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Wirtschaft vor deutlichem DämpferBundesregierung rechnet mit Abschwächung im zweiten Quartal

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Baustelle

Die Bundesregierung erwartet einen deutlichen Konjunktur-Dämpfer im zweiten Quartal. (Archivbild)

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer Abkühlung. Der Nahost-Konflikt sorgt für steigende Preise und große Unsicherheit.

Nach einem Jahresauftakt, der die Prognosen übertraf, erwartet die deutsche Regierung nun eine erhebliche Abkühlung der Wirtschaft im zweiten Jahresviertel. Das Wirtschaftsministerium führt in seinem Lagebericht für Mai aus, dass sich die Hinweise auf einen merklichen konjunkturellen Rückgang mehren.

Die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten wird als wesentliche Ursache für die pessimistischere Prognose angesehen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erläuterte, dass diese Entwicklung Deutschland und andere Nationen ökonomisch beeinträchtigt. Durch den Konflikt im Iran steigen die Kosten für Energie und Rohmaterialien an.

Kostenanstieg und große Ungewissheit

Der Monatsreport des Ministeriums legt dar, dass gegenwärtige Kennzahlen auf eine erhebliche Abschwächung im zweiten Jahresviertel hindeuten. „Steigende Preise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheit belasten die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten.“ Für die nächsten Monate wird zudem eine starke Schwankungsanfälligkeit auf den Märkten für Energie, Rohstoffe und Finanzen erwartet.

Der künftige ökonomische Verlauf ist entscheidend davon abhängig, wie lange der Nahost-Konflikt andauert und in welchem Umfang Handelsrouten und Fertigungskapazitäten gestört werden. „Aber auch nach einer Entspannung der Lage dürften die Folgen bei Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferketten noch länger spürbar sein“, so die Einschätzung des Ministeriums.

Wirtschaftsausblick schon stark reduziert

Die Regierung des Bundes hatte schon vor über drei Wochen ihre wirtschaftliche Voraussage für das aktuelle Jahr um die Hälfte gekürzt. Es wird lediglich mit einem minimalen Zuwachs von 0,5 Prozent gerechnet. Im Gegensatz dazu zeigte die deutsche Ökonomie zum Jahresanfang ein Wachstum, das die Erwartungen übertraf. Das Statistische Bundesamt meldete für das erste Quartal einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal.

Seit dem Anfang des Konfliktes haben sich die Stimmungsbarometer in der deutschen Ökonomie allerdings merklich verschlechtert. Unternehmen werden durch die Sorge vor abermals kletternden Preisen für Energie und Rohstoffe sowie durch eine stärker fühlbare Belastung der Lieferketten beeinträchtigt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.