Mit dem Sieg in Aldekerk bestätigt das Drittliga-Team von Trainer Christian Stark seinen positiven Trend. Neben dem erneut besten Torschützen Lukas Martin Schulz überzeugt Keeper Valentin Inzenhofer mit zwölf Paraden.
Handballer feiern 28:22Überragende Abwehrleistung des Longericher SC

Dustin Thöne (Mitte) überzeugte nicht nur mit starker Abwehr, sondern auch mit sieben Toren.
Copyright: Foto: Uli Herhaus
Die Handballer des Longericher SC haben in der Dritten Bundesliga ihren positiven Trend bestätigt. Der 28:22 (17:17)-Sieg beim TV Aldekerk war aber wohl nicht allein darauf zurückzuführen, dass die Vogteihalle im niederrheinischen Kerken am Samstagabend Erinnerungen weckte, die das Team von Trainer Christian Stark vor allem in der zweiten Hälfte zu einer überragenden Abwehrleistung inspirierte.
Im Jahr 2015 hatte der LSC an gleicher Stelle den Aufstieg geschafft. Mehr als ein halbes Dutzend Protagonisten dieses Höhepunktes der Vereinsgeschichte kämpften jedenfalls mit ähnlicher Begeisterung in der zweiten Halbzeit um jeden Ball, sodass den Gastgebern nach der Pause erst in der 56. Minute zum 18:26 das erste Feldtor gelang.

LSC-Keeper Valentin Inzenhofer zeigte eine starke Leistung.
Copyright: Foto: Uli Herhaus
„Die Ansprache in der Kabine hat gefruchtet, die neue Gier der Defensive war die Grundlage“, erklärte Stark die in dieser Hinsicht vielleicht beste zweite Hälfte der Saison. Der Innenblock mit einem starken Torwart Valentin Inzenhofer (zwölf Paraden) schien unüberwindbar, dazu demonstrierten auf der anderen Seite die Kreisläufer Malte Nolting und Dustin Thöne eindrucksvoll ein variantenreiches und erfolgreiches Angriffsspiel.
Im ersten Abschnitt konnte sich bei wechselnden Führungen keine Mannschaft absetzen. Lukas Martin Schulz hatte mit einem seiner acht Treffer für den Gleichstand gesorgt. Mit vier Toren in Folge zeichnete sich aber schnell die Wende zugunsten des LSC ab, spätestens mit dem 27:18 durch Malte Nolting (56.) war die Widerstandskraft des starken Aufsteigers gebrochen.
Wir spielen in einer geilen Liga, diese Duelle auf Augenhöhe machen Riesenspaß
„Wir spielen in diesem Jahr einfach in einer geilen Liga, diese Duelle auf Augenhöhe machen Riesenspaß“, sagte Stark.
Tore: Nolting, Peters (je 4), Schulz (8/2), Thöne (7), Richter (2), Pyszora, Dahlke, Gerfen (je 1).
Die Handballerinnen des 1. FC Köln haben in der Dritten Bundesliga die guten Leistungen der Hinrunde bestätigt und auch das rheinische Derby bei Fortuna Düsseldorf 30:27 (12:16) gewonnen. „Wenn man die ersten zehn Minuten völlig verschläft und am Ende so souverän gewinnt, ist das auch ein Zeichen von Stärke“, sagte Trainer Ingo Häußler.
Sina Juhnke warf nach dem 0:5 das erste Tor für den FC, der in der ersten Hälfte ständig einem Rückstand hinterherlief. „Wir haben unseren Plan beibehalten und lagen damit richtig, denn wir haben bis zur Pause nur sehr viele freie Wurfchancen nicht genutzt“, erklärte Häußler den Umschwung im zweiten Abschnitt.
Lisa Slomka glich zum 17:17 aus und legte noch ein Tor vor, dann setzte sich der FC ab und nach dem 29:24 (57.) durch Madita Schut war die Entscheidung gefallen. Zugang Lisa Kunert war bei ihrem zweiten Einsatz die erhoffte Verstärkung. (flö)
Tore: Kunert (5), Kilmer (5), Slomka (6/4), Schut (3), Demmerath (4), Flohr, Kottmann, Funken (je 2), Juhnke (1).
