Die DEL geht am Wochenende in ihre 33. Saison. Zu den Titelfavoriten gehören auch die Kölner Haie.
Kölner Haie vor DEL-StartMehr Plätze, ein Derby – und ein Noebels in Topform

Am Freitag beginnt für den KEC die neue Saison in der DEL. Bisher befinden sich die Haie in starker Frühform.
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Meister Eisbären Berlin eröffnet am Donnerstag mit einem Heimspiel gegen die Straubing Tigers die DEL-Saison 2026/27. Der zwölfmalige Titelträger aus der Hauptstadt hat einen neuen Trainer, den Kanadier Eric Dubois – und sieben neue Profis in seinen Reihen. Fast wie die Kölner Haie, die sechs Spieler verpflichtet und mit Thomas Berglund einen neuen Coach unter Vertrag genommen haben. Der KEC geht am Freitag mit einer Heimpartie gegen Wolfsburg (19.30 Uhr) in ein neues Eishockey-Jahr, das ein besonderes werden dürfte. Schließlich findet im Mai eine Eishockey-Weltmeisterschaft in Mannheim und Düsseldorf statt.
Was ist neu in der Arena?
Die Lanxess-Arena hat über den Sommer ihre Sitze erneuert und dabei neue Plätze erschlossen, vor allem im Unterrang. Das hat zur Folge, dass der KEC künftig nicht mit 18.600, sondern mit 18.800 Besuchern ausverkauft sein wird. Dazu wird es aber wohl am ersten Wochenende der neuen Spielzeit nicht kommen.
Für Freitag erwartet der KEC um die 17.000 Zuschauer, zum Heimspiel am Sonntag (19 Uhr) gegen die Löwen Frankfurt eine ähnliche Zahl. Am Freitag danach (25.9.) kommen aber die Eisbären nach Köln. Eventuell wird es erstmals heißen: ausverkauft mit 18.800 Zuschauern.
Wer ist neu in der Liga?
Die Haie und ihre Anhänger kommen wieder in den Genuss rheinischer Eishockey-Derbys: Während die Düsseldorfer EG weiter zweitklassig ist, sind die Krefeld Pinguine nach vierjähriger Abwesenheit wieder dabei und nehmen den Platz des Absteigers Eislöwen Dresden ein. Mit dem renommierten Coach Thomas Popiesch, der einst schon mit Bremerhaven nach oben kam und den Verein in der DEL etablierte.
Und mit einer Reihe guter Bekannter des KEC: Die ehemaligen Kölner Profis Philip Gogulla (39), Marcel Müller (38), Alexander Weiß (39) und Mick Köhler (28) spielen für den Klub vom Niederrhein, dessen Ziel der Klassenverbleib ist. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie eine gute Rolle spielen und mithalten können“, meint DEL-Chef Gernot Tripcke.
Das erste Spiel des KEV am Freitag gegen Popieschs ehemaligen Klub Bremerhaven ist mit 8.029 Besuchern ausverkauft. Zum ersten Mal spielen die Haie am 30. Oktober in der Yayla Arena gegen die Pinguine. Die Kölner Heimderbys finden am 8. Dezember und 21. Februar statt.
Wer sind die Favoriten?
Neben Berlin sind es die Adler Mannheim, der EHC Red Bull München – und natürlich auch die Kölner Haie. Zumal der KEC in der Champions Hockey League gerade vier Siege gelandet und unter anderem Titelverteidiger Frölunda Göteborg besiegt hat. Besonders tat sich dabei Stürmer Marcel Noebels (34) hervor, den die Eisbären nach zwölf Jahren und fünf Meisterschaften aussortierten – was ihn wohl ziemlich wurmte. Zurzeit zeigt Noebels jedenfalls was er noch kann: Mit sieben Toren und vier Vorlagen ist er CHL-Topscorer.
Die Berliner „Bild“ schrieb, als der Abschied des Stürmers im Frühjahr bekannt wurde, in womöglich weiser Voraussicht: „Das Wissen und die Erfahrung, wie man Titel gewinnt, hat Marcel Noebels. Köln reibt sich die Hände und wahrscheinlich reiben sich die Eisbären einmal die Augen.“
Wer zeigt die Spiele?
Magenta Sport überträgt wie in den vergangenen zehn Jahren alle 364 Hauptrundenspiele sowie sämtliche Playoff-Partien live. Ein Abonnement kostet, je nach Tarif, zwischen 9,95 und 19,95 Euro monatlich. Im frei empfangbaren TV gibt es bei DF1 jeweils am Sonntag eine Begegnung live zu sehen.

