Kommentar zu neuem Ford-ChefErnennung ist ein starkes Signal – nicht nur für Köln

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Die Ford-Zentrale in Köln

Die Ford-Zentrale in Köln

Die Ernennung von Martin Sander zum neuen Ford-Chef ist nicht nur für den Standort Köln ein starkes und wichtiges Signal, sondern für den gesamten Ford-Standort Deutschland. Die Führung der Ford-Konzernmutter in den USA setzt offenbar großes Vertrauen in die Fähigkeiten des langjährigen Audi-Managers, denn sie setzt ihn nicht nur an die Spitze der deutschen Tochter, sondern auch an die Spitze des gesamten europäischen Pkw-Segments.

Das verschafft Sander einen weiten Handlungsspielraum, um die Elektrifizierungsoffensive von Ford mit Vehemenz voranzutreiben.

Das ist dringend nötig, denn Ford ist auf dem Feld spät dran. Längst vermelden neben dem US-Elektropionier Tesla auch die deutschen Wettbewerber erfolgreiche Verkaufszahlen bei rein batteriegetriebenen  Pkw und besetzen damit bereits wichtige Marktpositionen. Denn auch dank üppiger staatlicher Förderung entscheiden sich die Verbraucher immer häufiger für Stromer.

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Tempo bei Elektrifizierung

Ford hat bislang in Europa nur den Mustang-Mach-E im Angebot, der aus den USA importiert wird und auch deshalb längst kein Verkaufsschlager auf dem deutschen Markt ist. Erst Mitte des kommenden Jahres läuft der erste europäische Ford im Kölner Werk von Band. Sander muss es gelingen, trotz des späten Starts das Modell und möglichst schnell weitere Stromer am Markt stark zu positionieren.

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Seine Expertise als Vertriebschef für Audi in Europa ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Die Wahl von Ford dürfte zudem mit viel Bedacht auf einen Mann aus dem VW-Konzern gefallen sein. Denn kein anderer Autobauer hat die Aufholjagd bei der Elektrifizierung so massiv betrieben wie die Wolfsburger unter ihrem Chef Herbert Diess. Dieses Tempo könnte demnächst auch in Köln Einzug halten.

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