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Hoffenheim siegt, Werder zittertNach früher Roter Karte verliert Bremen und bangt weiter

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TSG 1899 Hoffenheim - Werder Bremen

Hoffenheims Bazoumana Touré (r.) macht Druck gegen Werder.

Hoffenheim schlägt Bremen 1:0 und wahrt die Chance auf die Champions League. Werder muss am letzten Spieltag weiter zittern.

Durch einen 1:0 (1:0)-Erfolg über Werder Bremen erhält sich die TSG 1899 Hoffenheim die Aussicht auf die Champions League. Die Bremer müssen hingegen am finalen Spieltag weiterhin um den Verbleib in der Liga bangen.

In Sinsheim wurde die Begegnung vor 28.128 Zuschauern bereits früh maßgeblich beeinflusst. Ein Platzverweis für Werders Yukinari Sugawara nach nur fünf Minuten war die Folge eines Fouls an TSG-Angreifer Bazoumana Touré, das vom Videoassistenten überprüft wurde. Die Gastmannschaft musste daher nahezu die vollständige Spielzeit in numerischer Unterlegenheit absolvieren.

Fritz: „Wir sind alle unzufrieden“

Schon vor Spielbeginn zeigte sich Clemens Fritz, der Manager von Werder, in einem Sky-Interview unzufrieden mit der Saison: „Wir sind alle unzufrieden. Wir können aus dieser Saison nicht rausgehen und sagen: 'Es ist alles gut gelaufen'.“ Für die Mannschaft von Coach Daniel Thioune hätte ein Unentschieden ausgereicht, um den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern.

Bei den Hoffenheimern richtete sich der Blick auch auf die zeitgleiche Partie der Konkurrenz aus Stuttgart und Leverkusen. Im Vorfeld der Begegnung bei DAZN äußerte sich Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker: „Natürlich wollen wir in die Königsklasse, aber in Hoffenheim ist keiner traurig, wenn es die Europa League wird“. Ebenfalls vor dem Anpfiff fand die Verabschiedung der langjährigen Spieler Grischa Prömel, Ihlas Bebou und Kevin Akpoguma statt.

Touré erzielt in Überzahl den entscheidenden Treffer

Den numerischen Vorteil nutzte Hoffenheim, um den Druck zu steigern. Das Tor zum finalen 1:0-Resultat fiel in der 26. Minute durch Bazoumana Touré, der nach einer rasch von Fisnik Asllani getretenen Ecke erfolgreich war. Eine Kopfballgelegenheit von Andrej Kramaric war kurz zuvor ungenutzt geblieben.

Auch in der zweiten Hälfte dominierte die Mannschaft von TSG-Trainer Christian Ilzer die Partie, konnte die Führung jedoch nicht vergrößern. Eine große Gelegenheit zum 2:0 hatte Tim Lemperle kurz vor dem Pausenpfiff vergeben. Nach Wiederanpfiff lenkte Amos Piper bei einer Abwehraktion den Ball fast ins eigene Netz. Die beste Möglichkeit für Bremen vergab im Gegenzug Justin Njinmah, der an TSG-Schlussmann Oliver Baumann nicht vorbeikam.

Die Bremer verteidigten in der Endphase des Spiels erfolgreich und verhinderten einen höheren Rückstand. Eine umstrittene Szene ereignete sich in der 86. Minute, als der Ball Robin Hranac von Hoffenheim im Strafraum an die Hand sprang. Die lautstarken Forderungen der Bremer nach einem Strafstoß blieben jedoch ungehört, da Schiedsrichter Sören Storks das Spiel weiterlaufen ließ. Somit bleibt die TSG seit fünf Partien ohne Niederlage und spielt am finalen Spieltag in Mönchengladbach um den vierten Rang in der Tabelle. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.