Eine Serie von Gewaltverbrechen erschüttert Köln. Ob die Taten zusammenhängen, ist unklar. Eine Sonderkommission ermittelt.
Brände, Bombe, SchüssePolizei bildet 21-köpfige Ermittlungsgruppe in Köln

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) informiert den Landtag über den aktuellen Stand der Ermittlungen. (Archivbild)
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Ob eine Verbindung zwischen diversen Gewaltverbrechen und Delikten mit Sprengstoff besteht, die sich kürzlich in Köln ereigneten, ist gegenwärtig nicht geklärt. Es sei Teil der Realität, dass in einer Großstadt wie Köln, wo im Jahr 2025 etwa 140.000 kriminelle Handlungen erfasst wurden, „auch ganz verschiedene Sachverhalte in kurzer Zeit einmal ballen können“, erklärte Herbert Reul (CDU), der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, vor dem Landtag in Düsseldorf.
Informationen des Justizministeriums von NRW zufolge liefen bei der Kölner Staatsanwaltschaft im Zeitraum vom 31. Mai bis zum 8. Juni sechs Ermittlungsverfahren. Ein zusätzlicher Fall der Polizei ist dort bislang nicht aktenkundig. Zusätzlich ereignete sich am vorigen Mittwoch ein Vorfall in Köln-Rodenkirchen. Eine Eisdiele war das Ziel von zwei separaten Angriffen mit Brandsätzen. Zu Beginn der Woche wurde überdies ein Wohnhaus im Kölner Zentrum attackiert, wobei ein vermutlich eigengefertigter Sprengsatz zum Einsatz kam. In der darauffolgenden Nacht wurden Schüsse auf ein Gebäude in einem anderen Viertel der Stadt abgegeben.
Verbindung zur Organisierten Kriminalität laut Reul spekulativ
Eine Verbindung zum organisierten Verbrechen ist laut Reul gegenwärtig „reine Spekulation“. Er fügte hinzu: „Das kann sein, das kann nicht sein, das kann zum Teil sein.“ Bislang konnte die Kriminalpolizei in Köln mehrere verdächtige Personen ausfindig machen und deren Identität klären – eine dieser Personen sollte noch am selben Donnerstag einem Haftrichter präsentiert werden.
Einrichtung einer Sondereinheit für die Ermittlungen
Die Verantwortung für sämtliche Ermittlungsverfahren liegt mittlerweile bei der Kriminalinspektion, die sich mit organisierter Kriminalität befasst. Dort wird gegenwärtig eine 21-köpfige, interdisziplinäre Ermittlungsgruppe gebildet, deren Mitglieder aus den Fachbereichen Staatsschutz, Finanz- und Cyberkriminalität sowie organisierte Kriminalität stammen. (dpa/red)
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