Einkauf ohne KasseRewe eröffnet bundesweit ersten Pick&Go-Markt am Neumarkt

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Der Pick&Go-Markt in der Zeppelinstraße

Köln – Im Rewe-Markt auf der Kölner Zeppelinstraße können Kundinnen und Kunden ab sofort vollständig ohne Bezahlvorgang einkaufen. Wer die entsprechende „Rewe Pick& Go“-App herunterlädt und am Eingang scannt, kann im Anschluss an seinen Einkauf das Geschäft ohne Kassenkontakt verlassen.

Stattdessen erfasst Kamera- und Sensortechnik, was im eigenen Rucksack landet und rechnet das auch automatisiert ab. Das Konzept hatte Rewe zuvor fünf Monate intern mit Mitarbeitenden getestet. Es ist nach eigener Aussage das erste dieser Art in Deutschland. Kundinnen und Kunden können aber auch weiterhin wie gewohnt an einer Kasse bezahlen. Der Kölner Stadt-Anzeiger konnte sich schon im Juni vor Ort ein Bild davon verschaffen, wie das Konzept funktioniert.

Markt ist besonders klein

„Nach spannenden Monaten des Beta-Tests freuen wir uns jetzt, unseren Kundinnen und Kunden endlich live das „Pick& Go“-System als zusätzliche Einkaufsmöglichkeit anbieten zu können“, sagte Marktmanager Darius Malucha am Dienstag. Ursprünglich hatte Rewe angestrebt, das Pick& Go-System bereits im Spätsommer der Kundschaft zugänglich zu machen.

Der Markt am Neumarkt eignet sich besonders gut für die Einführung des neuen Konzepts, weil er sehr klein ist: Rund 200 Quadratmeter fasst er, die größten Rewe-Märkte kommen auf bis zu 6000 Quadratmeter. Auch das Sortiment ist mit etwa 2000 Artikeln, die vor allem auf den Unterwegs-Verzehr und Snacks abzielen, vergleichsweise klein. Dadurch ist die Rechenleistung, die im Hintergrund abläuft, auch beherrschbarer.

3D-Modell der Filiale erstellt

In der Filiale sind zahlreiche Kameras verbaut, die ein 3D-Modell des Ladens erstellen. Die Menschen werden dabei laut Rewe unkenntlich gemacht. Zusätzlich befinden sich unter den Regalen Gewichtssensoren. 

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Während es in Ländern wie China und den USA bereits zahlreiche Pick&Go-Geschäfte gibt, hinkt Deutschland in der Entwicklung bislang hinterher. Zuletzt testen allerdings immer mehr Händler innovative Konzepte. In Düsseldorf gibt es mit „Typy“ zum Beispiel einen vollautomatisierten Supermarkt.

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