Abo

Niederlage im DerbyDeshalb ist DSHS Köln gegen Leverkusen chancenlos

2 min
Ein Volleyballtrainer steht während einer Auszeit im Kreise seines Teams.

Kölns Trainer Jimmy Czimek benannte die Schwächen seines Teams ohne Umschweife. 

Die Volleyballerinnen vergeben im ersten Durchgang zwei Satzbälle. Die vertanen Chancen und einige Entscheidungen der Schiedsrichter bringen das Team entscheidend aus dem Rhythmus.

Die zweite 0:3-Niederlage in Folge gab dem Team DSHS Snowtrex Köln zu denken. Nach dem bitteren Auswärtsauftritt in Borken gab es auch im Derby der zweiten Volleyball-Bundesliga der Damen gegen den TSV Bayer Leverkusen eine Klatsche. Die Spielerinnen von Trainer Jimmy Czimek verloren mit 27:29, 14:25 und 19:25.

„Der erste Satz war richtungweisend“, sagte der Trainer, als er sich an die ersten 37 Minuten erinnerte. Seine Mannschaft hatte sich in der heimischen Halle 22 am Müngersdorfer Sportpark eine 24:22-Führung und zwei Satzbälle erarbeitet. „Wir haben sie aber nicht durchgebracht und waren dann schon traurig“, gab Czimek zu.

Nicht nur die verpassten Chancen, sondern auch einige unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen brachten den Heimtrainer auf die Palme. „Wenn wir Stress bekommen, finden wir nicht mehr den Weg aus dieser Situation“, benannte der Volleyball-Dozent von der Deutschen Sporthochschule die mentale Problematik seines Teams klar. „Unsere Köpfe waren dann unten und wir wurden von Leverkusen überrollt.“

Eine Volleyballspielerin wirft sich im Kampf um den Ball auf den Boden. Eine Mitspielerin steht vor ihr und feuert sie an.

Trotz ihres kämpferischen Einsatzes reichte es für die Kölner Volleyballerinnen gegen Leverkusen nicht zum Sieg.

Innerhalb von 25 Minuten gaben die Junkersdorfer Spielerinnen in ihrer voll besetzten Heimspielstätte den zweiten Satz ab. „Im dritten Satz waren wir wieder dran“, lobte Czimek vor allem Emelie Siegener, die von Leverkusen später zur wertvollsten Spielerin (MVP) gewählt wurde, und Melanie Gosmann. Der Außenangreiferin wurde beim Stand von 17:17 ein technischer Fehler abgepfiffen. Über diese Entscheidung konnte man laut des Übungsleiters streiten.

Nicht nur das 18:17 ging an Leverkusen, sondern auch die nächsten drei Punkte. So endete der finale Durchgang auch mit 19:25 gegen die Kölnerinnen. „Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Man merkt einfach, dass wir nicht eingespielt sind und wenn dann auch noch ein starker Gegner wie Leverkusen und andere Begleitumstände dazukommen, reicht es eben nicht“, sagte der Trainer.

Man merkt einfach, dass wir nicht eingespielt sind. Und wenn dann auch noch ein starker Gegner dazukommt, reicht es eben nicht
Jimmy Czimek, Trainer des Teams DSHS Köln

„Jetzt müssen wir die letzten Wochen einfach abhaken und nach dem Motto ‚Das nächste Spiel ist immer das wichtigste‘ vorgehen.“ Am Samstag bei Schlusslicht Oythe können es seine auf Rang sechs abgerutschten Spielerinnen besser machen.

Im sportlichen Tief wirkt die Entscheidung der DDV-Mitgliederversammlung zur Einführung der neuen Zweiten Bundesliga Pro aus Kölner Sicht aktuell unpassend. Trotzdem ist für Jimmy Czimek klar, dass sein Verein – ebenso wie Leverkusen und vier weitere lizenzierte Vereine – zur Saison 2023/24 in die höherwertige Liga gehen muss: „Wenn es eine neue Tür gibt, muss man versuchen durchzugehen. Wir wollen uns mit den bestmöglichen Mannschaften messen“, sagte er.