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Hochwasser nimmt zuPegel im Rhein in der Region Köln steigen deutlich – Aktuelle Warnung

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Die Poller Wiesen sind überschwemmt. Der Rhein führt Hochwasser. (Foto vom 21. Februar)

Die Poller Wiesen sind überschwemmt. Der Rhein führt Hochwasser. (Foto vom 21. Februar)

Am Montag wurde die erste Warnung herausgegeben. In den kommenden Tagen könnte das Hochwasser dann noch einmal deutlich steigen.

Das Hochwasser im Rhein in der Region Köln nimmt noch einmal deutlich zu. Am Montagmorgen (23. Februar) wurde eine amtliche Hochwasserwarnung für den Rhein in Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Es kann zu Ausuferungen und einer erhöhten Strömung im Uferbereich kommen, so die Mitteilung via Katwarn.

Auch für Nebenflüsse wie der Sieg oder der Lahn wurden am Montagmorgen Warnungen für Hochwasser herausgegeben. „Aufgrund des Tauwetters sowie der gefallenen Niederschläge sind die Wasserstände teils deutlich angestiegen“, so die Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz in ihrem aktuellen Bericht.

Rheinpegel soll noch einmal deutlich steigen

Der Rheinpegel soll in Köln und Bonn noch einmal deutlich steigen. Den derzeitigen Voraussagen der Hochwasserzentrale soll der Wasserstand am Dienstagabend (24. Februar) an der Sieben-Meter-Marke kratzen. Am Montagmorgen (23. Februar) stand der Pegel bei 6,31 Metern in Köln und in Bonn bei 6,03 Metern (Stand: 9 Uhr)

21.02.2026, Köln: In Rodenkirchen schwimmen die Schwäne über den Spielplatz am Rhein. Der Rhein führt Hochwasser. Der Pegelstand des Flußes beträgt 6,24m. Das Winterwetter ist regnerisch. Foto: Uwe Weiser

In Rodenkirchen schwimmen die Schwäne über den Spielplatz am Rhein.

Bereits zum Wochenende hatte der Rhein einen Wasserstand von sechs Metern überschritten. Den damaligen Voraussagen zufolge sei damit der Höchststand erreicht, hieß es. Doch den neuen Messwerten zufolge wird  noch einmal eine Hochwasserwelle erwartet.

Hochwasser in Köln könnte Sieben-Meter-Marke überschreiten

Demnach könnte das Hochwasser in Köln und Bonn noch einmal deutlich steigen und in Köln sogar an der Sieben-Meter-Marke kratzen. Der Höchstwert soll in der Nacht zum Mittwoch (25. Februar) erreicht werden. Ob sogar die Sieben-Meter-Marke überschritten wird, ist derzeit noch unklar.

Der Rettungsring in Rodenkirchen ist nur schwimmend zu erreichen.

Der Rettungsring in Rodenkirchen ist nur schwimmend zu erreichen.

Die erwartete Hochwasserwelle scheint aber enorm: Den derzeitigen Berechnungen zufolge soll der Wasserstand stark ansteigen, in Köln etwa innerhalb von 24 Stunden um rund einen Meter.

Ab einem Pegel von 6,20 Metern wird in Köln die Hochwassermarke I erreicht. Es gelten dann erste Einschränkungen für die Schifffahrt. Flussabwärts dürfen Schiffe demnach nicht schneller als 20 Kilometer pro Stunde fahren, um Wasserwellen am Ufer zu vermeiden.

Für die Rheinschiffe wird es unter den Brücken bald eng.

Für die Rheinschiffe wird es unter den Brücken bald eng.

Eine komplette Sperrung des Rheins ist aber erst ab einem Wasserstand von 8,30 Metern vorgesehen, dann ist die Hochwassermarke 2 erreicht.

Pegel in Köln und Bonn steigt: Erste Maßnahmen ergriffen

Die Stadt Köln hat bereits in den vergangenen Tagen erste Maßnahmen ergriffen. So ist der Leinpfad am Rheinufer stellenweise gesperrt und eine kleine Hochwasserschutzzentrale wurde eingerichtet. Der Parkplatz an der Bastei ist bei 6,30 Meter vollständig überflutet. Ab einem Pegelstand von 4,50 Metern greifen vorbereitende Schritte des Hochwasserplans. Sollten sieben Meter erreicht werden, würden erste Schutzwände aufgebaut, etwa in Rodenkirchen.

In Bonn sind ufernahe Wege, zum Beispiel unterhalb des UN-Towers in der Gronau, auf der Beueler Seite oder im Bonner Norden, bereits überschwemmt. Das Tiefbauamt der Stadt hatte bereits vor einigen Tagen Hinweisschilder aufgestellt und erste Zufahrten zum Rheinufer gesperrt.

Ab einem Rheinpegel von 6,80 Meter muss das Hubtor in Rodenkirchen geschlossen sein. Bei einem Pegel von 7 Metern in Köln müssen erste mobile Wände im Rodenkirchener Auenviertel aufgebaut werden. In Porz-Zündorf wird die Groov geflutet. Ab einem Hochwasserwert von 8,10 Metern würde die Rheinuferpromenade der Altstadt teilweise überflutet.