Der 32-jährige Stürmer ist aus Iserlohn zum KEC gewechselt – und soll eine Führungsrolle im neuen Haie-Team einnehmen.
„Er zieht sein Ding durch“Warum die Kölner Haie Daniel Fischbuch unbedingt wollten

Daniel Fischbuch läuft ab der kommenden Saison 2026/27 für die Kölner Haie auf.
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Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz hatte Daniel Fischbuch Pech. Der neue Stürmer der Kölner Haie brach sich beim 3:4 n.P. gegen die USA die Hand und reiste im Mai vorzeitig nach Hause. Harold Kreis, der inzwischen beurlaubte Bundestrainer, stellte dem 32-Jährigen dennoch ein hervorragendes Zeugnis aus. Das berichtet Haie-Sportdirektor Matthias Baldys, der Fischbuch aus Iserlohn zum KEC geholt hat: „Harold Kreis hat uns nach der WM unter anderem mitgeteilt, dass wir an Fischi, wie er genannt wird, sehr viel Freude haben werden.“
Wichtig auch: Die Verletzung scheint auskuriert zu sein. Bevor Fischbuch sich am vergangenen Freitag mit seiner Familie in den Urlaub nach Fuerteventura verabschiedete, trainierte er bereits wochenlang mit der Sommergruppe der Profis auf dem Eis in der Kölnarena 2. An der Hand spüre er „so gut wie nichts mehr“, berichtet er. „Es läuft alles nach Plan, so wie es sein soll, und es fühlt sich sehr gut an.“
Fischbuch ist neben Marcel Noebels, Tim Fleischer, Carlos Händel, Robin Press und Markus Ljungh einer der sechs Neuen, die Baldys für die Mannschaft des neuen Haie-Trainers Thomas Berglund verpflichtet hat. Wie sein neuer Sturmkollege Dominik Bokk hat Fischbuch einen russlanddeutschen Hintergrund. Seine Eltern stammen aus Kasachstan und Sibirien und kamen als Spätaussiedler nach Deutschland. Russisch beherrsche er allerdings nicht besonders gut, sagt er: „Ich verstehe mehr, als ich sprechen kann.“
Moritz Müller macht Werbung
Seine bisherige Karriere verbrachte der Angreifer ausschließlich in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Er lief für Düsseldorf, Nürnberg, Berlin sowie Mannheim auf – und zuletzt ein Jahr für die Iserlohn Roosters, deren Kapitän er war. Als die Kölner Haie ihm ein Angebot machten, musste er nicht lange überlegen. Überzeugt habe ihn „der sportliche Weg, den Köln in den vergangenen Jahren gegangen ist, und der Erfolg. Dazu würde ich gerne beitragen. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat und ich jetzt hier bin.“ Zumal ihm Haie-Kapitän Moritz Müller, mit dem er sich bei der Nationalmannschaft oft ein Zimmer teilt, ausführlich von den Vorzügen des KEC berichtete. Wie konnte er da nein sagen?
Baldys seinerseits verspricht sich einiges von seinem neuen Offensivmann und betont, dass Fischbuch auf allen Positionen im Powerplay eingesetzt werden könne und als Profi gereift sei: „In Iserlohn hat er als Kapitän noch einmal ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen müssen. Das hat mir imponiert“, sagt Baldys. Und weiter: „Früher, als er noch jünger war, ließ seine Körpersprache hin und wieder erkennen, wie seine Stimmung war. Heute strahlt er eine Ruhe und Professionalität aus. Er zieht sein Ding durch, stellt sich in den Dienst der Mannschaft und setzt immer wieder offensive Akzente.“
In welcher Sturmformation Fischbuch künftig aufs Eis gehen wird, dürfte sich schon bald herauskristallisieren. In der kommenden Woche kehren sämtliche Haie-Profis aus dem Urlaub nach Köln zurück, auch Coach Berglund wird erwartet. Zunächst stehen medizinische Checks auf dem Programm; am 3. August soll die Vorbereitung auf die DEL-Saison 2026/27 beginnen – mit ersten Einheiten auf dem Eis. Diesmal muss alles ein bisschen kompakter ablaufen, denn der KEC ist für die Champions Hockey League qualifiziert.
Die erste Aufgabe in der CHL, eine Auswärtspartie in Salzburg, steht am 3. September an, gut zwei Wochen vor dem DEL-Saisonstart am 18. September gegen Wolfsburg. Es folgen am 5., 10. und 12. September weitere Begegnungen in Tampere sowie gegen Frölunda und Klagenfurt, wobei letztere Partie nicht in der Lanxess-Arena, sondern in Krefeld in der Halle der Pinguine stattfindet.
Fischbuch, der mit Mannheim, Berlin und Düsseldorf Erfahrungen in der europäischen Liga gesammelt hat, findet es gut, dass es so früh ernst wird: „Natürlich ist die Belastung während der Saison etwas höher als bei Mannschaften, die nicht in der Champions League spielen. Aber ich denke, es tut der Mannschaft gut, direkt auf einem hohen Niveau zu spielen. Es macht viel Spaß, auf die Topteams Europas zu treffen.“
