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Dünger wird deutlich teurerStudie erwartet wegen Iran-Kriegs Preisplus von 30 Prozent

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Düngemittel

Landwirte sind auf Düngemittel angewiesen. (Illustration.)

Eine Sperrung der Straße von Hormus könnte die globalen Düngemittelpreise laut einer Prognose um über 30 Prozent verteuern.

Ein Konflikt mit dem Iran, der eine fortgesetzte Sperrung der Straße von Hormus zur Folge hat, könnte die globalen Kosten für Düngemittel erheblich steigern. Die britische Beratungsfirma Oxford Economics prognostiziert für diesen Fall eine Verteuerung von über 30 Prozent gegenüber dem Stand von 2025. Maßgeblich für diese Entwicklung wären vor allem die höheren Preise für Harnstoff, einen besonders gefragten Dünger.

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) passieren normalerweise zwischen 20 und 30 Prozent der weltweit gehandelten Düngerprodukte diese Wasserstraße. Für die Belieferung des Marktes ist die Golfregion essenziell, weil dort Rohstoffe wie Gas und Schwefel, die für die Düngemittelherstellung benötigt werden, in großen Mengen verfügbar sind.

Europas Abhängigkeit von Einfuhren

Aus einer Untersuchung von Oxford Economics geht hervor, dass die Europäische Union zur Fertigung von Düngemitteln ebenfalls von Einfuhren abhängig ist. Die inländische Erzeugung deckt bei Stickstoffdüngern, Harnstoff eingeschlossen, laut der Studie lediglich einen Anteil von 10 bis 20 Prozent des Bedarfs.

Folglich müsste die EU nach Einschätzung von Oxford Economics mit anderen globalen Marktteilnehmern um die sich verringernden Düngemittelreserven wetteifern. Im Unterschied zu Nationen wie Australien, Thailand und Brasilien bestehe für Europa jedoch keine unmittelbare Abhängigkeit von Lieferungen aus der Nahost-Region. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.