In Köln wird es am Freitag bis zu 38 Grad heiß. Gleichzeitig sinkt der Rheinpegel – und die Waldbrandgefahr bleibt hoch.
Brandgefahr in KölnDWD warnt vor Hitze am Freitag – dann soll Regen folgen

Bei „Cooling Cologne“ bietet die Stadt Köln die Möglichkeit für eine Abkühlung mit Schläuchen an, die feinen Wassernebel versprühen. (Archivbild)
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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Freitag (13. August) vor einer starken Hitzebelastung. Die gefühlte Temperatur soll über 32 Grad steigen, für Köln und NRW werden bis zu 38 Grad erwartet. Nur einige Höhenlagen im Sauerland und in der Eifel sind von der Hitzewarnung ausgenommen.
Besonders belastend könnte die Nacht werden. Der DWD erwartet Tiefstwerte zwischen 21 und 15 Grad. In dicht bebauten Städten wie Köln könnte es demnach sogar nachts bei bis zu 23 Grad bleiben. Eine tropische Nacht ist damit möglich.
Hohe Waldbrandgefahr durch Trockenheit
Neben der Hitze bleibt die Trockenheit ein Thema. Der Waldbrandgefahrenindex sowie der Graslandfeuerindex für Köln liegen jeweils von Donnerstag bis Samstag bei der Stufe 4 von 5 – und sollen danach auf Stufe 3 sinken. Die bedeutet eine mittlere Gefahr.
Doch auch am Samstag könnte in NRW noch eine Hitzewarnung der Stufe 1 ausgesprochen werden. Zwar sollen die Höchstwerte dann vier bis fünf Grad niedriger liegen, gleichzeitig wird die Luft schwüler. Dadurch kann sich die Wärme ähnlich heiß anfühlen.
Am Samstag kommen Schauer und Gewitter
Im Laufe des Samstags ändert sich das Wetter voraussichtlich deutlich. Laut DWD ziehen Wolken auf, anschließend sind einzelne, teils kräftige Schauer und Gewitter möglich. Dabei können Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten. Auch lokale Unwetter schließen die Meteorologen nicht aus. Die Temperaturen können in Köln noch bis auf 33 Grad steigen.

Ein Mann steht am Anleger einer Personenfähre bei Niedrigwasser am Kölner Rheinufer. Das Wetter bleibt zunächst trocken und heiß.
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Am Sonntag wird es etwas kühler. Vor allem im Süden von NRW kann es zeitweise schauerartig regnen, auch Gewitter sind möglich. Die Höchstwerte sollen dann bei bis zu 27 Grad liegen.
Hitze erreicht nicht den Jahresrekord von Juni
Der DWD empfiehlt bei den erwarteten Temperaturen, die direkte Sonne möglichst zu meiden, ausreichend zu trinken und die Innenräume kühl zu halten. Die Hitzewarnung gilt für Freitag von 11 bis 19 Uhr.
Auf dem Rudolfplatz findet parallel eine Abkühlungsaktion statt: Von 13 bis 17 Uhr setzt die Stadt Köln gemeinsam mit der RheinEnergie bei „Cooling Cologne“ Wasserschläuche ein.
So heiß wie Ende Juni wird es trotz der aktuellen Hitzewelle nicht. Am 26. Juni wurden laut DWD in Tönisvorst 40,2 Grad gemessen. Am folgenden Tag erreichte auch Weilerswist 40,2 Grad.
Kaum noch Schiffe – Rekordtiefstand des Rheins bei Köln
Der Rhein bei Köln führt weiterhin wenig Wasser. Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde lag der Pegel um 13 Uhr am Donnerstag bei 49 Zentimetern – gegenüber 54 Zentimetern am Vortag. Damit liegt der aktuelle Wert 20 Zentimeter unter der langjährigen Rekordmarke von 69 Zentimetern, die am 23. Oktober 2018 erreicht wurde. Am Sonntag könnte der Pegel sogar auf 47 Zentimeter fallen.
Schiffe dürften zwar immer noch fahren, es lohne sich aber so gut wie für gar keinen mehr, heißt es aus dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein. „Die Schifffahrt wird sich von selbst einstellen“, sagt der Außenbezirksleiter Markus Neumann.
Die Fahrrinne ist zwar wesentlich tiefer als der Pegelstand am Ufer. In Köln etwa seien es 1,11 Meter mehr. Das wären bei einem Pegelstand von 47 Zentimetern insgesamt 1,58 Meter in der Fahrrinne. Neumann verweist aber darauf, dass die Schiffe mindestens 20 Zentimeter Wasser unter dem Kiel haben sollten, damit sich durch Wasserbewegungen anderer Schiffe nicht aufsetzen. „1,38 Meter – das haben die meisten Schiffe schon, wenn sie leer sind“, sagt Neumann. (dpa/sbo)
