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Auswärtsspiel in Dresden8:1-Sieg, aber Fans der Kölner Haie erleben Bahn-Fiasko

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Die Mannschaft der Koelner Haie jubelt - Dresdner Eisloewen vs. Koelner Haie, 1. Eishockey Bundesliga Herren, Spielzeit 2025/2026, 04.01.2026 Dresdner Eisloewen vs. Koelner Haie, 1. Eishockey Bundesliga Herren, Spielzeit 2025/2026, 04.01.2026 Dresden *** The Koelner Haie team cheers Dresdner Eisloewen vs Koelner Haie, 1 Eishockey Bundesliga Herren, Spielzeit 2025 2026, 04 01 2026 Dresdner Eisloewen vs Koelner Haie, 1 Eishockey Bundesliga Herren, Spielzeit 2025 2026, 04 01 2026 Dresden Copyright: xEibner-Pressefoto/xHoepnerx EP_PHR

Die Mannschaft der Kölner Haie jubelt beim Sieg bei den Dresdner Eislöwen.

Für den KEC war es der neunte Erfolg in Serie. Etwa 800 Haie-Fans verpassten das Spiel jedoch, da es ihr Sonderzug nicht bis nach Dresden schaffte.

Am Sonntag wurden rund 800 Haie-Fans in Dresden erwartet, die sich per Bahn auf den Weg nach Sachsen gemacht hatten. Ihre Reise endete jedoch in einem Fiasko. Der Sonderzug, in dem sie unterwegs waren, erreichte um 16.41 Uhr Magdeburg – statt wie geplant um 13.24 Uhr Dresden. Auch die Verlegung des Spielbeginns von 16.30 Uhr auf 16.45 Uhr half da nicht. Der Zug kehrte in Magdeburg um und fuhr zurück nach Köln.

Somit verpassten die Haie-Anhänger einen souveränen Sieg des KEC, der den DEL-Aufsteiger und Tabellenletzten Eislöwen Dresden mit 8:1 (4:0, 2:1, 2:0) bezwang, seine Serie auf neun Erfolge nacheinander ausbaute – und seit Mitte November in jeder DEL-Partie punktete. In der Tabelle führt der KEC mit acht Punkten Vorsprung.

„Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht und unseren Game Plan gut umgesetzt. Wir arbeiten hart und versuchen jeden Tag, besser zu werden“, sagte Dominik Bokk, Doppeltorschütze des KEC, bei „Magenta Sport“.

Auf dem Eis fehlten den Haien Torhüter Janne Juvonen, der durch Felix Brückmann ersetzt wurde, sowie Stürmer Kevin Niedenz; beide seien krank, hieß es. Zudem war der schon länger verletzte Gregor MacLeod nicht dabei – ebenso Nate Schnarr, der sich am Freitag beim 4:2-Erfolg des KEC in der mit 18.600 Zuschauern ausverkauften Lanxess Arena gegen Straubing verletzt hatte. Die Ausfälle steckte das KEC-Team gut weg – und machte schon im ersten Drittel kurzen Prozess mit den von Kapitän Travis Turnbull (39) angeführten Eislöwen.

Nur Dominik Bokk trifft doppelt

Im ersten Powerplay brachte Oliwer Kaski die Haie in Führung (3.). Bei Gleichzahl erhöhte Bokk in der sechsten Minute auf 2:0, vier Minuten später folgte ein weiteres Tor in Überzahl durch Maxi Kammerer. Das 4:0 fiel in Unterzahl: Nach Vorlage von Ryan MacInnis brachte Juhani Tyrväinen den Puck per Rückhand an seinem finnischen Landsmann Juho Olikura im Dresdner Tor vorbei.

Die Eislöwen wechselten in der Drittelpause den Goalie. Für Olikura kam der 20-jährige Paul Stocker ins Spiel, doch auch er musste schnell hinter sich greifen. Bei Dresdner Überzahl setzte MacInnis den Puck in den Winkel. Die Haie führten damit 5:0. Und es war verständlich, dass ihre Konzentration vorübergehend nachließ. So kam Dresden zum 1:5 durch Drew LeBlanc, der Brückmann mit einem Handgelenkschuss unter die Latte überwand. Es folgte eine kurze Phase, in der die Eislöwen ein wenig Druck erzeugten, dann hatten die Haie das Spiel wieder im Griff. Bokk erhöhte mit seinem zweiten Tor des Tages auf 6:1 für den KEC.

„Vielleicht waren wir zwischendurch ein bisschen unkonzentriert, aber das haben wir korrigiert“, sagte Haie-Stürmer Patrick Russell, der am Sonntag 33 Jahre alt wurde, in der Pause vor dem Schlussdrittel. Bald kam er zu seinem Geburtstagstreffer, wenn auch auf kuriose Art. Der Däne schoss den Puck vor Stockers Tor, ein fallender Dresdner brachte ihn unfreiwillig über die Linie (44.). Tanner Kero ließ das 8:1 folgen (48.) – es war das letzte Tor des Spiels. Am Dienstag (16.30 Uhr) geht es für die Haie mit einer Partie in Nürnberg weiter.

Kölner Haie: Brückmann – Kaski, Austin – Kemiläinen, Sennhenn – Müller, Vittasmäki – Fischer – Russell, Kero, Tuomie – Bokk, Aubry, van Calster – Storm, Tyrväinen, Kammerer – Münzenberger, MacInnis, Uher. – Zuschauer: 4412. – Schiedsrichter: Frano, Palkövi. – Strafminuten: Dresden 4/ Köln 4. – Tore: 0:1 Kaski (2:51), 0:2 Bokk (5:53), 0:3 Kammerer (10:59), 0:4 Tyrväinen (18:36), 0:5 MacInnis (24:39), 1:5 Leblanc (27:39), 1:6 Bokk (33:30), 1:7 Russell (43:12), 1:8 Kero (47:06).