Der 21-Jährige soll mit seiner Laufstärke und Qualität im Gegenpressing im Team von Trainer Mattthias Mink Akzente setzen.
Erster Zugang beim DrittligistenFortuna Köln verpflichtet David Savic von Fortuna Düsseldorf

David Savic (rechts im Kopfballduell) verstärkt Fortuna Köln.
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Der erste Sommertransfer des SC Fortuna Köln ist gleich ein sehr interessanter. In David Savic hat der Drittliga-Aufsteiger den Kapitän des ehemaligen Regionalliga-Konkurrenten Fortuna Düsseldorf II an die Vorgebirgsstraße gelotst. Dadurch eröffnen die Südstädter mehrere spannende Themenfelder. „Mit David gewinnen wir einen sehr laufstarken Mittelfeldspieler, der trotz seines jungen Alters bereits Führungsaufgaben übernommen hat“, sagt Matthias Mink über den 21-jährigen ehemaligen DFB-Juniorennationalspieler. Mehr als zehn Jahre war Savic in der Landeshauptstadt ausgebildet worden und wagt nun den nächsten Karriereschritt.
Dass der erste Zugang kein schneller Verteidiger oder ein kreativer Offensivspieler, sondern für die Schaltzentrale im Mittelfeld vorgesehen ist, führt zur Frage, ob sich angesichts des Überangebots mit Georg Strauch, Jonas Michelbrink, Luca Majetic, Adrian Stanilewicz und Tom Geerkens noch Verkaufskandidaten finden werden. Vor allem für die beiden Letztgenannten gibt es sicher einen Markt bei Drittliga-Konkurrenten oder gar eine Liga höher.
David Savic glänzte bei Fortuna Düsseldorf als zweikampfstarker Leader
Chefcoach Mink und Kaderplaner Pascal Lammerich haben sich also für Savic entschieden und dieser umgekehrt für die Südstädter. So wie Seymour Fünger, Kevin Brechmann oder Majetic den Weg aus der Düsseldorfer Talentschmiede nach Köln gewählt haben, tritt der Mittelfeldspieler ihn nun auch an.
„Mit Luca Majetic bin ich befreundet und auch die anderen Jungs aus Düsseldorf kenne ich natürlich“, erklärt Savic. Diese Verbindung habe seine Entscheidung pro Fortuna Köln aber nicht beeinflusst. Vielmehr habe ihn Chefcoach und Sportdirektor Matthias Mink „echt beeindruckt“. „Ich hatte auch Angebote von anderen Drittligisten, aber so wie der Verein mich sieht, da musste ich nicht lange überlegen“, sagte der begehrte Düsseldorfer U-23-Kapitän.
Ich brauche keinen Luxus, sondern will nur Fußballspielen. Ich bin mir sicher, dass Trainer und Mannschaft meinen Wert erkennen werden
Auch wenn die Profis der Fortuna 2026/27 auch in der Dritten Liga spielen werden, sah Savic keine Zukunft in Düsseldorf. In der Südstadt nahm er konkrete Verhandlungen erst nach der Regionalliga-Meisterschaft auf und entschied sich bewusst für den bodenständigen Klub aus Zollstock. Dort könne er sich ohne großen Druck entwickeln und zum Klassenerhalt beitragen.
„Ich brauche keinen Luxus, sondern will nur Fußballspielen“, spricht der Neuzugang die speziellen Gegebenheiten am Südstadion an und ergänzt: „Ich bin mir sicher, dass Trainer und Mannschaft meinen Wert erkennen werden.“ Mit seiner Laufstärke und dem dominanten Gegenpressing könne er die Mannschaft mitreißen. Gerade in der physisch starken Dritten Liga wird das gefragt sein.
Verglichen mit den anderen Profis in der Schaltzentrale bringt Savic ein anderes Profil mit. Als Box-to-Box-Spieler absolvierte er 53 Spiele (ein Tor, vier Vorlagen) und glänzte als zweikampfstarker Düsseldorfer Leader.
Seine besondere Widerstandskraft hat sich der ehemalige Junioren-Nationalspieler schon als Teenager zugelegt. „Bis zu meinem 16. Lebensjahr ist alles perfekt gelaufen“, spricht er über seinen ersten Profivertrag in Düsseldorf, das damalige Lob von Sportvorstand Klaus Allofs und die DFB-Laufbahn bis zur U 17. Dort spielte er zusammen mit Tom Bischof (heute FC Bayern München) oder Paul Wanner (PSV Eindhoven), zog sich aber einen Sehnenabriss zu und fehlte monatelang.
„Danach wurde ich fallen gelassen, das war als junger Kerl schwer zu verarbeiten“, gibt der Sohn bosnisch-serbischer Eltern zu und ergänzt: „Aber solche Rückschläge können dich auch stärker machen. Das hilft mir jetzt auf meinem weiteren Weg.“ Als erster Sommerzugang möchte der noch in Düsseldorf wohnhafte Savic Köln zu seiner neuen Heimat machen. Ab dem 29. Juni steigt er mit der neuen Fortuna ins Mannschaftstraining ein und steht vor einer „sehr interessanten“ Zeit.
