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Kommentar

Saison-Aus im Halbfinale
Kölner Haie waren zu früh in Bestform

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2 min
PENNY DEL 1 - Playoff Halbfinale - Kölner Haie - Eisbären Berlin Köln, 20.04.2026 Gregor Macleod Kölner Haie, Sturm, 89 Moritz Müller Kölner Haie, Verteidigung, 91 PENNY DEL 1 - Playoff Halbfinale - Kölner Haie - Eisbären Berlin am 20.04.2026 in der Lanxess Arena in Köln Deutschland. *** PENNY DEL 1 Playoff Semifinal Cologne Sharks Eisbären Berlin Cologne, 20 04 2026 Gregor Macleod Cologne Sharks, offense, 89 Moritz Müller Cologne Sharks, defense, 91 PENNY DEL 1 Playoff Semifinal Cologne Sharks Eisbären Berlin on 20 04 2026 at the Lanxess Arena in Cologne Germany Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/AndreasxDickx

Die Kölner Haie gehen am Montagabend geschlagen vom Eis in der Lanxess Arena.

Der KEC spielte in der verlorenen Halbfinal-Serie gegen die Eisbären nicht schlecht, aber nicht gut genug. Den Leistungszenit erreichte die Haie-Mannschaft im Winter, nicht in den Playoffs.

In Sportarten wie Eishockey, die ihren Meister im Playoff-Modus ermitteln, geht es um eines: den Sieg im letzten Spiel der Saison. Auf einen solchen Moment warten die Kölner Haie in der DEL nun seit 24 Jahren. Die Bilder von Kapitän Mirko Lüdemann, der den Pokal 2002 in den Himmel hebt, wirken wie ein Traum aus einer anderen Zeit.

In all den Jahren danach hatten die Haie viele Chancen – und fanden stets einen Weg, sie zu verspielen. So auch diesmal: Die Playoff-Halbfinalserie gegen die Eisbären ging in sechs Spielen verloren. Es war kein Vorteil, das Heimrecht abzutreten und in Berlin zu starten – bei einem Rivalen, der dem KEC seit Jahren nicht liegt. Die Erinnerung an frühere Niederlagen mag im Hintergrund mitgeschwungen haben, auch an die drei 0:7-Niederlagen aus dem verlorenen Finale 2025. Ausschlaggebend war all dies aber nicht.

Entscheidend war wohl vielmehr: Die Haie, erstmals seit dem Jahr 2000 wieder Hauptrundensieger, hatten ihren Zenit zu früh erreicht. Sie spielten in den Playoffs weniger aggressiv, weniger effektiv und weniger selbstbewusst als im Winter, in dem sie 16-mal nacheinander gewannen. Die siegessichere Selbstverständlichkeit verschwand. Die Stürmer taten sich schwer, das Powerplay funktionierte nicht mehr wie zuvor.

Goalie Janne Juvonen war über die Serie betrachtet gut, aber nicht mehr überragend. Taktisch wirkten die Haie gerade in den ersten Dritteln zu verzagt, manchmal geradezu hasenfüßig. Dominik Bokk, Juhani Tyrväinen, Brady Austin, Valtteri Kemiläinen und Moritz Müller kämpften sich in Playoff-Form. Der Rest spielte ordentlich, ohne entscheidend zuzulegen.

Frischer Wind durch Thomas Berglund

Die Berliner hingegen, ausgestattet mit der Routine von elf Meisterschaften seit 2005, steigerten sich als Mannschaft – nicht nur auf einzelnen Positionen. Serge Aubin gewann das Trainerduell gegen Kari Jalonen so klar, dass das System der Haie phasenweise behäbig wirkte. Da Jalonen geht und der Schwede Thomas Berglund übernimmt, steht im Sommer ein Umbruch bevor. Ein frischer Wind wird wehen. Der Sieg im letzten Saisonspiel bleibt selbstverständlich Ziel und Traum. Der Weg dorthin ist weit.