Dem DEB-Team droht bei der Eishockey-WM das Vorrunden-Aus. NHL-Profi Moritz Seider ist verärgert und übt scharfe Kritik.
Frust bei Eishockey-WMDEB-Team vor dem Aus – NHL-Star Seider übt harte Kritik

NHL-Star Moritz Seider (r) spricht nach dem drohenden deutschen Vorrunden-Aus Klartext.
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Die Gefahr eines Ausscheidens in der Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz löst bei NHL-Profi Moritz Seider erhebliche Verärgerung aus. „Wir haben das Turnier vorher verloren“, kritisierte der herausragende Abwehrspieler. „Es ist sehr ärgerlich, weil wir eine sehr gute Mannschaft zusammen haben. Jetzt brauchen wir Schützenhilfe.“ Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Montag um 20.20 Uhr einen Sieg gegen den Außenseiter Großbritannien erzielt.
Zusätzlich ist die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis auf einen Fehler von Lettland angewiesen, während Österreich ebenfalls keine weiteren Punkte sammeln darf. Es gibt zudem Szenarien, bei denen nicht nur Deutschland, sondern auch der formschwache Titelverteidiger USA das Turnier verlassen müsste. Ein definitiver Beschluss bezüglich des Verbleibs im Turnier wird erst am Dienstag getroffen.
Siege gegen Ungarn und Österreich kein Gradmesser
„Wir haben dem Gegner zu viel auf dem Silbertablett präsentiert. So etwas rächt sich dann im Turnier“, beanstandete Kapitän Seider. Die zwei Siege mit 6:2 gegen Ungarn sowie am Samstagabend gegen Österreich können diese Einschätzung nicht revidieren. „Das ist nicht der Maßstab“, unterstrich der 25-jährige Profi der Detroit Red Wings. Besonders die Punktverluste aus der 0:2-Niederlage in der zweiten Partie gegen Lettland wiegen für das Nationalteam schwer. Ebenso wird das 3:4 nach dem Penaltyschießen gegen die Vereinigten Staaten als unnötig angesehen.
„Wir ärgern uns natürlich. Wir hatten am Anfang ein wenig Schwierigkeiten“, erklärte NHL-Profi Lukas Reichel, welcher gegen Österreich drei Tore erzielte. „Es hilft aber nicht, nach hinten zu blicken. Wir müssen nach vorne schauen.“ Mit seinen vier Toren ist der Angreifer der Boston Bruins der erfolgreichste Schütze der Mannschaft und zählt zu den seltenen Lichtblicken in Zürich.

Bereits im vergangenen Jahr schied die Eishockey-Nationalmannschaft nach der Vorrunde aus.
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Wiederholtes Scheitern bei Großereignissen
Schon im Vorjahr endete das Turnier für den Vizeweltmeister von 2023 bereits im Anschluss an die Gruppenphase. Eine Enttäuschung lieferte die DEB-Auswahl, die mit sämtlichen NHL-Profis um Leon Draisaitl antrat, ebenfalls bei Olympia mit dem 2:6 im Viertelfinalspiel gegen die Slowakei. (dpa/red)
Zwölf Monate vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land, deren Austragungsorte nach der Eröffnungspartie in der Schalker Fußball-Arena Mannheim und Düsseldorf sein werden, bestehen viele Unklarheiten bezüglich des DEB.
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