Der Drittliga-Aufsteiger verstärkt seine Abwehr mit Kevin Krumme vom SC Paderborn.
Fortuna KölnFür jeden Mannschaftsteil ein Talent

Will in der nächsten Saison für Fortuna Köln jubeln: Kevin Krumme
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Die Transferstrategie des SC Fortuna Köln wird immer deutlicher. Der Aufsteiger aus der Südstadt rüstet sich für die kommende Drittliga-Saison nicht mit höherklassig erfahrenen Fußballprofis. Viel eher bindet er junge, entwicklungsfähige Regionalliga-Spieler an sich, die den nächsten Schritt gehen sollen und das U23-Segment vergrößern. So haben Chefcoach und Sportdirektor Matthias Mink mit Kaderplaner Pascal Lammerich für jeden Mannschaftsteil einen spannenden Zugang geholt: Nach David Savic (Mittelfeld von Fortuna Düsseldorf II), Romeo Aigbekaen (Sturm, FC St. Pauli II) und Ben Zich (Tor, Roda JC Kerkrade) kam nun Kevin Krumme vom SC Paderborn II an die Vorgebirgsstraße.
Zunächst eine einjährige Leihe
Der 22-jährige Innenverteidiger ist der nächste talentierte Viertliga-Spieler, der den Südstadt-Klub auf ein höheres Level bringen, seine Kasse aber nicht groß belasten soll. Deswegen wurde mit den Paderbornern ein Leihvertrag ausgehandelt. Der läuft erst einmal für ein Jahr. Ob Krumme anschließend fest verpflichtet werden kann, hängt von seiner eigenen, aber auch den Entwicklungen beim Bundesliga-Aufsteiger in Ostwestfalen und der Fortuna in Zollstock ab. „Mit Kevin gewinnen wir einen hervorragend ausgebildeten zentralen Abwehrspieler“, sagt Mink über den ehemaligen Schützling von Lukas Kwasniok.
Bevor sich der Trainer in Richtung 1. FC Köln verabschiedete, hatte Krumme regelmäßig am Paderborner Profitraining teilgenommen und feierte im April 2025 bei einem Kurzeinsatz gegen Eintracht Braunschweig (2:3) sein Zweitliga-Debüt. Auch wenn kein weiterer Profi-Einsatz unter Kwasniok folgte, sondern Krumme in der ausgelaufenen Regionalliga-Saison 26 Spiele (3 Tore) absolvierte, ist sein neuer Trainer überzeugt. „Er wird unsere Defensive noch stabiler und stärker machen“, sagt Mink, einst selbst Abwehrspeiler, über den 1,91 Meter großen, antrittsschnellen Rechtsfuß.
Krumme hofft auf nächsten Entwicklungsschritt
Von Krummes Defensivqualitäten konnten sich alle Fortunen in den zurückliegenden Ligaduellen beim 0:0 gegen und dem 1:2 in Paderborn überzeugen. Ob das Eigengewächs des SCP den letztjährigen Stammverteidigern Seymour Fünger, Max Fischer oder David Haider Al-Azzawe den Rang ablaufen kann oder offensiver auf der Sechs aufgeboten wird, bleibt abzuwarten. Krumme selbst hob die Bedeutung des Transfers für ihn hervor: „Den Verein kenne ich bereits aus der Regionalliga, daher bin ich froh jetzt ein Teil davon zu sein und den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen.“
Paderborn sieht Krummes Leihe zum Drittliga-Aufsteiger als „sinnvollen Schritt“. „Kevin hat sich über viele Jahre bei uns weiterentwickelt“, sagt Sebastian Lange über das Eigengewächs. Der Geschäftsführer ergänzt: „Jetzt kann er auf dem nächsthöheren Level weiterhin Spielpraxis sammeln.“ Über seinen Heimatklub SV Wüsten war Krumme 2015 in das NLZ an der Lise-Meitner-Straße gekommen. Nach 74 Regionalliga-Partien (5 Tore) und seinem Zweitliga-Jokereinsatz schlägt er nun einen neuen Weg ein.
In Köln absolvierte Krumme am Donnerstag die Leistungsdiagnostik mit den anderen Zugängen Zich (23) Savic und Aigbekaen (beide 21). Am Montag soll die erste Einheit auf dem Trainingsrasen (11 Uhr) an der Vorgebirgsstraße absolviert werden. Das erste Testspiel bestreiten Krumme und Co. in einer Woche, am 4. Juli (14 Uhr) bei der TuS Koblenz.
