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Frauenfußball1. FC Köln kann Wolfsburg nur phasenweise Paroli bieten

In der Bundesliga kassiert die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson eine 0:3-Niederlage beim Favoriten.

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Kölns Laura Vogt beim Kopfball

Am Ende verlief das Aufeinandertreffen beider Mannschaften wie fast immer. Die Fußballerinnen des 1. FC Köln konnten zumindest phasenweise mithalten, mussten sich am Ende dem VfL Wolfsburg aber hochverdient mit 0:3 (0:1) geschlagen geben.

Dabei hätte der Außenseiter aus dem Rheinland am Mittellandkanal in Führung gehen müssen. Ein Schuss von Pauline Bremer landete allerdings nur am Pfosten (7.). Die Gastgeberinnen kamen danach zunehmend besser ins Spiel und durften noch vor der Pause jubeln, allerdings nach unfreiwilliger Unterstützung durch den FC selbst.

Vanessa Leimenstoll trat bei einer hohen Flanke an den Strafraum zunächst über den Ball, der bei Marina Hegering landete. Die Kapitänin spielte zu leichtsinnig zurück zu ihrer Teamkollegin. Ella Peddemors reagierte blitzschnell, schnappte sich die Kugel und vollstreckte unhaltbar zum 1:0 für den VfL (38.).

Trainerin Britta Carlson lobt gute erste Halbzeit

„Ich finde, dass wir gerade in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben“, analysierte Trainerin Britta Carlson und ergänzte, insbesondere mit Blick auf Bremers Aluminiumtreffer: „Wir müssen eigentlich durch einen guten Umschaltmoment in Führung gehen.“

Genau hier sah Carlson letztlich einen qualitativen Unterschied zum Gegner: „Das ist, was eine Top-Mannschaft wie Wolfsburg auszeichnet, die im Gegenzug einen Fehler von uns relativ schnell bestraft. Uns hat da die Effizienz gefehlt in dem Moment.“

Die Gastgeberinnen erhöhten nach der Pause zunehmend den Druck und sorgten mit einem Traumtor für die Vorentscheidung. Ella Peddemors verwandelte einen Freistoß aus eigentlich unmöglich spitzem Winkel links neben dem Sechzehner über die Unterkante der Latte ins Tor zum 2:0 für Wolfsburg (59.). Und der Favorit legte direkt nach: Camilla Küver stieg nach einer Ecke in der Mitte am höchsten und köpfte unhaltbar für Schmitz zum 3:0 ein (62.).

Dünn besetzte Bank beim 1. FC Köln

Der zweite Gegentreffer habe nachhaltige Wirkung gehabt: „Dann wird es schwer, wenn du gegen eine Mannschaft wie Wolfsburg 0:2 hinten liegst, das noch mal zu drehen, gerade auch mit den Möglichkeiten, die uns gerade zur Verfügung stehen“, konstatierte Carlson.

So saßen mit Kathrin Hendrich, die immerhin ihr Comeback feiern konnte, Weronika Zawistowska und Laura Donhauser nur drei bundesligaerfahrene Spielerinnen auf der Ersatzbank, dazu mit Jil Schäfer und Maja Weber gleich zwei Spielerinnen aus der U20 sowie mit Julia Schiffarth ein 19-jähriges Eigengewächs.

Carlson betonte: „Aber trotzdem habe ich der Mannschaft mitgegeben, dass die erste Halbzeit richtig gut war.“ Mehr als dieses phasenweise gute Gefühl war jedoch einmal mehr nicht drin für den FC.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (81. Schiffarth), Degen, Bohnen (74. Hendrich), Hegering, Leimenstoll – Feiersinger (67. Donhauser), Vogt – Elsen – Andrade (67. Zawistowska), Bremer; Tore: 1:0, 2:0 Peddemors (38., 59.), 3:0 Küver (62.); Zuschauer: 2334.