Warum Olympia in Köln? Das haben wir Medaillengewinner aus der Region gefragt. Viele brennen für die Idee, doch nicht alle teilen die Begeisterung.
Tiafack, Horn, Nasse-Meyfarth„Absoluter Gamechanger“ – Was Kölner Olympioniken von Spielen im Rheinland halten

Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gewann Boxer Nelvie Tiafack die Bronzemedaille. Beim Empfang der deutschen Olympia-Mannschaft wurde er vor dem Kölner Dom gefeiert.
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Sie haben olympische Medaillen gewonnen und Olympische Spiele erlebt. Jetzt könnte dieses Sportevent, das viele Jahre ihrer Karrieren bestimmt hat, in zehn bis 18 Jahren direkt vor ihrer Haustür stattfinden – wenn der Bürgerentscheid bis zum 19. April in Köln-Rhein-Ruhr positiv ausfällt. Und sich die Region gegen die anderen deutschen Bewerberstädte München, Berlin und Hamburg durchsetzt und Deutschland dann auch noch mit dem NRW-Vorschlag den Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für die Ausrichtung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 bekommt.
Was denken Olympioniken aus der Region über das Konzept Köln-Rhein-Ruhr? Für wie realistisch halten Sie die Idee? Welchen Wert für Köln, für NRW, für die Gesellschaft in Deutschland sehen sie in der Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele? Wir haben gefragt: Warum Olympia in Köln?
Frank Wieneke (64) - Judo - Gold 1984 und Silber 1988
„Der Kölner ist ein besonderer Schlag Mensch. Humorvoll, gut gelaunt und vor allem sehr gastfreundlich. Ich bin zugezogen. 1985 bin ich für den Sport nach Köln gekommen und habe mich direkt wohl gefühlt. Ich glaube, dass es Athleten und Funktionären anderer Nationen und den internationalen Gästen genauso gehen würde. Andersherum wäre es toll, diese Mentalität, diese besonderen Traditionen, die die Region ausmachen, in die Welt zu tragen. Sport verbindet einfach – so eine Chance, die darf man nicht verstreichen lassen. Köln würde das wuppen und könnte sich von seiner besten Seite präsentieren. Aktuell gefallen mir nicht alle Entwicklungen in der Stadt. Aber Olympische Spiele wären ein enormer Zugewinn – mit Aufschwung für die Infrastruktur.

Als Bundestrainer führte Frank Wieneke Judoka Ole Bischof in Peking zum Olympiasieg. Vorher stand der Kölner selbst zweimal auf dem Podest: mit Gold 1984 in Los Angeles und Silber 1988 in Seoul.
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Auch aus der Perspektive als Mitarbeiter der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes in Köln muss ich sagen: Das könnte personell einen riesigen Aufschwung bedeuten, für den Standort Köln, aber auch für NRW und Gesamtdeutschland. Die Wertigkeit der Kollegen und die Qualität von Training würden steigen – denn ohne Trainer keine Spitzenleistung und kein Olympia.
Ich will nicht sagen, dass es keine Gegenargumente gibt. Aber man muss sich auch mal auf die positiven Dinge konzentrieren. Und die überwiegen. Also: Ich befürworte Olympische Spiele in Deutschland. Sollten sie in meiner Wahlheimat stattfinden, dann ganz besonders.“
Ulrike Nasse-Meyfarth (69) - Hochsprung - Gold 1972 und 1984
„Ich priorisiere keine der deutschen Städte. Ich war 2024 in Paris und 2012 auch in London, ein Vergleich der jetzigen Bewerber mit diesen großflächigen Metropolen fällt mir schwer. Man wollte mich schon für die Bewerbung von München vor den üblichen Botschafter-Karren spannen, weil ich für die Menschen dort immer noch ein Gesicht der Spiele von 1972 bin. Aber ich halte mich zurück, auch in NRW. Ich finde, dass diese nationalen, vom DOSB veranstalteten Ausscheidungswettkämpfe großer Unfug sind.
Schon die damit für die vier Bewerberstädte verbundenen Kosten sind unverantwortlich. Und die eigentlichen Kosten für die Spiele selbst wurden von keinem der Bewerber kalkuliert. Wie soll das auch seriös gehen für Sommerspiele, die erst 2036, 2040, 2044 anstehen könnten? Diesen ständigen Hinweis, dass insbesondere in NRW ja alle notwendigen Sportanlagen bereits bestehen, habe ich noch nie verstanden. Die überschuldeten Kommunen werden sich bedanken, wenn sie ihre vielen schon heute renovierungsbedürftigen Sportstätten von Grund auf neu herrichten müssen.

