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Kölner Haie empfangen BerlinWie stark ist der Meister?

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Der Ex-Berliner Marcel Noebels im Spiel gegen Wolfsburg für die Kölner Haie.

Der Ex-Berliner Marcel Noebels im Spiel gegen Wolfsburg für die Kölner Haie. 

Am Freitag trifft der KEC in der Lanxess-Arena auf den Titelverteidiger mit neuem Trainer und verändertem Kader. 

Die Eisbären Berlin sind zwölfmaliger deutscher Meister, Titelverteidiger – und für Haie-Sportdirektor Matthias Baldys auch in der DEL-Saison 2026/27 das Maß aller Dinge. „Sie sind nach wie vor die etablierteste Mannschaft“, sagt er. „Der Kern des Teams ist zusammengeblieben. Es ist zu großen Teilen immer noch die Meistermannschaft.“

Berliner halten Leistungsträger

Am Freitag (19.30 Uhr) treffen die Haie in der Lanxess-Arena zum ersten Mal seit dem verlorenen Playoff-Halbfinale im vergangenen April wieder auf Berlin, im ersten Topduell der noch jungen Spielzeit.

Zwar haben die Eisbären acht neue Profis in ihren Reihen, darunter die beiden Torhüter Jonas Neffin und Jack LaFontaine, sowie mit Éric Dubois einen neuen Cheftrainer. Leistungsträger wie Kai Wissmann, Jonas Müller, Leo Pföderl, Frederik Tiffels, Ty Ronning, Manuel Wiederer und Liam Kirk sind jedoch geblieben.

Einer aus dem Berliner Kernteam, Stürmer Marcel Noebels, verließ den Verein und heuerte bei den Haien an. Die Eisbären hatten ihm keinen neuen Vertrag angeboten. Groll verspüre er aber nicht, sagte er unlängst im Interview mit dieser Zeitung: „Es ist sehr selten, dass man zwölf Jahre in einem Verein spielen darf und dann noch so erfolgreich ist. Ich bin Berlin sehr dankbar und hatte eine wunderschöne Zeit.“

Da er viele der Eisbären-Profis gut kennt, dürfte es für ihn ein besonderes Duell werden – und auch ein bisschen verwirrend. Denn oft schoss Noebels in Köln Tore für Berlin. Zum Beispiel am zweiten Spieltag der DEL-Saison 2025/26, als die Eisbären mit 7:3 in Köln siegten.

Daniel Fischbuch ist Ex-Berliner

Und dann ist da ein weiterer Ex-Berliner bei den Haien: Angreifer Daniel Fischbuch, der von 2016 bis 2019 das Trikot der Eisbären trug. „Berlin ist eine Top-Mannschaft, deshalb müssen wir von Beginn an bereit und direkt voll da sein. Wir wollen unser Spiel durchziehen und über die gesamte Spielzeit konsequent bleiben“, sagt er – auch in Anspielung darauf, dass die Haie eher holprig in die Saison gestartet sind: mit dem 4:8 gegen Wolfsburg und dem 4:3 n.V. gegen Frankfurt.

Aber auch der Meister hatte noch Probleme. Nach dem 4:2 zum Auftakt gegen Straubing, bei dem Berlin im Schlussdrittel eine 3:0-Führung beinahe verspielte, verloren die Eisbären trotz früher 2:0-Führung mit 3:4 in Mannheim. Vor allem im Überzahlspiel und in der Abstimmung sah Trainer Dubois noch Verbesserungsbedarf.

Bei den Haien war die Defensive ein Problem. Die aggressiv-offensive Ausrichtung, die der neue Coach Thomas Berglund ihnen verordnet hat, funktionierte noch nicht durchgehend.

Stürmer Markus Ljungh, Schwede wie der Haie-Trainer, sieht es so: „Wir haben im ersten Spiel nicht unser Spiel gespielt und auch das System, das wir uns vorgenommen hatten, nicht so umgesetzt, wie wir wollten. Das zweite Spiel war dann schon besser, auch wenn es schade war, dass wir die drei Punkte nicht geholt haben.“ Bereits am Sonntag (16.30 Uhr) wartet beim Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern die nächste Aufgabe.