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Kovac tritt auf die BremseBVB-Trainer will von Angriff auf die Bayern nichts wissen

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Werder Bremen - Borussia Dortmund

Niko Kovac freut sich auf den Urlaub.

BVB-Trainer Kovac dämpft die Titel-Erwartungen. Sportchef Ricken will den Kader dennoch gezielt im Angriff verstärken.

Im Anschluss an das erfolgreiche Finale der Spielzeit sah Niko Kovac zunächst seiner Auszeit entgegen. „Ich bin ehrlich: Ich bin schon froh, dass der Stecker jetzt erst einmal gezogen wird, und ich jetzt Sachen machen kann, die ich sonst nicht machen kann“, äußerte der Übungsleiter von Dortmund. Er beabsichtige, diese Phase für Erholung, gutes Essen und ausreichend Schlaf zu verwenden.

Mit frischen Kräften startet dann im Juli die Vorbereitungsphase für die kommende Spielzeit. Angesichts des zweiten Tabellenplatzes und einer beachtlichen Bilanz von 73 Zählern wäre der Gewinn der deutschen Meisterschaft ein mögliches Ziel. Kovac äußerte sich nach dem 2:0-Erfolg gegen Werder Bremen dazu jedoch ablehnend.

Kovacs realistische Einschätzung

„Klar wollen wir uns verbessern, klar wollen wir den Abstand nach oben auch verkürzen“, sagte Kovac, „aber man muss auch realistisch bleiben. Die Bayern haben sehr viel mehr Geld, die Bayern haben viel mehr Superstars als wir. Wir sind eine gute Mannschaft, aber dass wir nächstes Jahr die Bayern angreifen, das sehe ich jetzt noch nicht so.“

Obwohl der BVB die fünftbeste Saison seiner Vereinsgeschichte absolvierte, beträgt der Vorsprung der Münchner 16 Punkte auf die Schwarz-Gelben. Das primäre Bestreben wird folglich sein, den Vorsprung auf die nachfolgenden Teams in der Rangliste zu sichern und sich abermals für die Champions League zu qualifizieren. Überdies soll das Team im DFB-Pokal sowie in der Königsklasse erfolgreicher abschneiden als in der jüngsten Vergangenheit.

Ricken fokussiert auf Kaderplanung

Die Gestaltung des Personals für diese Vorhaben obliegt in den kommenden Wochen hauptsächlich Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und dem neuen Sportdirektor Ole Book. Durch die Verpflichtung des 19 Jahre alten Franzosen Joane Gadou von RB Salzburg ist die durch Niklas Süles Abgang entstandene Lücke in der Innenverteidigung bereits gefüllt worden. Laut Medienberichten investiert die Borussia für Gadou eine Summe von knapp 20 Millionen Euro, zuzüglich möglicher Bonuszahlungen.

„Wir sind wirtschaftlich so gut aufgestellt, dass wir jederzeit handlungsfähig sind. Aber Kaderkontinuität hat auch seinen Wert“, erläuterte Ricken.

Schwerpunkt auf dem Angriff

Anpassungen sind jedoch insbesondere im Offensivbereich wahrscheinlich. Um Akteure wie Karim Adeyemi oder Serhou Guirassy kursieren Transfergerüchte. Die Vereinsführung identifiziert im Spiel nach vorn außerdem weiteres Entwicklungspotenzial. „Ein bisschen mehr Kreativität und Esprit nach vorn - das wird die Aufgabe für die nächsten Wochen und Monate sein“, konstatierte Ricken.

Im Gegensatz zu Kovac werden die Entscheidungsträger sich daher noch keine Pause gönnen. Ricken beabsichtigt überdies eine Reise in die Vereinigten Staaten, um Partien und Akteure zu sichten. Die Transferstrategie für die Sommerperiode umschrieb er folgendermaßen: „So wenig wie nötig, aber im Zweifel auch so viel wie möglich.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.