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Messegesellschaft macht PlusPrognos-Studie: Messe sichert 14.000 Jobs in Köln

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Zielbild, Luftbild, Lufstaufnahme Gelände, bearbeitet

Luftbild des Kölner Messegeländes

Laut einer wissenschaftlichen Erhebung sorgt die Kölner Messegesellschaft für Wertschöpfung in Höhe von 2,6 Milliarden Euro in der Region. Dank gutem Geschäftsverlauf 2025 konnten städtische Darlehen vorzeitig zurückgezahlt werden.

Trotz allgemein angespannter Wirtschaftslage hat die Messe Köln ihr Geschäftsjahr mit einem Plus bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) lobt die Gesellschaft als „Tor zur Welt“. Eine Studie hat untersucht, welche wirtschaftlichen Effekte die Messe über ihr eigenes Geschäft hinaus für die Region rund um Köln und ganz Deutschland hat. Ein Überblick:

Messe Köln als Wirtschaftsfaktor

Die Kölner Messegesellschaft ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Das belegt eine aktuelle Studie, die das Forschungs- und Beratungsunternehmen Prognos im Auftrag der Messe aktuell erstellt hat. Laut dieser Untersuchung generiert das Messegeschäft jährlich rund 1,36 Milliarden Euro wirtschaftliche Effekte allein in Köln und sichert in der Stadt 14.000 Arbeitsplätze. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung ein international starker Messeplatz für Wertschöpfung, Beschäftigung und die wirtschaftliche Dynamik unserer Stadt hat”, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Burmester bei der Bilanzvorstellung am Mittwoch.

Der Studie zufolge erzeugen die Veranstaltungen auf Deutschlands drittgrößtem Messegelände in einem durchschnittlichen Messejahr bundesweit einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von 2,6 Milliarden Euro. Neben dem, was in Köln selbst hängenbleibt, profitiert der Rest Nordrhein-Westfalens mit 561 Millionen Euro und die übrigen 15 Bundesländer zusammen mit weiteren 721 Millionen Euro.

Diese Branchen profitieren

Insgesamt sind mit den Veranstaltungen der Kölner Messe gut 25.000 Arbeitsplätze verbunden, neben den 14.000 in Köln selbst knapp 5600 im übrigen NRW sowie weitere 5500 in der Bundesrepublik. Besondere Profiteure sind Hotels und Gaststätten, der Verkehrs- und Transportsektor, Messe- und Standbaudienstleister sowie die öffentlichen Haushalte. Allein in Köln generieren die Messeveranstaltungen demnach rund 296 Millionen Euro Umsatz im Gastgewerbe. In einem durchschnittlichen Messejahr werden 900.000 Übernachtungen im Zusammenhang mit der Messe Köln gezählt, davon 550.000 in der Stadt selbst.

Nach Berechnungen des Verbands der deutschen Messewirtschaft Auma lösen deutsche Messeveranstaltungen insgesamt direkte, indirekte und induzierte Umsätze in Höhe von 30 Milliarden Euro aus. Damit sichern sie rechnerisch 280.000 Arbeitsplätze und führen zu Steuereinnahmen von rund 5,4 Milliarden Euro.

So lief das Geschäftsjahr 2025

Mit einem Umsatz von 455,5 Millionen Euro und einem Konzerngewinn von 62 Millionen Euro hat die Messe Köln 2025 trotz Wirtschaftsflaute gut abgeschnitten. Man muss aber betrachten, dass die ungeraden Jahre durch den meist zweijährigen Messeturnus stets deutlich stärker ausfallen als die graden. Insgesamt nahmen rund 2,5 Millionen Besucherinnen und Besucher aus 214 Ländern sowie über 43.800 ausstellende Unternehmen aus 120 Nationen an Veranstaltungen der Messe Köln teil.

„Unsere Entwicklung zeigt, dass starke Marken, internationale Präsenz und langfristige Investitionen auch in volatilen Zeiten Stabilität und Wachstum ermöglichen“, sagte Messechef Gerald Böse. Wachstumstreiber waren insbesondere die starke Entwicklung der Leitveranstaltungen, das Kongressgeschäft in Köln sowie die internationale Expansion. Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung, Digitalisierung und moderne Infrastruktur stärkten langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Messeplatzes Köln.

Durch die vergleichsweise gute wirtschaftlich Lage der Messegesellschaft konnten mehr als 50 Millionen Euro eines städtischen Darlehens vorzeitig zurückgezahlt werden. „Die Sondertilgung hilft der Stadt Köln sehr“, sagte OB Burmester unserer Redaktion am Rande der Veranstaltung.

Beteiligung an der Expo in Japan

„Mit dem Deutschen Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka hat die Kölnmesse ihre internationale Kompetenz bei der Umsetzung globaler Großprojekte unter Beweis gestellt“, sagte Gerald Böse. Mehr als drei Millionen Gäste besuchten den Pavillon „Wa! Germany“, der mit zwei Auszeichnungen des Bureau International des Expositions geehrt wurde: dem Sustainability Award sowie dem Silber-Award für Themenentwicklung. 

Neubau des Konferenzzentrums Confex

Die Bilanz des ersten vollständigen Confex-Betriebsjahres fällt positiv aus: „Mehr als 40 Veranstaltungen unterstreichen die hohe Nachfrage nach dem neuen Kongress- und Eventcenter der Koelnmesse“, sagte Böse. Das Spektrum reichte von Firmenveranstaltungen internationaler Unternehmen bis hin zu IT-, Wissenschafts- und Verbandskongressen.

„Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment der medizinischen Fachkongresse, in deren Rahmen mehrere Fachgesellschaften ihre internationalen Tagungen in Köln ausrichteten.“ Durch die neuen räumlichen Möglichkeiten des Confex sowie die Attraktivität des Standorts insgesamt überschritt das Tochterunternehmen Kölncongress im Jahr 2025 erstmals die Marke von rund einer Million Gästen bei Kongressen, Gastveranstaltungen und weiteren Events.

Ausblick auf das laufende Jahr

Für das Geschäftsjahr 2026 blickt die Koelnmesse aufgrund multipler Krisen in der Welt verhalten optimistisch nach vorne. „Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld bleibt auch 2026 anspruchsvoll und von hoher Dynamik geprägt. Hinzu kommt, dass 2026 für die Kölnmesse turnusbedingt ein herausforderndes Messejahr wird“, sagte Gerald Böse. Große, internationale Leitmessen im Zwei- oder Drei-Jahresrhythmus finden in Köln erst wieder 2027 statt.