Köln – Seit Mittwoch gilt in Nordrhein-Westfalen die neue Corona-Schutzverordnung. Unter anderem sieht sie für den Sportbetrieb die 2G-Regelung vor. Im Amateurbereich dürfen ab sofort nur noch vollständig Geimpfte oder Genesene teilnehmen. Ungeimpfte Berufssportler haben noch eine nicht näher definierte Übergangsfrist, in der ein negativer PCR-Test ausreicht, um am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen zu dürfen.
Fortuna Kölns erste Mannschaft ist ein Profi-Team
Beim SC Fortuna Köln gibt es sowohl Profis als auch Amateure. Die erste Herren-Fußballmannschaft spielt in der Regionalliga West und wird als Profi-Team eingestuft. Alle anderen Mannschaften im Senioren-Bereich sind Sportarten-übergreifend hingegen Amateure. So muss die Fortuna durch die neue Schutzverordnung in beiden Bereichen Anpassungen vornehmen.
In der Regionalliga-Mannschaft von Trainer Alexander Ende haben zwei Spieler noch keinen vollständigen Schutz, sie haben nach Gesprächen mit Trainerteam und Medizinern erst kürzlich ihre Erstimpfung erhalten. Sie müssen somit bis nach ihrer zweiten Vakzinierung regelmäßig PCR-Tests vornehmen, um trainieren und spielen zu dürfen. Sollte es einen Corona-Fall geben, droht ihnen eine längere Quarantäne – was für die Fortuna, aktuell stark in Form und Tabellenvierter, ein schwerer Rückschlag wäre.
Hanns-Jörg Westendorf hat Verständnis
Im Amateurbereich sind die Regeln schon jetzt strenger. Zu spüren bekommt dies Fortunas zweite Mannschaft, die in der Mittelrheinliga spielt. In der Reserve des Südstadt-Klubs sind zwei Fußballer ungeimpft. Beide dürfen ab sofort nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. „Die sind raus“, sagte Vereinspräsident Hanns-Jörg Westendorf dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwoch.
Der Klubchef zeigt aber Verständnis für die neue Regelung. „Ich finde es konsequent. Wir können den Zuschauern schlecht sagen, dass für sie 2G gilt, die Sportler aber andere Regeln haben“, sagte Westendorf. „Und je höherklassig ein Sportler spielt, desto mehr Verantwortung trägt er durch seine Vorbildfunktion.“