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Achtelfinal-Einzug nach 0:2-RückstandBayer 04 dreht nach wackligem Start im Pokal auf

Lange musste Bayer 04 um den Einzug ins Pokal-Achtelfinale zittern. Am Ende setzte sich die Werkself nach 0:2-Rückstand durch.

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Tor für Bayer Leverkusen im DFB-Pokal gegen Nürnberg.

Edmond Tapsoba brachte Leverkusen mit zwei Toren gegen Nürnberg zurück ins Spiel.

Es ist die 17. Spielminute am Mittwochabend in der BayArena. Janis Blaswich wird von drei Nürnberger Spielern angelaufen und drischt den Ball panisch ins Seitenaus. Es ist ein Symbolbild dafür, was in der ersten Hälfte dieses Pokalduells passierte.

Der Außenseiter aus der Zweiten Liga dominierte Bayer 04 in seinem Zuhause. Als Blaswich den Ball ins Aus schlug, stand es bereits 1:0 für die Franken, zur Halbzeitpause führte der FCN mit 2:1. Die Bayer-Fans wurden zwischenzeitlich unruhig. Alles sah nach Pokalsensation aus. Doch am Ende setzte sich die Klasse des Bundesligisten mit Königsklassenambitionen durch. Mit einer klaren Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel zog Leverkusen am Ende souverän mit 5:2 ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

Leverkusen vor der Pause von Nürnberg kalt erwischt

Bayers Trainer Carles Martínez setzte in der nächsten von vielen Englischen Woche wieder einmal auf Rotation. Auf sechs Positionen wechselte der Spanier im Gegensatz zum 0:3 bei der TSG Hoffenheim am Sonntag durch. Auf der Bank fanden sich unter anderem prominente Namen wie Jarell Quansah, Ibrahim Maza oder Patrik Schick wieder.

Die Werkself auf dem Platz schien aber reichlich überrascht von dem, was da auf sie zukam. Dabei müssten alle Analysten eigentlich darauf hingewiesen haben, dass die Nürnberger in der Zweiten Liga die womöglich beste Spielanlage mit gefälligen Kombinationen und hohem Anlaufen zu bieten hat.

Aus dem Pressing der Gäste konnte sich Leverkusen in der ersten halben Stunde aber so gut wie gar nicht spielerisch befreien. Bayer schlug so viel lange Bälle wie seit Jahren nicht mehr. Ein Kopfball von Nathan Tella und ein Volleyschuss von Jonas Hofmann über das Tor waren die einzigen nennenswerten Chancen. Das restliche Spielgeschehen fand weitgehend in der Leverkusener Hälfte statt.

Der „Glubb“ spielte sich zwar nicht Chance nach Chance heraus, war aber immer zielstrebig und bestrafte den Favoriten schließlich für große Passivität um den eigenen Strafraum herum.

Rafael Lubach zog ab und traf mit seinem Flachschuss platziert ins Eck zur Führung (13.). Die Gastgeber reagierten verunsichert, luden Nürnberg schließlich zu einem Konter ein, den sie gnadenlos zu Ende spielten. Sigurd Haugen vollendete am langen Eck, ein Meter vor dem Tor zum 2:0 (30.).

Das Beste an der ersten Hälfte aus Leverkusener Sicht war, dass Edmond Tapsoba nach einer Ecke noch auf 1:2 (41.) verkürzen konnte. In den Minuten bis zum Pausenpfiff merkte man, dass die Werkself dadurch neuen Mut schöpfte.

Leverkusen nach Dreifachwechsel zur Pause verbessert

Zum Seitenwechsel reagierte Martínez mit einem Dreifachwechsel: Maza, Schick und Equi Fernández kamen in die Partie. Es zeigte Wirkung. Vor allem mit Maza, der am Montag noch Kontakte beim Ballon d’Or in London geknüpft hatte, wurde es ein anderes Spiel.

Wieder war es Tapsoba, der nach einer Ecke im Nachstochern zum 2:2 (49) traf. Es war ein echter Wirkungstreffer für Nürnberg, die nun plötzlich gar keine Entlastung mehr schaffen konnten. Es wurde von Minute zu Minute klarer, dass die Führung für Bayer nun nur noch eine Frage der Zeit sein würde. Und so kam es dann auch. Schick holte erst einen Elfmeter heraus und verwandelte ihn dann souverän, obwohl er bei der Ausführung sogar ausrutschte.

Jonas Hofmann hatte das 3:2 (70.) eingeleitet und legte selbst das 4:2 (78.) nach – mit einem ähnlich schönen Fernschuss wie vor einer Woche auf Kreta. Das schönste Tor des Abends war dann aber Lucas Vázquez vorbehalten, der mit einem überragenden Volleyschuss zum 5:2 (89.) den Schlusspunkt einer Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten setzte.

Am Samstag wartet ein Bundesligaduell, das in den vergangenen Jahren immer von Spektakel geprägt war, gegen den VfB Stuttgart. Die Schwaben stehen ebenfalls im Achtelfinale nach einem 1:0 beim SC Paderborn.