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Abrechnung bei BorussiaAufsichtsratschef Hollmann hat „auch die Schnauze voll“

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Borussia Mönchengladbach

Die Art und Weise des Fußballs von Borussia Mönchengladbach sorgt auch intern für Kritik. (Archivbild)

Nach einem „Scheißjahr“ hat Gladbachs Aufsichtsratschef Hollmann „die Schnauze voll“ und kündigt Konsequenzen an.

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik hat sich Michael Hollmann, der Aufsichtsratschef von Borussia Mönchengladbach, zur sportlichen Lage des Fußball-Bundesligisten positioniert. Er kündigte an, künftig „Einfluss zu nehmen“. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am Montagabend sagte Hollmann laut Deutscher Presse-Agentur (dpa), er und seine Kollegen im Kontrollgremium hätten „auch die Schnauze voll“. Dies gelte für „Von der Tabellensituation. Aber auch von der Art und Weise, wie wir uns dahin manövriert haben.“

Die etwa 1.600 Mitglieder vor Ort spendeten Hollmann für seine Ausführungen reichlich Beifall. Im Vereinsumfeld mehrt sich seit Wochen die Kritik an Coach Eugen Polanski und der Spielweise des Tabellenelften. Dieser hat drei Spieltage vor dem Saisonabschluss sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.

„Gute Spieler, aber nicht so richtig eine Mannschaft“

Während Hollmann Sportchef Rouven Schröder explizit lobte, fand Trainer Polanski namentlich keine Erwähnung. Sein Urteil bezüglich der sportlichen Darbietungen fiel umso klarer aus. Hollmann konstatierte: „Wir haben gute Spieler, aber nicht so richtig eine Mannschaft“.

„Es war einfach ein Scheißjahr“, fluchte der 68-Jährige. Besonders die Partie gegen Mainz am 19. April habe ihn verärgert. „Da habe ich gedacht, ich werde wahnsinnig. Da hat man ja bei jedem Angriff befürchtet, ein Tor zu kassieren“, äußerte sich Hollmann zum 1:1. Bei diesem Spiel agierte die Gladbacher Mannschaft nach dem Führungstreffer zunehmend passiv und musste während der Nachspielzeit per Foulelfmeter den Ausgleich hinnehmen.

Widerspruch zu Trainer Polanski

Damit widersprach Hollmann deutlich dem Trainer. Nach der Partie hatte Polanski zum Erstaunen zahlreicher Beobachter erklärt, er habe nie das Gefühl gehabt, „ein Tor zu kassieren“. Angesichts der Kritik ergriff auch Polanski das Wort, der im vorigen Herbst die Nachfolge von Gerardo Seoane angetreten hatte, und bestätigte dabei Missstände.

„Mir fehlt ein bisschen die Gier auf Erfolg“, erklärte der einstige Trainer des Gladbacher Regionalliga-Teams. „Wir haben sehr, sehr liebe Charaktere. Wir brauchen auch ein paar Arschlöcher“, ergänzte Polanski und sicherte zu: „Hauptziel ist es, in der Liga zu bleiben. Dann bin ich voller Tatendrang, gewisse Dinge zu ändern.“

Auch Vereins-Präsident Rainer Bonhof zeigte sich von der sportlichen Talfahrt des einstigen Spitzenvereins betroffen. Laut dpa brach der Weltmeister von 1974 am Anfang seines Jahresberichts in Tränen aus und sprach ebenfalls von einem „Scheißjahr“. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.