Als damals 16-Jährige feierte Ulrike Nasse-Meyfarth 1972 ihren ersten Olympiasieg bei den Spielen in München. 1984 legte sie mit einer zweiten Goldmedaille in Los Angeles nach.
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Ich bin nicht gegen Olympische Spiele mal wieder in Deutschland. Ich verlange aber eine nicht von der Befragung der Bürger abhängige Entscheidung des Bundes, welche Stadt ins internationale Rennen gehen soll. So kann ein teurer Wettbewerb mehrerer Bewerber auf Kosten der Steuerzahler vermieden werden.
Für wenig überzeugend halte ich das nach dem dürftigen sportlichen Abschneiden bei den Winterspielen in Mailand/Cortina gerade wieder aufgekommene Argument pro Olympia, dass man einen positiven Impuls für unsere Gesellschaft brauche und Motivation und Ansporn für die Athleten, um ganz vorn mitspielen zu können. Die auf einem Rekordhoch befindliche Gesamtverschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden soll da keine Rolle spielen?
Biathlon-Legende Sven Fischer brachte es jüngst in einem Interview auf den Punkt: ‚Die Wertigkeit des Sports vom Kindergarten und in der Schule bis zur Nachwuchsförderung muss bei uns wieder dauerhaft und konstant gut sein.‘ Von der Veranstaltung Olympischer Spiele hängt diese Wertigkeit nicht ab.“
Nelvie Tiafack (27) - Boxen - Silber 2024
„Olympia ist das Größte überhaupt, was ein Sportler erleben kann. Es ist die größte Bühne, du bekommst die höchsten Einschaltquoten. Allein, um sich zu qualifizieren, musst du zu den Besten der Welt in deinem Sport gehören. Und dann noch eine Medaille zu gewinnen – da fehlen mir die Worte. Darum wären Olympische Spiele in Köln und NRW ein absoluter Traum für mich – mit dem Boxturnier in der Lanxess-Arena. Köln hat alles zu bieten: Sportstätten, Unterkünfte, gut vernetzten Verkehr. Und das Wichtigste: totale Sportbegeisterung.

Boxer Nelvie Tiafack (rot) im Halbfinale bei den Olympischen Spielen in Paris. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille ist der Kölner vom Amateur- in den Profisport gewechselt.
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Der Sport gehört zu Köln, aus Köln kommen viele der erfolgreichsten Sportler Deutschlands. Wenn Olympia hierherkommen würde, wäre das ein absoluter Gamechanger für die Stadt. Man würde da ein Leben lang drüber sprechen. Es wäre etwas Historisches, fast wie der Kölner Dom. Dazu noch ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft in der Region. Paris hat uns 2024 gezeigt, wie man Olympia in einer tollen Stadt mit großer Geschichte zu einem Mega-Event machen kann. Da sollte sich Köln ein Vorbild nehmen.“
Max Rendschmidt (32) - Kanu - Gold 2016, 2021 und 2024
„Olympia in der Heimat – das ist etwas ganz Besonderes für die Sportler, aber auch für die Fans. Einen Hauch davon konnte ich in Paris erleben, ganz in der Nähe von zu Hause. Im Vergleich zu meinen Teilnahmen in Rio und Tokio hatten die Spiele 2024 ihren ganz eigenen Charme – allein, weil die Familie vor Ort war. Sonst mussten sie 10.000 bis 12.000 Euro investieren, um dabei zu sein. Bei einer Ausrichtung in der Region ist das natürlich für alle viel günstiger.
Dass ich 2036, geschweige denn 2040 oder 2044 als Aktiver teilnehme, ist unwahrscheinlich. Aber selbst als Sportbegeisterter wäre es ein Riesending. In Paris hat man gemerkt, wie sehr der Sport gepusht wird, welche Begeisterung der Sport entfachen kann – das zu erleben hat seine ganz eigene Klasse.

Der Kanute Max Rendschmidt aus Niederkassel durfte bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Paris die deutsche Flagge ins Stade de France tragen. Zuvor gewann er sein viertes Olympia-Gold im Kajak.
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Was ich merke, ist, dass allein durch die Überlegungen einer Bewerbung und die Abstimmung darüber, der Sport in den Vordergrund rückt. Die Politik will mehr reinstecken. Egal ob Breitensport oder Spitzensport: Wenn die Sportstätten wieder hergerichtet und modernisiert werden, profitieren da alle von. Deshalb würde ich meinen Haken auf jeden Fall bei ‚Ja‘ setzen.
Natürlich muss man bedenken, dass eine riesige Verantwortung mit einer Ausrichtung einhergehen würde – und auch Einschränkungen. Die Bürgerinnen und Bürger werden mit Sicherheit merken, wenn der Verkehr nicht so fließt, wie sonst. Aber es wären knapp drei Wochen bei den Olympischen Spielen und rund zwei Wochen bei den Paralympics. Das ist überschaubar.“
Steffi Nerius (53) - Speerwurf - Silber 2004
„Ich bin natürlich fasziniert von Olympischen und Paralympischen Spielen, ich mache gefühlt mein ganzes Leben lang nichts anderes, als da hin zu fahren. Ich war bei vier Olympischen Spielen als Athletin und bei sechs Paralympischen Spielen als Trainerin. In Athen habe ich eine Medaille gewonnen, an der Geburtsstätte Olympischer Spiele.
Wenn ein solches sportliches Highlight bei uns stattfinden könnte, wäre das ein absoluter Mehrwert für die Region. Olympische und Paralympische Spiele sind ein Motor, der etwas verändern kann. Als Leiterin eines Sportinternats wünsche ich mir, dass junge Talente dazu angeregt werden, mit dem Sport zu beginnen, sich zu begeistern, vielleicht den Traum von Olympia oder Paralympics zu leben.

