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„Heute merkt man die Muskeln“Extremschwimmerin auf dem Weg nach Köln im Rhein angekommen

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Extremschwimmerin Nathalie Pohl startet in Frankfurt am Main

Nach zwei Tagen der Challenge macht sich die Belastung bei Pohl zunehmend bemerkbar.

Nathalie Pohl ist bei ihrer Fluss-Challenge im Rhein angekommen – sie und ihr Team mussten aber eine Pause einlegen. 

Extremschwimmerin Nathalie Pohl und ihr Team haben auch die zweite Etappe ihrer Fluss-Challenge von Frankfurt nach Köln erfolgreich bewältigt. „Wir sind gut durchgekommen“, erklärte die 31-Jährige laut ihrer Sprecherin. Nach dem ersten Tag im Main führte die Strecke nun erstmals über den Rhein.

Allerdings legt dort Pohl einen im Vorfeld geplanten Tourstopp ein: Sie wollte in Bingen weitere Spenden einsammeln. Auch eine ihrer Begleitschwimmerinnen, die zunächst noch im Wasser war, musste für rund 27 Kilometer im Bereich der Loreley zwischen Bingen und St. Goar herausgeholt werden und pausieren. Für den Abschnitt habe es keine Genehmigung zum Schwimmen gegeben, sagte Pohls Sprecherin. Grund seien vor allem die schnellen Strömungen. Das habe bereits vor dem derzeitigen Niedrigwasser gegolten.

VEEDEL-Umfrage

Ist es vertretbar, für eine Extremsport-Challenge eine Sondergenehmigung zum Schwimmen im Rhein zu erteilen – oder sendet die Aktion trotz Sicherheitskonzept das falsche Signal?

Ja, die Aktion ist vertretbar, weil die Challenge einem guten Zweck dient und von einem professionellen Sicherheitskonzept begleitet wird.
Nein, die Aktion sendet das falsche Signal, weil das Schwimmen im Rhein lebensgefährlich und grundsätzlich verboten ist.

Niedrigwasser am Pegel Kaub

In diesem Abschnitt wird das Niedrigwasser besonders deutlich: Am Pegel Kaub war der Wasserstand zuletzt stark gesunken. Nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung können viele Schiffsklassen den Mittelrhein bei den derzeitigen Wasserständen bereits nicht mehr befahren.

Pohl wechselt sich während ihrer Challenge geplant immer wieder mit anderen Freiwasserschwimmerinnen und -schwimmern ab: Zwei Stunden ist sie selbst im Wasser, anschließend übernehmen jeweils andere Schwimmer eine einstündige Schicht.

„Heute merkt man schon ein bisschen die Muskeln“

Nach zwei Tagen der Challenge macht sich die Belastung bei Pohl bemerkbar: „Der erste Tag ist immer recht einfach, aber heute merkt man schon ein bisschen die Muskeln“, sagte sie laut ihrer Sprecherin. „Und ein bisschen habe ich es heute auch im Magen gemerkt“, erzählte die 31-Jährige in einer Instagram-Story. Für ihre Challenge aber sei das kein Problem.

Entlang des Rheins habe sie viel Unterstützung von Zuschauern bekommen. „Es freut mich total, dass so viele das Schwimmen begleiten“, ließ Pohl über die Sprecherin übermitteln. Das gebe ihr „nochmal extra Motivation“, die Challenge durchzuziehen.

Ankunft in Köln für Freitag geplant

Mit der rund 200 Kilometer langen Schwimmreise von Frankfurt nach Köln will Pohl auf die Bedeutung des sicheren Schwimmens für Kinder aufmerksam machen und Spenden für Schwimmprojekte und -ausbildung sammeln. Inzwischen seien rund 85.000 Euro zusammengekommen.

Pohl war am Dienstagmorgen in Frankfurt in den Main gesprungen. Die vier Tage dauernde Challenge soll am Freitag in Köln enden. Am Donnerstag ging es für Pohl bereits mit der dritten Etappe weiter: Gegen 10.40 Uhr startete sie in Lahnstein erneut ins Wasser. Rund 58 Kilometer sind für den Tag bis nach Bad Honnef geplant. (dpa/red)