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Der unvollendete AnführerJoshua Kimmich will bei seiner dritten WM endlich Erfolg

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WM 2026 - Deutschland - Curaçao

Ein typischer Joshua Kimmich beim Jubeln mit geballten Fäusten nach seiner Torvorlage für Deniz Undav.

Kapitän Kimmich führt das DFB-Team in den WM-Härtetest gegen die Elfenbeinküste. Es ist eine neue Chance für seine Generation.

Kapitän Joshua Kimmich führt das DFB-Team in die nächste Herausforderung. Nach dem Kantersieg gegen Curaçao wartet nun die Elfenbeinküste.

Joshua Kimmich (31) nahm auch am mannschaftsfreien „Family Day“ seine Pflichten wahr. Der Spielführer der deutschen Auswahl informierte in der Wake Forest University in Winston-Salem die Pressevertreter zur Stimmung im Team nach dem 7:1-Erfolg über Curaçao. Zudem äußerte er sich zum kommenden Härtetest gegen die Elfenbeinküste.

Währenddessen entwickelt Bundestrainer Julian Nagelsmann gemeinsam mit seinem Team und den DFB-Analysten die Strategie für das Spitzenspiel in Gruppe E. Der 1:0-Sieg der Ivorer gegen Ecuador ist schon ausgewertet worden. „Die beiden Gegner, die jetzt kommen, sind schon richtig, richtig gut. Die haben eine unfassbare Körperlichkeit, viel Speed und viele Topspieler“, sagte Nagelsmann. Der hohe Erfolg gegen Curaçao spiele keine Rolle mehr, die Konzentration gelte zukünftigen Aufgaben.

Kimmichs Rolle: Anführer und Vorbild

Kimmich leitet die Nationalelf bei seiner dritten WM-Teilnahme zum ersten Mal als Spielführer. Seine Funktion als Anführer wurde von Sportdirektor Rudi Völler als „Fahnenträger für uns alle“ umschrieben. Er gehe voran, sei ein „Vorbild“ für seine Mitspieler und, so Nagelsmanns Worte, „mein Leader“.

WM 2026 - Deutschland - Curaçao

In Houston führte Joshua Kimmich die Nationalelf erstmals als Kapitän in ein WM-Spiel.

Der Start in das Turnier in Amerika verlief für Kimmich mit einem Sieg im ersten Spiel – eine für ihn ungewohnte Situation. Bei den Weltmeisterschaften 2018 in Russland (0:1 gegen Mexiko) sowie 2022 in Katar (1:2 gegen Japan) gab es zum Auftakt jeweils eine Niederlage. Für den Akteur mit 111 Länderspielen ist es daher wahrscheinlich, dass er bei der Endrunde in Kanada, Mexiko und den USA zum ersten Mal eine Partie in der K.o.-Phase bestreiten wird.

Die eigene WM-Historie und die Funktion in der Mannschaft

Der Spieler mit der zweitmeisten Erfahrung im Aufgebot nach Manuel Neuer (125 Länderspiele) will aber nicht von einer Korrektur seiner persönlichen WM-Statistik reden. „Ums Ausmerzen geht es eigentlich überhaupt nicht. Wir wissen, wie die letzten Turniere waren. Ich weiß es. Es ist eine neue Chance“, so der Profi vom FC Bayern, der mit den jüngsten Misserfolgen in Verbindung gebracht wurde.

Im ersten Spiel gegen Curaçao war Kimmich die Nervosität anfangs deutlich anzusehen. Seine Aktionen im ersten Durchgang erschienen unkonzentriert. Nach dem Seitenwechsel steigerte er sich jedoch und legte die Treffer von Jamal Musiala und Deniz Undav auf. „Ich freue mich extrem, eine WM spielen zu dürfen“, hatte er vor Turnierbeginn geäußert. „Es ist das Größte, was es gibt als Fußballer, sein Land zu vertreten.“

Ein versöhnlicher Abschluss für die goldene Generation?

Die Erfolgsgeschichte der sogenannten goldenen Generation um die Confed-Cup-Gewinner von 2017 wie Leon Goretzka und Jonathan Tah ist bei Turnieren bislang bescheiden. Kimmich ist bestrebt, seiner Laufbahn im DFB-Team einen Erfolg hinzuzufügen und stellt dafür eigene Präferenzen zurück. Er agiert als rechter Verteidiger anstelle seiner Position im zentralen Mittelfeld, da dies der Mannschaft am meisten nützt.

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Zwei, die sich verstehen. Julian Nagelsmann klatscht mit Joshua Kimmich ab.

Kimmich vertraut auf die Mannschaft, die Akteure verschiedener Altersklassen zusammenbringt, vom 40 Jahre alten Neuer bis zum 20-jährigen Assan Ouedraogo. „Wir haben eine neue Mannschaft, wir haben neue Voraussetzungen.“ Wichtig sei ihm zudem, „um die Art und Weise, wie wir auftreten. Die muss stimmen“, damit die Anhänger sich erneut mit dem Nationalteam identifizieren.

Rekord von Matthäus im Visier

Kimmich denkt nicht an ein Karriereende in der Nationalmannschaft. „Ich habe auf jeden Fall Bock, noch ein paar Jahre für die Nationalmannschaft zu spielen“, sagte er vorab. Da er häufig spielt und kaum von Verletzungen betroffen ist, besteht die Möglichkeit, dass er Lothar Matthäus als deutschen Rekordnationalspieler überholt. „Man jagt nicht diese 150 Länderspiele, wobei das schon eine Marke ist, die man im Kopf hat“, gestand Kimmich.

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Spielmacher auf der Außenbahn.

Innerhalb der Mannschaftshierarchie hat er die Spitzenposition inne, woran auch die Wiederkehr des früheren Kapitäns Manuel Neuer nichts ändert. Völler bezeichnete Kimmich als „Sprachrohr“ des Bundestrainers. „Jo hat einen sehr engen Draht zu Julian.“ Eine lange Unterhaltung zwischen Coach und Spielführer auf dem Rasen nach der ersten Trainingseinheit in Winston-Salem bekräftigte diese besondere Beziehung.

Schon im Video zur Nominierung hatte Nagelsmann über Kimmich gesagt: „Ich bin sehr froh, dass du mein Leader auf dem Feld bist. Führ die Mannschaft voran, führ sie idealerweise zum WM-Titel“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.