Als Athletin nahm Steffi Nerius, hier beim Silber-Erfolg 2004 in Athen, an vier Olympischen Spielen teil. Als Trainerin betreute sie Leverkusener Para-Leichtathleten, unter anderem Markus Rehm, bei sechs Paralympics.
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Bei unseren Sportstätten haben wir definitiv Nachholbedarf und unabhängig davon, ob wir eine Zusage bekommen für Olympia und Paralympics, werden ja jetzt schon allein durch die Bewerbung von Bund und Land erste Gelder für den Sport mobilisiert. Bekommen wir die Spiele, würde sich da sicherlich noch deutlich mehr tun.
Mein mit Abstand bestes Erlebnis hatte ich bei den Paralympischen Spielen 2012 in London. Das Leichtathletikstadion war immer voll, egal zu welcher Uhrzeit. Es waren immer 80.000 Zuschauer da, ein fachkundiges, wirklich tolles Publikum. Die Leute wussten genau Bescheid, sie waren fair, sie waren neutral und haben alle angefeuert.Ich glaube, dass wir das auch können. Ich fand das deutsche Publikum bisher immer toll. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es bei uns sehr viele Sport-Fanatiker gibt. Sie beschäftigen sich mit den Disziplinen, sind fachkundig, emotional und auch fair – sie wissen Leistungen zu schätzen und können sie anerkennen.
Die Spiele in Paris fanden alle toll. Und grundsätzlich sollte man sich von allem, was man gut findet, etwas abgucken. Aber ich würde davon abraten, zu versuchen, Paris zu kopieren. Jede Stadt hat ihre Eigenheiten. Wir könnten Beachvolleyball am Dom machen, in Anlehnung an Beachvolleyball unterm Eiffelturm. Aber wenn wir auf Schalke eine Schwimmarena einrichten und da 80.000 Leute zugucken, dann gab es das auch noch nie und wir haben etwas ganz Eigenes. Mit unseren Kulissen in NRW und unserer authentischen Art und Weise können wir auch auf jeden Fall punkten, davon bin ich überzeugt.“
Markus Rehm (37) - Para-Weitsprung - Gold 2012, 2016, 2021 und 2024
„Ich glaube, dass wir hier großartige Spiele ausrichten könnten, wir sind eine so sportbegeisterte Region. Mein Traum ist es, dann die olympischen und paralympischen Athleten näher zusammenzubringen. Am besten, indem man die Abschlussfeier der Olympischen Spiele mit der Eröffnungsfeier der Paralympics verbindet.
Ich stelle mir einen Staffellauf der Inklusion vor. Wir haben acht Bahnen im Stadion, acht Nationen, und jedem Team gehören zwei olympische und zwei paralympische Athleten an. Man lässt das Olympische Feuer nicht erlöschen, sondern trägt es auf die Laufbahn und gibt es symbolisch in dem Staffelrennen weiter. Die Siegermannschaft bekommt dann die Ehre, das paralympische Feuer mit der olympischen Flamme zu entzünden. Ein Feuer, eine große Bühne, ein Miteinander. Mehr Inklusion geht nicht. Das könnte unser Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Bewerberstädten sein.

