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„Zwei von drei Kriterien erfüllt“Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Ittrich fordert Rot für Messi

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Lionel Messi jubelo nach einem Treffer gegen Algerien.

Lionel Messi hatte beim argentinischen WM-Auftakt einiges zu bejubeln. Doch nach 30 Minuten im Spiel hätte der Superstar auch vom Platz fliegen können.

Lionel Messi fällt mit einem groben Foul auf, das ungeahndet bleibt. Ex-Schiedsrichter Ittrich hätte ihn vom Platz gestellt.

Eine kontroverse Aktion von Lionel Messi überschattete seine ansonsten herausragende Vorstellung in der Partie gegen Algerien nach rund 30 Minuten. Von hinten traf der argentinische Star einen Kontrahenten an der Achillessehne. Die Reaktion des Schiedsrichters fiel milde aus: Er zückte weder die Gelbe Karte noch sprach er einen Feldverweis aus.

Für den TV-Experten Patrick Ittrich war diese Vorgehensweise unverständlich. Der frühere Referee der Bundesliga machte deutlich, dass er den argentinischen Nationalspieler für dieses Vergehen vom Platz gestellt hätte.

Ittrich über Messi-Foul: Zwei von drei Kriterien für eine Rote Karte erfüllt

Als möglichen Grund für die Nachsicht des Unparteiischen nannte Ittrich den Überraschungsmoment. „Das ist ein toter Raum und du rechnest als Schiedsrichter null damit, dass da irgendwas passiert. Deswegen, glaube ich, schaltest du ein bisschen ab“, lautete seine anfängliche Analyse zur Perspektive des Schiedsrichters.

In der Analyse des Vergehens selbst fand Ittrich klare Worte. „Wenn wir die Szene jetzt ein bisschen sezieren, sehen wir, dass Messi schon irgendwie versucht, erstmal zum Ball zu gehen und dann mit der offenen Sohle in die Achillessehne tritt“, so die Beobachtung des 46-Jährigen. Anschließend erklärte er eine Regelkomponente, die bei übertriebener Härte relevant wird und auf drei Faktoren basiert: der Möglichkeit, den Ball zu erreichen, der Art des Treffers und der Intensität der Bewegung.

Ein Platzverweis ist nach Ittrichs Ausführungen normalerweise gerechtfertigt, sobald zwei der drei genannten Aspekte zutreffen. „Jetzt sind hier locker zwei erfüllt“, konstatierte er. Vor allem die fehlende Aussicht auf den Ballgewinn sei ein entscheidender Punkt gegen Messi gewesen. „Die Chance, den Ball zu spielen, hat er null, weil er von hinten reinrennt.“ Ebenso beurteilte er die Art des Kontakts als kritisch: „Das sieht ganz übel aus. Das ist die offene Sohle in die Achillessehne rein.“

Warum der Videoassistent wohl nicht eingriff

Lediglich bei der Intensität der Aktion sah der Fachmann Abstriche. Dies sei womöglich die Ursache dafür, dass der Videoassistent (VAR) passiv blieb. „Das ist der einzige Grund, weswegen sich der Videoassistent nicht reingegangen ist“, erläuterte Ittrich und beschrieb die Vorgänge im „Video Operation Room“, der bei der WM die Funktion des Kölner Kellers übernimmt.

Der ehemalige Schiedsrichter schilderte den immensen Druck bei einer derartigen Entscheidung, gerade bei einem prominenten Akteur wie Messi: „Dann hast du erstmal ein paar Schweißbänder auf der Stirn und denkst: Boah, was mache ich jetzt?“ Dennoch wich Ittrich nicht von seiner eindeutigen Position ab und zog Parallelen zu ähnlichen Situationen in der Bundesliga, bei denen härter durchgegriffen wurde.

Selbst eine eventuell nicht vorhandene Intention ändere nichts an der Bewertung, so der Experte. „Das ist kein Grund, um hier keine rote Karte zu geben“, betonte er. Die besondere Tragweite des Moments wird im Nachhinein deutlich: Hätte Messi einen Feldverweis erhalten, wären seine darauffolgende Glanzleistung und zwei weitere Treffer unmöglich gewesen.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt. (red)