Der bald 40 Jahre alte KEC-Kapitän kann DEL-Rekordspieler werden. Die Haie freut es, denn sie schätzen Müllers Verlässlichkeit sehr.
EishockeyMoritz Müller spielt weiter und geht in 24. Saison mit den Kölner Haien

Moritz Müller bestritt 2003 unter Trainer Hans Zach sein erstes Spiel für die Kölner Haie.
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Moritz Müller wird im November 40 Jahre alt, den runden Geburtstag wird er als aktiver Profi der Kölner Haie feiern. Der KEC bestätigte am Dienstag, dass Müller seine Karriere um ein Jahr verlängern und in seine 24. Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit den Haien gehen wird.
„Ich bin überzeugt davon, dass wir als Klub in den vergangenen Jahren eine tolle Entwicklung genommen haben und möchte diesen Weg weiter mitgestalten“, teilte Müller mit. „Ich habe weiterhin das Gefühl, dass ich der Mannschaft auf dem Eis helfen kann. Umso mehr freue ich mich auf die kommende Saison mit vielen neuen Eindrücken, einem neuen Trainerteam und den Spielen in der Champions Hockey League.“ Für den europäischen Wettbewerb sind die Haie, DEL-Hauptrundensieger 2025/26, zum ersten Mal seit 2014 wieder qualifiziert.
Wir sind mit Mo besser als ohne ihn. Gleichzeitig verkörpert er die Werte des KEC in besonderer Weise, so ist in entscheidenden Momenten immer auf ihn Verlass
Dass Müller, genannt Mo, der seit vielen Jahren Kapitän des KEC ist, seine Karriere verlängert, ist keine Überraschung. Zwar war er während der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz, die am Sonntag mit dem Sieg Finnlands endete, als TV-Kommentator im Einsatz und erhielt viel Lob für seine Analysen. Mit dem aktiven Sport hat er aber nicht abgeschlossen – verständlicherweise: Trotz seines für einen Leistungssportler fortgeschrittenen Alters ist er körperlich in sehr guter Verfassung, seine Fitnesswerte gehören regelmäßig zu den besten in der Mannschaft.
In den jüngsten Playoffs, in denen die Kölner im Halbfinale am späteren Meister Eisbären Berlin scheiterten, war er einer der konstantesten Haie-Profis. Für den Verein war es deshalb logisch, mit Müller weiterzuarbeiten. „Wir sind mit Mo besser als ohne ihn“, meint KEC-Sportdirektor Matthias Baldys. „Gleichzeitig verkörpert er die Werte des KEC in besonderer Weise, so ist in entscheidenden Momenten immer auf ihn Verlass. Die Gespräche mit Mo waren wie immer von Offenheit und gegenseitigem Vertrauen geprägt.“
Moritz Müller kann Mirko Lüdemann als Haie- und DEL-Rekordspieler ablösen
Müller bekommt damit die Chance, sich als KEC- und DEL-Rekordspieler zu verewigen. Seine erste Partie im Kölner Profidress bestritt er am 18. Dezember 2003 unter Trainer Hans Zach bei einem Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG, damals noch als Stürmer. Auf diese Partie folgten bis dato 1182 weitere für die Haie, sodass er bei 1183 DEL-Einsätzen liegt. Sollte er sich nicht verletzen, kann er somit in der Spielzeit 2026/27 die Bestmarke von Mirko Lüdemann angreifen, der es auf 1197 Spiele für die Kölner Haie brachte, was zugleich DEL-Rekord ist. Momentan liegt Müller im DEL-Ranking hinter Lüdemann auf Platz zwei vor Sebastian Furchner (1119 Spiele).
Müller dürfte zudem reizen, 2027 bei der Heim-Weltmeisterschaft in Düsseldorf und Mannheim noch einmal für die deutsche Nationalmannschaft aufs Eis zu gehen. In diesem Jahr hatte er nach eigener Aussage aus freien Stücken auf die WM-Teilnahme verzichtet, um mehr Zeit für seine Familie zu haben.
Die Haie und ihr neuer Trainer, der Schwede Thomas Berglund, planen für die DEL-Saison 2026/27 bislang mit einer Defensive, die aus drei ausländischen Profis (Brady Austin, Valtteri Kemiläinen, Veli-Matti Vittasmäki) sowie den deutschen Spielern Müller, Jan Luca Sennhenn, Luca Münzenberger und Carlos Händel besteht. Gesucht wird noch ein Importverteidiger, vermutlich ein Schwede, als Nachfolger für den Finnen Oliwer Kaski, der nach Malmö gewechselt ist.
Einen Profi aus der Heimat des neuen Haie-Coaches haben die Haie dem Vernehmen nach bereits gefunden: Voraussichtlich wird der 35-jährige Stürmer Markus Ljungh, zuletzt für Linköping HC aktiv, den KEC verstärken. Die Neuzugänge für 2026/27 sind außerdem die Stürmer Tim Fleischer (25), Daniel Fischbuch (32) und Marcel Noebels (34).