Markus Rehm vom TSV Bayer 04 Leverkusen ist fünffacher Paralympics-Sieger. Die erste Goldmedaille hat er 2012 in London im Weitsprung gewonnen. Zuletzt siegte er in Paris.
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Spiele in Deutschland könnten den Blick auf den Parasport komplett verändern. Viele junge Menschen, die vielleicht eine körperliche Einschränkung haben, haben oft noch ein falsches Bild, sie können sich nicht damit identifizieren, haben aber auch keine Vorstellung, wie professionell der Parasport inzwischen geworden ist.
Natürlich wird man über das Thema Geld sprechen müssen. Aber in der Region würde nichts gebaut werden, das stehen bleibt und hinterher nicht mehr gebraucht wird. Das ist für mich sehr stimmig und nachhaltig, so stelle ich mir das für die Zukunft der Spiele vor. Sonst wird es irgendwann schwer, überhaupt noch Ausrichter zu finden.
Ich hoffe, dass die Bevölkerung die Chancen sieht, zum Beispiel für eine Verbesserung der Infrastruktur. Ich wäre sehr dankbar, wenn diese Region deutlich barrierefreier wird. Das kommt uns eines Tages allen zugute, nicht nur den Menschen, die eine Einschränkung haben. Wir werden alle älter und weniger mobil.
Das schönste Argument für mich, warum das Konzept Köln-Rhein-Ruhr den Zuschlag bekommen sollte, ist aber das Olympische Dorf. Wir könnten dort 95 Prozent der Athletinnen und Athleten unterbringen, alle zusammen, das ist wahnsinnig toll.“
Nike Rühr (geb. Lorenz) (29) - Hockey - Bronze 2016
„Ich war bei den Olympischen Spielen in Rio, Tokio und Paris. Ich sehe im Sport einen enormen Wert für die Gesellschaft, deshalb sehe ich auch in der Ausrichtung Olympischer Spiele einen enormen Wert. Sich die Begeisterung und die Aufopferungsfähigkeit von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern in die Stadt zu holen und sich davon ein paar Wochen mitreißen zu lassen, wäre wirklich toll.

Nike Rühr (geboren Lorenz) qualifizierte sich für drei Olympische Spiele. 2016 gewann die Kölnerin mit der Hockey-Nationalmannschaft die Bronzemedaille in Rio de Janeiro.
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Als junge Athletin zu wissen, dass Olympia im eigenen Land stattfinden wird, hätte mir Antrieb ohne Ende gegeben. Mir fällt spontan nichts ein, das mir mehr Motivation gegeben hätte. Ein internationales Turnier in deinem zu Hause zu haben, ist so selten. Und dann noch Olympische Spiele, das Turnier überhaupt, da fällt mir nichts besseres ein. Noch dazu würde man sportlich profitieren, weil Olympische Spiele im eigenen Land den Sport absolut in den Fokus rücken. Uns fehlt abseits des Fußballs so viel Sichtbarkeit und Wertschätzung. Da sehe ich bei der Ausrichtung Olympischer Spiele das größte Potenzial – unabhängig davon, welche Sportstätte aufgebaut oder saniert wird.
Ich bin aber gespannt, ob Köln-Rhein-Ruhr wirklich Chancen gegen die nationalen Konkurrenten München, Berlin und Hamburg hat. Die Erreichbarkeit der einzelnen Sportstätten in der Region könnte problematisch werden. Ausnahmen, die etwas weiter draußen liegen, gibt es immer. Aber der Kern der Spiele muss für mich an einem Ort stattfinden. Es muss das Gefühl gegeben sein, wir sind alle in einer Stadt und hier finden die Olympischen Spiele statt. Vom Olympischen Dorf im Kölner Norden zum Beispiel nach Gelsenkirchen ins Schalker Stadion zum Schwimmen zu pilgern, das kommt mir zu weit vor.“
Timo Horn (32) - Fußball - Silber 2016
„An die Olympischen Spiele 2016 erinnere ich mich immer gerne zurück. Das war eine einmalige Erfahrung, für die ich wirklich dankbar bin. Wir sind damals mit einer bunt zusammengewürfelten Mannschaft nach Brasilien geflogen, durften in vielen tollen Stadien spielen: Belo Horizonte, Sao Paulo, Brasilia. Wir standen in der Vorrunde kurz vor dem Aus, haben nur durch ein Tor von Serge Gnabry in letzter Sekunde das Halbfinale erreicht. Das war sehr emotional.

Timo Horn, der Torhüter vom VfL Bochum und frühere Spieler des 1. FC Köln war bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro dabei – und gewann die Silbermedaille.
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Für die letzten Tage des Turniers sind wir dann noch ins Olympische Dorf eingezogen, was ein tolles Erlebnis war. Da sind einfach so viele Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt zusammengekommen, die jahrelang alles für ihren Traum gegeben und auf das Ziel Olympia hingearbeitet haben.
Und dann das Finale gegen Brasilien im Maracana vor 60.000 Zuschauern. Alle waren natürlich gegen uns, mit der Vorgeschichte von 2014. Allein bei der Nationalhymne hat man gespürt, was dem ganzen Land dieses Spiel bedeutet. Wir haben leider im Elfmeterschießen verloren, aber trotzdem die Silbermedaille gewonnen. Das war unglaublich, so etwas erlebt man wirklich nur einmal im Leben. Ich kann es nur jedem empfehlen, der die Möglichkeit bekommt. Deshalb wäre es großartig, wenn wir so ein Ereignis hier in der Region direkt vor Ort hätten.“

