Köln – Die Spritpreise steigen und fallen enorm stark. Das ist nicht nur so, wenn ein Kartell die Ölförderung drosselt oder wenn in NRW die Ferien anfangen, sondern auch im Tagesverlauf so, 12 Cent Unterschied sind normal. Mit diesen vier Tipps kann man beim Tanken allerdings etwas Geld sparen.
Wann ist die richtige Uhrzeit zum Tanken?
Laut einer Studie des ADAC ist Kraftstoff morgens am teuersten. Nachdem die Preise nachts über einen längeren Zeitraum weitgehend konstant bleiben, beginnt ab circa 5 Uhr ein deutlicher Anstieg, der kurz nach 7 Uhr seinen Höhepunkt erreicht. Hier liegt gleichzeitig das höchste Preisniveau des Tages.
Anschließend fällt der Preis, um nach 9 Uhr wieder anzuziehen. Im Tagesverlauf folgen weitere Preisspitzen gegen 10 Uhr, 13 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr, 20 Uhr und schließlich ab 23 Uhr. Dann klettert der Preis wieder auf sein nächtliches Niveau. Am billigsten ist es also zwischen 21 und 22 Uhr.
Lohnt es sich, die Tankpreise per App zu vergleichen?
Die Preisunterschiede von Tankstelle zu Tankstelle sind enorm. Diesel kostete am Freitag um 14 Uhr in Köln an der Markant-tankstelle Olpener Straße 2,039 Euro je Liter, zur gleichen Zeit im Kölner Durchschnitt 2,08 Euro und an der teuersten Tankstelle im Vergleich von „Clever-Tanken.de“ 2,10 bei der Aral an der Boltensternstraße.
Vergleichen lohnt sich also grundsätzlich, allerdings dürfen dafür keine zu großen Umwege gefahren werden. Praktisch sind Dutzende kostenlose Apps, die zeitgenau Tankpreise ausweisen. Sie alle beziehen ihre Daten vom Bundeskartellamt, dem die Preise gemeldet werden müssen.
An welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sollte man tanken gehen?
Wenn es darum geht, in der Nähe günstig zu tanken, kommt es nicht nur auf die Tageszeit an, sondern auch auf den Wochentag an. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat in einer Studie sechs Wochen lang über 14 000 Tankstellen unter die Lupe genommen. Verglichen wurden die Tages- und Wochendurchschnittspreise der gängigsten Kraftstoffarten Diesel, E10 und Super E5.
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Das Ergebnis: Billiger tanken Autofahrer unter der Woche, an Sonn- und Feiertagen sind die Preise am höchsten, der Anstieg findet pünktlich ab Freitagmittag statt. Ebenfalls eine Kostenfalle: Brückentage, beziehungsweise der Tag davor. Und altbekannt: Zum Beginn der Schulferien, sei es Herbst, Ostern oder im Sommer, schlagen die Tankstellen ordentlich auf den Preis auf. Was viele aber nicht wissen: Zur Rückreisewelle am Ende der Ferien beobachtet man den gleichen Effekt.
Worauf kann man außerdem achten?
Super E10 ist nicht nur die günstigere, sondern auch die umweltfreundliche Alternative zu Super. Dabei wird dem mineralölbasierten Sprit Biosprit beigemischt. Gemäß Auskunft des Bundesumweltministeriums vertragen rund 90 Prozent der Benziner in Deutschland den Biokraftstoff. Statt einfach freudig an die nächste Zapfsäule zu fahren, sollten Autohalter prüfen, ob ihr Fahrzeug für E10 freigegeben ist.
Falls ja, ist es möglich, beim Tanken etliche Euro zu sparen. E 10 ist immer einige Cent billiger als das normale Superbenzin. Automobilclubs raten auch von Sprit mit Additiven ab, die versprochene Spriteinsparung stelle sich meist nicht ein.



