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Acht GegentoreHaie kassieren zum DEL-Start eine herbe Niederlage

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Viel Verkehr vor Janne Juvonen im Haie-Tor.

Die KEC-Defensive war gegen Wolfsburg nicht immer auf der Höhe.

Herber Dämpfer zum DEL-Auftakt: Die Kölner Haie verlieren nach einem Einbruch im Schlussdrittel mit 4:8 gegen Wolfsburg.

Nach dem makellosen Auftakt in der Champions Hockey League haben die Kölner Haie zum Beginn der neuen DEL-Saison die erste Niederlage in einem Pflichtspiel hinnehmen müssen. Bei der 4:8-Niederlage gegen die Grizzlys Wolfsburg wurde dem KEC ein schwacher Schlussabschnitt in einem über weite Strecken spannenden Duell zum Verhängnis.

Nach dem stimmungsvollen Auftakt mit einer Fan-Choreo und dem Einlauf zum Aerosmith-Klassiker „Dream On“ wurden die Haie vor 18.089 Zuschauern in der Lanxess-Arena zunächst kalt erwischt. Wolfsburg erzielte in der 4. Minute durch Robert Lynch die Führung. Der KEC benötigte allerdings nur 17 Sekunden für eine Reaktion: Kevin Niedenz (5.) stellte im direkten Gegenzug den Gleichstand her.

Das Forechecking der Grizzlys stellte Köln jedoch auch nach dem Ausgleich vor Herausforderungen. William Graber brachte die Grizzlys in der 8. Minute erneut in Front. 

Spiel wegen Reparatur an der Bande unterbrochen

Dieses Mal gelang den Haien keine sofortige Antwort, sie hatten aber in der 13. Minute eine ausgezeichnete Möglichkeit zum Ausgleich. Weder Gregor MacLeod noch Marcel Noebels schafften es, die Scheibe im Gedränge an Wolfsburgs Torhüter Dustin Strahlmeier vorbeizubefördern. Köln war nun aber präsenter in der Partie, das 2:2 schien greifbar. Im ersten Überzahlspiel war es dann so weit: Valtteri Kemiläinen (18.) feuerte von kurz vor der blauen Linie einen kraftvollen Direktschuss ab – Strahlmeier war ohne Abwehrchance.

Im zweiten Spielabschnitt konnten die Haie an die positive Entwicklung anknüpfen: Der spielfreudige Niedenz (22.) brachte die Heimmannschaft nach einer gelungenen Finte mit seinem zweiten Tor erstmals in Führung. Das Kombinationsspiel funktionierte in dieser Phase immer besser, sodass die Zuschauer einige ansehnliche Aktionen zu sehen bekamen. Doch auch Wolfsburg blieb torgefährlich. Durch eine Einzelaktion sorgte Tyler Gaudet (29.) für das 3:3. Wenig später verhinderte Juvonen im direkten Duell gegen DEB-Talent Dustin Willhöft einen erneuten Rückstand für Köln.

Es war ein lebhafter Schlagabtausch, der dann aber für mehrere Minuten gestoppt werden musste: An beiden Bänken war eine Neuverschraubung der Plexiglas-Banden notwendig. Danach verlor das Spiel bis kurz vor der zweiten Drittelpause an Fahrt, als Juhani Tyrväinen die große Möglichkeit zur erneuten Führung ausließ.

Noebels findet klare Worte

Im letzten Drittel dann ein Doppelschlag der Gäste. Zuerst beförderte Lynch (44.) die Scheibe an Janne Juvonens Fanghand vorbei ins Tor, unmittelbar danach war der finnische Torwart auch gegen Tyler Morley (44.) machtlos. Die Situation verschlimmerte sich, als Luis Schinko (46.) auf 6:3 für Wolfsburg erhöhte. Neuzugang Marcel Noebels (48.) konnte zwar noch einmal verkürzen, doch die Niedersachsen antworteten durch Spencer Machacek (49.) prompt. In der Abwehr erlaubten sich die Haie an diesem Abend zu viele Nachlässigkeiten, die Wolfsburg konsequent bestrafte. Nach einem Powerplay der Haie machte Keaton Thompson (58.) mit einem Treffer ins leere Tor den Endstand perfekt.

Nach den vier Erfolgen in der CHL bedeutet die Auftaktniederlage in der DEL nun den ersten Dämpfer unter dem neuen Trainer Berglund. „Es war von Anfang an nicht gut genug, wir waren ganz oft einen Schritt zu langsam und haben uns zu viele Konter gefangen“, wurde Noebels am Mikrofon von MagentaSport deutlich. Am Sonntag (19 Uhr) möchten die Haie gegen die Löwen Frankfurt die ersten Zähler in der heimischen Liga sammeln. (red)