Die Köln-Düsseldorfer startet mit 3500 Gästen auf neun Schiffen ins 200. Jahr der Reederei. Der Umsatz konnte im Jahr 2025 deutlich gesteigert werden.
KD-SilvesterschiffeDer umsatzstärkste Tag des Jahres

Viele Passagiere buchen lange im Voraus die begehrten Silvestertickets, um sich die Fahrten und den besonderen Blick auf das Feuerwerk zu sichern.
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Wer an die Schiffe und Schiffchen der Reederei Köln-Düsseldorfer (KD) denkt, der verbindet das in aller Regel mit sommerlichen Temperaturen. Bei leichter Brise ein Kölsch oder eine Limonade auf dem Oberdeck genießen, von der Flussseite den Rhein bestaunen, Städte wie Köln, Düsseldorf oder Koblenz im T-Shirt aus einer anderen Perspektive sehen. Das ist vom Grundsatz her auch richtig. Doch ein einzelner Tag toppt alle sommerlichen Fahrten der KD.
„Silvester ist der umsatzstärkste Tag des Jahres bei der KD“, sagt Nina Luig, Chefin der Kölner Reederei. Wie viel Umsatz an dem Tag gemacht wird, ist zwar Firmengeheimnis, aber diese Nacht toppt alle heißen Sommernächte und -tage. Verursacht sind die hohen Umsätze nicht nur durch die hohe Nachfrage, sondern auch durch die im Vergleich zu den Sommerausflugsfahrten hohen Ticketpreise. Diese liegen auch an einem im Vergleich zu kleinen Rundfahrten recht umfangreichen Cateringangebot. Knapp 3500 Personen haben ein Ticket gebucht. „Alle KD-Silvesterevents sind ausverkauft. Es sind daher keine Tickets mehr erhältlich, weder im Vorverkauf noch an der Abendkasse“, sagt Nina Luig. Viele Passagiere buchen lange im Voraus die begehrten Silvestertickets, um sich die Fahrten zu sichern. Der Start der Verkauf von Silvestertickets bei der KD beginnt laut Chefin Luig bereits Ende März, Anfang April.
Silvester ist aktuell unser umsatzstärkster Tag. Alle Plätze auf den neun Schiffen sind ausgebucht, teilweise schon lange
Die diesjährigen Silvesterfahrten sind auch für die Reederei etwas Besonderes. Denn um Mitternacht startet das Jubiläumsjahr. Die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt wird im Jahr 2026 stolze 200 Jahre alt. Am 11. Juni 1826 wurde sie als Preußisch-Rheinische Dampfschifffahrts-Gesellschaft gegründet. Erst 1967 allerdings wurde sie durch die Fusion mit einer Düsseldorfer Reederei zur „Köln-Düsseldorfer“. Bis 2017 war die KD AG übrigens an der Börse notiert und damit eine der ältesten „gehandelten“ Aktiengesellschaften.
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Für das Jahr 2025 konnte die KD den Umsatz wie im Sommer prognostiziert von 42 auf 47 Millionen Euro steigern. Für das kommende Jahr wird mit 45,8 Millionen Euro gerechnet, was nicht an rückläufigen Geschäften liegt, sondern daran, dass das Hotelschiff KD Moment wieder für den Mutterkonzern United Waterways fahren wird. Neun Schiffe hat die KD zum Jahreswechsel im Einsatz, eines auf dem Main, alle anderen selbstverständlich auf dem Rhein. Das Publikum auf den jeweiligen Schiffen ist sehr heterogen.
Partyschiffe in Köln und Düsseldorf
Eine eher jüngere Klientel ziehen Partyfahrten an. Auf mehreren Tanzflächen über die jeweiligen Schiffe verteilt heizen DJs dem Publikum ein. Um Viertel nach acht geht es los, nach der Rückkehr gegen ein Uhr geht die Party auf dem Schiff aber weiter. 150 Euro kostet die Fahrt. Angeboten wird die Partyfahrt ab Köln auf der Rhein-Fantasie mit 1000 Passagieren und ab Düsseldorf auf der MS Asbach, die 550 Fahrgäste aufnehmen kann. Für alle Partyfahrten gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Dass wirklich wild gefeiert wird, lässt sich am Warnhinweis auf der Internetseite der KD ablesen. Dort steht: „Alkoholisierten Gästen oder bei unangemessenem Outfit oder Verhalten kann der Einlass verwehrt werden“.
Gediegener geht es zu bei den Dinnerfahrten. In Köln startet die Rhein-Magie (früher Rhein-Energie) zur Fahrt mit gesetztem Abendessen und Champagner, 685 Gäste sind an Bord. Der einzige Katamaran der Reederei ist mit 2000 Quadratmetern Nutzfläche das größte Ausflugsschiff auf europäischen Binnengewässern. In Düsseldorf findet das gleiche Programm auf der kleinen „Jules Verne“ statt, die Platz für 120 Gäste bietet. Das – auch preisliche – Spitzenangebot für den Silvesterabend sind die sogenannten All-Inclusive-Dinnerfahrten zum Preis von 250 Euro. In Köln macht diese Tour die Rhein-Vision, in Düsseldorf die Rhein-Galaxie, ähnliche Angebote gibt es auch in Mainz, Koblenz und Frankfurt.
Bestaunt werden kann natürlich das Feuerwerk über den Rheinmetropolen. Selbst Böller an Bord zu zünden oder gar Raketen zu starten, ist aber verboten, auch die Mitnahme oder Lagerung an der Garderobe ist laut der KD-Chefin aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

