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NRW-Vereine erneuern StadionallianzReul macht Druck bei Pyrotechnik

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14.01.2026, Fussball 1. Bundesliga 2025/2026, 17. Spieltag, 1.FC Köln - FC Bayern München, im Rhein-Energie-Stadion Köln. Pyrotechnik Fans 1.FC Köln, ***DFL and DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.*** *** 14 01 2026, Soccer 1 Bundesliga 2025 2026, 17 Matchday, 1 FC Köln FC Bayern München, im Rhein Energie Stadion Köln Pyrotechnics Fans 1 FC Köln, DFL and DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video

FC-Ultras mit Bengalos beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen Bayern München im Januar auf der Südtribüne. In der neuen Stadionallianz verpflichtet sich der Klub, mit schärferen Sicherheitsauflagen gegen Pyrotechnik vorzugehen. 

Im Bündnis für sicheren Fußball in NRW sind jetzt auch die Vereine der dritten Liga, die Sicherheits- und Fanbeauftragten und die Bundespolizei vertreten.

Innenminister Herbert Reul (CDU) fordert von den 16 Fußballklubs, die in der ersten bis dritten Liga vertreten sind, in der neuen Saison Pyrotechnik durch schärfere Kontrollen aus den NRW-Stadien zu verbannen. Dazu müsse die Qualität des Sicherheitspersonals deutlich verbessert werden.

„Fußball soll ein Spiel sein, das Menschen zusammenbringt. Ohne Angst vor Gewalt, vor Platzstürmen und Pyrotechnik im Block“, sagte Reul bei der Unterzeichnung einer neuen Kooperationsvereinbarung zu den Stadionallianzen, die es bereits seit 2020 gibt.

Wer zündelt, ist kein Fan, sondern begeht eine Straftat
Herbert Reul (CDU), NRW-Innenminister

„Wir wollen volle Stadien mit guter Stimmung, aber keine Stadien, in denen der Rechtsstaat ins Abseits gerät. Pyrotechnik hat in den Stadien nichts verloren. Sie gefährdet die Sicherheit von anderen. Wer zündelt, ist kein Fan, sondern begeht eine Straftat“, so Reul.

Bei der neuen Vereinbarung geht es im Kern darum, gemeinsam für mehr Sicherheit in den Stadien und bei der An- und Abreise zu sorgen. Neu im Boot sind die Bundespolizei, die Sicherheits- und Fanbeauftragten der Vereine sowie die Drittligisten Fortuna und Viktoria Köln, Rot-Weiss Essen, MSV Duisburg, Alemannia Aachen und der SC Verl.

460.000 Arbeitsstunden der Polizei nur für den Fußball

„Wir haben allein in der Saison 2024/25 mit der Polizei rund 460.000 Arbeitsstunden rund um den Fußball in den Profiligen und im Pokal abgeleistet“, sagte Reul. Auf Vollzeitstellen gerechnet seien das rund 350 Polizistinnen und Polizisten, die sich ausschließlich mit dem Thema Fußball befassen. „Das können wir uns auf Dauer nicht mehr leisten. Die Manpower, die da eingesetzt wird, fehlt an anderer Stelle.“

Für die Sicherheit der Fans im Stadion seien die Vereine zuständig. Deshalb habe man mit ihnen vereinbart, dass die Ordnungskräfte besser qualifiziert werden müssen. Die Polizei werde in den Stadien nur noch in Ausnahmefällen vertreten sein. „Wenn es um die Gefahrenabwehr geht, wenn der Sicherheitsdienst die Lage nicht mehr unter Kontrolle hat, schreiten wir ein“, so Reul.

Auch Fanmärsche werde die Polizei in der neuen Saison nur noch begleiten, wenn eine Gefahrenlage drohe. „Wir haben mit den Fanbeauftragten der Vereine vereinbart, dass sie in der Verantwortung sind und mitentscheiden, wann ein Fanmarsch ermöglicht werden sollte“, so Reul. Man reiche den Fans die Hand und appelliere an ihre Eigenverantwortung. „Ich habe viele Zuschriften von Fans bekommen, die sagen, wenn ihr uns in Ruhe lasst, geht das. Wenn ihr kommt, reizt uns das nur. Das können sie jetzt unter Beweis stellen.“

Die Richtung sei klar. „Weniger Polizei im Stadion, dafür mehr Verantwortung bei den Veranstaltern und den Fans“, sagte Reul. Die Stadionallianzen seien der Versuch, die Gewalt aus den Stadien zu verbannen. „Wir werden das nicht zu 100 Prozent schaffen. Aber mit Dekreten allein kommen wir auch nicht weiter. Wir versuchen, das jetzt gemeinsam hinzukriegen.“

Aus Sicht des 1. FC Köln wird mit der Kooperationsvereinbarung „der gute Weg der Stadionallianzen fortgesetzt“, sagte Geschäftsführer Philipp Türoff. „Das ist ein Schlusspunkt nach den vielen scharfen Innenministerkonferenzen. Für Lösungen zur Reduzierung von Polizei-Einsatzstunden sehen wir bei uns Potenzial, auch wenn das mit vielen Gruppen besprochen werden muss. Diesen Weg gehen wir aus Köln gerne mit.“