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FrauenfußballBayer 04 Leverkusen schlägt HSV – Nicht schön, aber wichtig

Leverkusener Fußballerinnen setzen sich 2:0 und verkürzen den Rückstand auf Tabellenplatz drei.

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LEVERKUSEN, GERMANY - NOVEMBER 7, 2026: Cornelia Kramer Bayer 04 Leverkusen, 7 celebrates her goal making it 10 during the Women s Bundesliga match on gameday 9 between Bayer 04 Leverkusen vs. Hamburger SV at Ulrich-Haberland-Stadion on November 7, 2026 in Leverkusen, Germany. DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. Northrhine-Westphalia Germany Copyright: xAxelxKohringx

Torjubel bei Leverkusens Cornelia Kramer

Der Sieg war kein Glanzstück, aber von großer Bedeutung. Darin waren sich die Fußballerinnen und Verantwortlichen des Erstligisten Bayer Leverkusen nach dem 2:0 (0:0) gegen den Hamburger SV einig. „Es war Zeit für ein Erfolgserlebnis“, befand Bayer-Kapitänin Carolin Simon mit Blick auf die jüngsten Niederlagen in Pokal und Meisterschaft. Dazu kam die Gunst des Augenblicks: Weil die direkte Konkurrenz aus Frankfurt (1:3 gegen Wolfsburg) und Bremen (1:3 in München) Federn ließ, verkürzte Bayer 04 den Rückstand auf den angepeilten dritten Platz auf einen Zähler. „Die Hauptsache ist, dass wir es geschafft haben, uns wieder an die vorderen Plätze heranzukämpfen“, meinte Leverkusens Trainer Roberto Pätzold.

Er hatte seine Anfangsformation nach dem 0:1 im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern München nur auf einer Position verändert und wie erwartet Sofie Zdebel nach ihrem Kurzzeit-Comeback in München anstelle von Caroline Kehrer starten lassen. Die Mittelfeldspielerin versuchte es nach wenigen Sekunden mit einem ersten, allerdings verunglückten Abschluss. Insgesamt blieb es jedoch zunächst ein Spiel ohne Highlights. Es dauerte bis Mitte der ersten Halbzeit, ehe Cornelia Kramer HSV-Keeperin Kinga Szemik prüfte. Kurz darauf verhinderte auf der Gegenseite HSV-Innenverteidigerin Lilla Turanyi einen Torerfolg ihrer ehemaligen Teamkollegin Paulina Bartz (27.). Valentina Mädl verfehlte mit ihrem Kopfball nach Flanke von Simon das Gästetor, ehe die Hamburger Stürmerin Melanie Brunnthaler im Eins-gegen-Eins-Duell an der aufmerksamen Bayer-Torhüterin Rafaela Borggräfe scheiterte. Kurz danach ging es in die Kabinen.

Kramer trifft zum 1:0 für Leverkusen

Auch nach Wiederanpfiff fehlte es Leverkusen an Durchschlagskraft gegen solide verteidigende Gäste. Nach knapp einer Stunde reagierte Pätzold und brachte für Mädl und Zdebel nun die zuletzt krankheitsbedingt fehlende Loreen Bender und Kehrer. Letztere bereitete dann zwei Minuten später das 1:0 vor, indem sie eine Hereingabe unbeabsichtigt mit der Schulter verlängerte. Der Ball landete bei Kramer, die entschlossen einschoss und damit ihren fünften Saisontreffer erzielte (58.). Die Reaktion der Gäste blieb überschaubar. Nikola Karczewska, ebenfalls einst für Leverkusen am Ball, kam zu einer guten Gelegenheit, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Borggräfe. Mit der letzten Aktion gelang der eingewechselten Lobke Loonen dann das 2:0, und wie: Im Sprint legte sie den Ball per Bauerntrick rechts an der herausgeeilten Hamburger Torhüterin vorbei, überholte diese auf der anderen Seite und schoss ein (90.+5).

„Dass wir mit Schlusspfiff noch das 2:0 machen, freut mich vor allem für Lobke“, sagte Pätzold. Spielentscheidend sei vor allem die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gewesen, meinte er. „Nach der Halbzeit war unsere Führung von den Spielanteilen und Möglichkeiten her absolut verdient. Danach mussten wir noch einige brenzlige Situationen überstehen, haben uns nach Kräften gewehrt und die Partie mit sehr viel Leidenschaft und Cleverness zu Ende gespielt“, analysierte Pätzold.

Weiter geht es für sein Team am 16. November (18 Uhr) mit der Partie beim Aufsteiger VfB Stuttgart