Maxi Kammerer und Dominik Bokk verletzen sich beim Sieg des KEC und fehlen beim Wiedersehen mit Ex-Trainer Kari Jalonen.
Champions Hockey LeagueKölner Haie bezahlen 5:2-Sieg in Salzburg teuer

Keilerei zwischen dem Kölner Juhani Tyrväinen (rotes Trikot) und Salzburgs Luca Auer
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Der Flug der Kölner Haie von Salzburg nach Tampere startete am Freitag um 11 Uhr. Zwei Plätze blieben jedoch frei. Die Stürmer Maxi Kammerer und Dominik Bokk mussten zurück nach Köln reisen. Beide hatten sich am Donnerstag beim 5:2-Sieg des KEC im Auftaktspiel der Champions Hockey League bei Red Bull Salzburg verletzt, beide schieden nach harten, aber als fair gewerteten und deshalb nicht geahndeten Checks vorzeitig aus. Bei Kammerer besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, Bokk soll wegen einer Schulterblessur in Köln weiter untersucht werden.
Wie lange sie pausieren müssen, konnte oder wollte der Verein am Freitag noch nicht bekannt geben. Auf jeden Fall muss der KEC in der CHL-Partie am Samstag (16 Uhr, Sporteurope.tv) bei Tappara Tampere, dem Team seines vorigen Trainers Kari Jalonen, ohne die beiden Offensivkräfte auskommen. Kevin Niedenz und Marco Münzenberger könnten sie ersetzen.
Mit der Leistung in der hart geführten Begegnung in Salzburg, die vor 3353 Zuschauern, darunter mindestens 600 angereiste Haie-Fans, stattfand, waren alle Kölner weitgehend zufrieden. „Das erste Drittel war noch ein bisschen wild, es ging hin und her. Und dann haben wir irgendwann gemerkt, dass wir die bessere Mannschaft sind und haben mehr und mehr Kontrolle über das Spiel bekommen“, bilanzierte Haie-Kapitän Moritz Müller.
Neuzugang Marcel Noebels mit zwei Toren
Auffällig war, wie gut sich der aus Berlin verpflichtete Nationalspieler Marcel Noebels (34) schon ins Haie-Team eingefügt hat, konkret in die erste Sturmreihe mit Patrick Russell und Gregor MacLeod. Die drei Angreifer harmonierten und punkteten: Noebels schoss zwei Tore, eines davon im Powerplay. MacLeod traf einmal und leistete drei Vorlagen. Russell gelang ein Überzahltreffer. Außerdem erzielte Louis-Marc Aubry ein Tor in Unterzahl. „Dafür, dass es unser erstes Punktspiel war und wir gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt haben, haben wir es sehr gut gemacht“, sagte Noebels.
Ansonsten fiel auf, dass sich der vom neuen Haie-Coach Thomas Berglund eingeführte Spielstil deutlich vom System des Vorgängers Jalonen unterscheidet. Während die Haie unter Anleitung des Finnen oft taktisch-abwartend spielten, treten sie nun aktiver und spielgestaltender auf. Apropos Jalonen: Mit Tappara Tampere startete der 66-Jährige, der von 2024 bis zum Frühjahr Haie-Coach war, am Donnerstag mit einem 6:3-Heimerfolg gegen den tschechischen Klub Liberec in die CHL – vor 1800 Zuschauern in der 7300 Zuschauer fassenden Hakametsä-Halle, in der Tappara auch die Haie empfangen wird. Es ist die alte Heimspielstätte des Vereins, die neue Nokia-Arena bietet Raum für 13.500 Zuschauer.
Wiedersehen mit dem alten Trainer
Die Haie betrachten den Auftritt in Tampere als eine spezielle Herausforderung. Müller erklärte sie so: „Es ist für uns schon ein besonderes Spiel. Es war eine intensive Zeit mit Kari. Ich würde schon sagen, dass er die Haie in den letzten zwei Jahren Schritte nach vorn gebracht hat. Wir wollen ihm zeigen, dass es jetzt auch ohne ihn gut weitergeht. Und er wird zeigen wollen, dass er bei einer Topmannschaft in Europa gelandet ist. Es will natürlich keiner verlieren.“
Die Haie werden in Tampere nicht nur Jalonen, sondern auch dessen Assistenten Fredrik Norrena wiedersehen, der gemeinsam mit dem Chefcoach aus Köln dorthin gewechselt ist. Die Vereine kennen sich aus zwei Testspielen, die im August 2025 in der Kölnarena 2 stattfanden und die Tappara mit 2:1 und 2:0 gewann.
