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Kölner HaieEhrliche Arbeit am Tegernsee

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Marcel Noebels, Neuzugang der Kölner Haie, beim Training in Bad Tölz

Marcel Noebels, Neuzugang der Kölner Haie, beim Training in Bad Tölz

Hotel am Tegernsee, Eistraining in Bad Tölz und Testspiele in Landshut. Der KEC absolviert eine intensive Saisonvorbereitung in Bayern.

Wenn das Training besonders hart ist, kann man sich auch im Eishockey rundherum ein wenig Luxus gönnen – sagten sich wohl die Kölner Haie, die in dieser Woche im Rahmen der Vorbereitung auf die DEL-Saison 2026/27 drei Tage in einem traditionsreichen oberbayerischen Hotel am Tegernsee verbringen durften. Sie hatten es für sich allein, ohne andere Gäste.

Dass sie zum Eistraining ins knapp 20 Kilometer entfernte Bad Tölz fahren mussten, störte niemanden. „Ich glaube, es könnte uns deutlich schlimmer treffen“, scherzte der aus Berlin verpflichtete Nationalstürmer Marcel Noebels (34). „Der Tegernsee ist ein wirklich schöner Aufenthaltsort für uns. Wir haben hier die Chance, ein paar Tage gemeinsam zu verbringen und dadurch noch enger zusammenzurücken.“

Der Eindruck allgemein guter Laune wurde durch verschiedene Instagram-Fotos unterstrichen. So postete Kapitän Moritz Müller ein Foto von einer sonnigen Bootstour mit Noebels, Maxi Kammerer und Dominik Bokk.

Am Freitagmorgen müssen die Haie das Idyll am See jedoch schon wieder verlassen und sich im Bus auf den Weg nach Niederbayern machen, konkret nach Landshut. Dort steht am Abend (18.30 Uhr) ein Testspiel gegen den von Ex-Haie-Coach Uwe Krupp trainierten Zweitligisten EV Landshut an, am Samstag (14 Uhr) folgt eine Partie gegen den DEL-Aufsteiger Krefeld Pinguine. Noebels meint: „Es geht vor allem darum, Spielpraxis zu sammeln und uns auf die Dinge zu konzentrieren, die das Trainerteam von uns sehen möchte. Wir können an Sachen arbeiten, für die man im normalen Trainingsbetrieb vielleicht nicht immer die Möglichkeit hat, und sie dann im Testspiel umsetzen.“

Intensive Arbeit mit Trainer Thomas Berglund

Der neue Haie-Coach, der Schwede Thomas Berglund (57), setzt weiterhin auf sehr intensive Trainingseinheiten. „Er ist sehr klar und sehr ehrlich. Er verlangt von uns, dass wir ehrliche Arbeit auf dem Eis abliefern“, berichtet Noebels. „Dabei geht es auch um Kleinigkeiten, nicht nur um Tore oder Ergebnisse, sondern vor allem um den Mannschaftsgeist.“ Noebels ist für die erste Sturmreihe vorgesehen, zusammen mit Patrick Russell und Gregor MacLeod.

Am Donnerstag variierte Berglund im Eistraining die Formationen und probierte Aufstellungen für die Champions Hockey League und die DEL aus, also Reihen ohne und mit Einsatz der in der DEL obligatorischen drei deutschen U-23- bzw. U-24-Spieler. Im Sturm sind das bei den Haien unter anderem Marco Münzenberger (20) und Kevin Niedenz (23), in der Defensive Carlos Händel (19).  Zudem ließ Berglund die KEC-Profis am Donnerstag viele Zweikämpfe üben.

Internationaler Auftakt gegen Salzburg am 3. September

„Ich finde, dass hier sehr gut gearbeitet wird, und ich freue mich sehr auf die Aufgabe“, sagt Noebels. Bei den Eisbären, mit denen Noebels fünfmal Deutscher Meister war, sei es in der Vorbereitung „ziemlich ähnlich“ gewesen. „Auch weil die Mannschaft schon sehr eingespielt und der Kern zusammengeblieben ist. In Berlin war es in den vergangenen Jahren auch so, dass neue Spieler immer sehr direkt und gut in die Gruppe integriert wurden.“

Dass es unter Berglunds Anleitung seit dem Trainingsstart Anfang des Monats hart zur Sache geht, liegt auch daran, dass es für den KEC durch die Teilnahme an der europäischen Liga ungewohnt früh ernst wird. Das Auftaktspiel in Salzburg findet am 3. September statt, gut zwei Wochen vor dem DEL-Start der Haie am 18. September gegen Wolfsburg. In der CHL geht es ihnen nicht nur darum, dabei zu sein, sondern auch um Erfolg. Berglund hat schließlich einen Ruf zu verlieren: In der vergangenen CHL-Spielzeit kam er mit seinem alten Verein Lulea HF bis ins Finale.