Nach dem 5:4 bei Tappara Tampere feierten etwa 300 KEC-Fans in Finnland. Stürmer Dominik Bokk wird den Haien beim DEL-Start fehlen.
Champions Hockey LeagueKölner Haie siegen auch in Tampere – Bokk fällt länger aus

Dominik Bokk von den Kölner Haien (l.) gegen Tamperes Eetu Tuulola - im Testspiel im August 2025.
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In Tampere, einer Stadt mit rund 260.000 Einwohnern im Süden Finnlands, dürfte man sich noch einige Zeit an die Kölner Haie erinnern – an ihren 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen den finnischen Meister Tappara Tampere in der Champions Hockey League ebenso wie an die mehr als 300 Kölner Fans, die am Samstag mitgereist waren.
Angesichts von rund 1500 Kilometern Luftlinie und einer Anreise ohne Direktflug war das eine bemerkenswerte Zahl. Hinzu kam, dass es für Tappara-Trainer Kari Jalonen, der den KEC zwei Jahre lang trainiert hatte, ein besonderes Spiel war.
„Man kann sagen, dass ich die Spieler des Gegners fast besser kannte als meine eigenen. Das war schon ein etwas merkwürdiges Gefühl“, sagte der 66-Jährige dem finnischen Eishockeyportal „Jatkoaika“. Und: „Das sind großartige Jungs dort in der Kabine. Sie haben sicher die Chance, deutscher Meister zu werden. Ich hoffe, dass sie es in diesem Jahr ganz schaffen.“
Mit Jalonen erreichten die Haie 2025 das DEL-Playoff-Finale und im Frühjahr 2026 das Halbfinale. „Kari war ein großer Teil unserer Aufwärtsentwicklung. Er hat Grenzen ausgelotet und uns gezeigt, wie gut wir sein können. Er hatte großen Einfluss auf uns“, sagte Haie-Kapitän Moritz Müller. Offenbar sehen die Fans ähnlich. Nach dem Fernsehinterview sang eine in der Halle gebliebene Gruppe Kölner Fans Jalonens Namen. Er ging zu ihnen und bedankte sich. „Einfach großartig“, sagte der Coach über die Atmosphäre.
Kölns Verteidiger Jan Luca Sennhenn sagte: „Es hat sich angefühlt wie ein Heimspiel – wie auch schon in Salzburg.“ Dorthin waren am Donnerstag gut 600 Anhänger mitgereist, als der KEC mit einem 5:2-Erfolg in die Champions Hockey League startete. Auch in Tampere traten die Haie selbstbewusst auf und setzten sich vor rund 2800 Zuschauern dank eines Treffers von Ryan MacInnis in der Verlängerung durch. Zuvor hatten Patrick Russell und Marcel Noebels jeweils zweimal für den KEC getroffen.
Dominik Bokk fällt länger aus
Dabei mussten die Haie in der Offensive auf vier Profis verzichten. Dominik Bokk und Maxi Kammerer fehlten wegen Verletzungen, Daniel Fischbuch aus privaten Gründen, wie der Verein mitteilte. Juhani Tyrväinen musste wegen einer Sperre aussetzen, die nur für diese Partie galt. Bokk wird wegen einer Schulterverletzung, die er sich bei einem Check in Salzburg zuzog, länger ausfallen und beim DEL-Auftakt der Haie am 18. September gegen Wolfsburg fehlen. Genaue Angaben machten die Haie nicht. Wie zu hören ist, könnte es sich um eine Verletzung an Bändern und Muskeln handeln – auch das Schlüsselbein könnte betroffen sein.
Bei Kammerer besteht dagegen die Möglichkeit, dass er nach dem harten Check nicht pausieren muss. Der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung scheint sich nicht bestätigt zu haben. Kammerer könnte somit womöglich schon am Donnerstag im CHL-Heimspiel des KEC gegen Titelverteidiger Frölunda Göteborg auflaufen (Lanxess-Arena, 19.30 Uhr). Fischbuch dürfte ebenfalls zurückkehren.
