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Kompany aus Klinik entlassenEberl nennt Hirnhautreizung als Auslöser

Gute Nachricht vor dem Pokalspiel gegen Magdeburg: Bayern-Trainer Vincent Kompany durfte die Klinik verlassen.

Vincent Kompany bei einer Pressekonferenz.

Die Diagnose bei Vincent Kompany ist da.

Am Mittwochabend (28. Oktober 2026) hat Sportvorstand Max Eberl gute Nachrichten über den erkrankten Cheftrainer des FC Bayern Vincent Kompany überbracht, und zwar noch vor dem Anpfiff im DFB-Pokal. In der zweiten Runde trifft der Rekordmeister auf den 1. FC Magdeburg. Doch vor dem Spiel ging es zunächst um den 40-Jährigen.

Bereits am Mittwoch durfte der Belgier die Klinik verlassen. Geklärt ist inzwischen auch, was hinter seinem gesundheitlichen Zwischenfall vom vergangenen Freitag steckt.

Hirnhautreizung als Ursache – kein Termin für Kompanys Comeback

Am ARD-Mikrofon schilderte Eberl im Gespräch mit Moderator Alexander Schlüter, wie es dem Trainer geht: „Es geht ihm ehrlicherweise den Umständen entsprechend gut. Er ist heute aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das ist, glaube ich, die größte und die schönste Nachricht für uns alle“.

Zum ersten Mal wurde der Bayern-Boss dabei auch konkret, was die Diagnose betrifft. „Man hat gefunden, was es ist“, sagte er. „Es ist eine Hirnhautreizung, die diesen Zwischenfall am letzten Freitag heraufbeschworen hat. Zu Hause kann er jetzt die Reha machen – Reha heißt bei ihm: Ruhe und Medikamente. Und dann bin ich mir sehr, sehr sicher, dass er ganz bald wieder mit 100 Prozent am Rand steht.“

Ein konkretes Datum für die Rückkehr auf die Trainerbank gibt es jedoch nicht. Die Münchner wollen ihrem Chefcoach so viel Zeit lassen, wie er für eine vollständige Genesung braucht. Eberl unterstrich: „Es gibt noch kein Zeitfenster. Er bekommt alle Ruhe und wenn die Ärzte und vor allem er selbst sagen, es geht wieder, dann empfangen wir ihn hier wieder in der Arena“.

Vor der Partie äußerte sich der Sportvorstand auch zu der Frage, ob die Erkrankung mit der Belastung im Profigeschäft zusammenhängt. Einen solchen Zusammenhang sieht er nicht. „Die Krankheit kann jeder von uns bekommen. Die können Sie bekommen, die kann ich bekommen. Ich wünsche sie keinem, aber das hat jetzt nichts mit diesem Druck zu tun, den wir in der Bundesliga haben.“

An der Seitenlinie steht während Kompanys Ausfall weiterhin Co-Trainer Aaron Danks (43) in der Verantwortung. Der 53-jährige Eberl verwies dabei auf die gewachsenen Strukturen im Klub: „Wir profitieren einfach von der Arbeit der letzten zweieinhalb Jahre, in denen dieser Trainerstab und diese Mannschaft so unglaublich eng zusammengearbeitet haben“.

Auch Bastian Schweinsteiger, als Experte für die ARD im Einsatz, ging auf die ungewohnte Lage für die Profis ein. In der engen Abstimmung moderner Trainerteams erkennt der frühere Bayern-Spieler einen entscheidenden Vorteil. „Es ist natürlich schon so als Spieler, dass das ein bisschen unterschiedlich ist“, räumte er ein. „Aber mittlerweile sind die Assistenztrainer ja wie ein Voll-Trainer und die sprechen da schon die gleiche Sprache.“

Kompany ist nicht der einzige Ausfall. Auch Mittelfeldspieler Joshua Kimmich (31) steht dem Team aufgrund eines Trauerfalls aktuell nicht zur Verfügung. Für Eberl tritt der Sport angesichts beider Fälle vorerst in den Hintergrund: „Das sind Themen, die weit weg vom Fußball sind, die uns zeigen, dass der Fußball auch nicht das wichtigste ist, sondern eine Nebenrolle spielt. Die schönste vielleicht, aber eine Nebenrolle.“

Für Gesprächsstoff vor dem Pokalspiel sorgte aber nicht allein das Update zum Trainer. Als die Aufstellung bekannt wurde, folgte die nächste Überraschung: Harry Kane (33) saß zunächst nur auf der Bank. Dabei hatte der Bayern-Stürmer erst am Montagabend (26. Oktober) den Ballon d'Or erhalten und war damit zum Weltfußballer gekürt worden. Nur zwei Tage nach der Auszeichnung blieb ihm vorerst die Zuschauerrolle.

Die Offensive der Münchner kam zunächst auch ohne ihn zurecht. Michael Olise traf bereits in der zehnten Minute zum 1:0 gegen Magdeburg. Der Zweitligist reagierte jedoch prompt: Fünf Minuten später gelang Mateusz Zukowski mit einem abgefälschten Schuss der Ausgleich. Bayern legte in der 20. Minute erneut vor, als Ismail Saibari zur 2:1-Führung traf. (red)