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Nach TrainerwechselHeiko Dietz implementiert seine Ideen beim SV Schlebusch

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Heiko Dietz, Trainer des SV Schlebusch

Der 45-Jährige steht am Sonntag in der Partie beim SC Fortuna Bonn vor seiner Premiere beim Leverkusener Team.

„Ich bin in meiner Entscheidung bestätigt worden“, sagt Heiko Dietz nach zwei Trainingswochen beim SV Schlebusch. Der neue Trainer und ehemalige Spieler hat im Bühl zwar den Tabellenletzten der Fußball-Landesliga übernommen, sieht in seiner Mannschaft aber mehr. „Es gibt in der Truppe einen guten Spirit und der Kader ist ausgeglichen“, hält der Chefcoach fest, der zuvor beim Liga-Konkurrenten Bonn-Endenich arbeitete.

Bis auf Spielgestalter Murat Aydin und Defensivspezialist Ensar Taskiran sind keine Leistungsträger verletzt. Also kann der 45-Jährige, der die Nachfolge von Sven Bellinghausen und Interimscoach Nedim Basic angetreten hat, am Sonntag (14.30 Uhr) beim SC Fortuna Bonn fast aus dem Vollen schöpfen. „Teambuilding-Maßnahmen waren nicht nötig, wir haben ganz normal auf dem Platz trainiert“, erklärt Dietz die Vorbereitung auf seine SVS-Trainerpremiere.

Damit wir nach einem Gegentor nicht zusammenbrechen wie ein Kartenhaus, werden wir in diesem Fall als Team in einem Kreis zusammenkommen
Heiko Dietz, Trainer des SV Schlebusch

In insgesamt sechs Übungseinheiten konnte er die vier Phasen des Spiels, also das Verhalten bei Ballgewinn, Ballverlust, im eigenen und im gegnerischen Ballbesitz, aufgreifen und seine Ideen implementieren. „Ich werde unseren Plan für das Bonn-Spiel natürlich nicht verraten, aber er steht und wird greifen“, meint der Hoffnungsträger auf der Trainerbank.

Da er ein Team übernommen hat, in dem als Fünfter der Vorsaison viel Potenzial schlummert, das aber die sieben letzten Punktspiele allesamt verloren hat, bereitete er es auch auf den Umgang mit Misserfolg vor. „Damit wir nach einem Gegentor nicht zusammenbrechen wie ein Kartenhaus, werden wir in diesem Fall als Team in einem Kreis zusammenkommen.“ Dann solle der Spieler, dem die richtigen Worte auf der Zunge liegen, ein paar Takte an alle richten, um den Turnaround zu schaffen. „Ob das unser Kapitän Sebastian Bamberg ist oder jemand anderes ist egal. Es geht darum, dass wir wieder an unsere Stärken glauben“, fordert Dietz.

Bei nur sieben Punkten aus zwölf Spielen könnte das Duell bei Fortuna Bonn gerade recht kommen. Schließlich steht der Drittletzte mit nur drei Punkten mehr da. „Wir schauen nicht primär auf das, was Bonn macht“, versucht der Schlebuscher die gegnerische Heimstärke nach Siegen gegen Homburg-Nümbrecht und Hohkeppel II (je 1:0) auszublenden und ergänzt: „In uns selbst steckt viel, viel mehr. Das ist eine sehr intakte Mannschaft, die jetzt die Kurve kriegen kann.“