumgartner landete der Ball bei Skov, der den Ball unter den Querbalken ins Tor schoss.

Das war gut

Das Leverkusener Offensivverhalten nach dem 1:0 bis zur Halbzeit.

Das war schlecht

Bei genauer Aufzählung ergäbe sich hier eine lange Liste von Mängeln, die mit mangelnder Konsequenz im Abschluss, fehlender Präzision im Passspiel, Nachgiebigkeit im Zweikampfverhalten und teilweise naiver Stutzigkeit im Verteidigen gegnerischer Konter zu tun hätten. Die zweite Halbzeit war ein Indiz dafür, warum Bayer 04 in der Winterpause mit Spielern wie Palacios und Tapsoba personell noch einmal aufgerüstet hat. Mit dem vorhandenen Personal scheint die Anfälligkeit für Gegentore schwer in den Griff zu bekommen.

Mann des Spiels

Erstaunlicherweise der Hoffenheimer Ersatztorhüter Philipp Pentke, der nach seinem skurrilen Bundesliga-Debüt im Alter von 34 Jahren den verletzten Oliver Baumann zum dritten Mal vertrat. Schon in der ersten Halbzeit hatte er nach dem schnellen Leverkusener 1:0 weitere Gegentore verhindert. In der turbulenten Schlussphase rettete er mit spektakulären Paraden gegen Havertz und Amiri. Eigentlich hatte man ihn für die Achillesferse der Nordbadener gehalten.

Moment des Spiels

Im Tumult der spektakulären Momente dieses von niemandem wirklich kontrollierten Spiels könnte man sich auch die zweite Minute stellvertretend herauspicken. Die Partie hatte kaum begonnen, da servierte Kerem Demirbay seinem ehemaligen Hoffenheimer Kollegen den Ball, und nur dem hervorragenden Reflex des Torhüters Lukas Hradecky hatte es Bayer 04 zu verdanken, dass es nicht schon ganz früh 0:1 stand. Dieses Muster zog sich aber bis zum Schluss durch das Bayer-Spiel, in dem der mit 32 Millionen Euro teuerste Spieler in der Geschichte von Bayer 04 Leverkusen quasi alles falsch machte, was man nur falsch machen kann bis hin zur Gelb-Roten Karte in der Nachspielzeit.

Das sagen die Trainer

Peter Bosz (Leverkusen): „Hoffenheim hat das Spiel verdient gewonnen. Wir hätten nach dem 1:0 mehr Tore schießen müssen. Und wenn man dann so verteidigt wie wir beim 1:2, dann wird es ganz schwer. Heute bin ich sehr kritisch mit meiner Mannschaft. Wir verlieren hier, der Abstand zu Hoffenheim schrumpft. Das kann nicht sein.Alfred Schreuder: (Hoffenheim): „Das war ein großer Sieg für uns. Wir haben gegen eine hervorragende Mannschaft mutig nach vorn gespielt.“

Das sagen wir

Wenn der Werkself innerhalb kürzester Zeit nicht entscheidende Änderungen in Effektivität, Präzision und Stabilität gelingen, drohen in der kommenden Woche gegen Stuttgart (DFB-Pokal/Mittwoch) und vor allem gegen Borussia Dortmund (Bundesliga/Samstag) Gegentore und schlimme Momente en masse.