Ein Anwohner alarmierte die Feuerwehr wegen eines Grillfeuers am Pescher See. Er fordert mehr Kontrollen und Beschilderung.
Brandgefahr durch GrillsNach Feuerwehreinsatz am Pescher See – Anwohner fordert bessere Beschilderung

Der kleine Sandstrand des Pescher Sees erfreut sich im Sommer wachsender Beliebtheit – erlaubt sind jedoch weder Schwimmen noch Feiern.
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Dass sich der Pescher See in den Sommermonaten zu einem „wilden“ Naherholungsgebiet entwickelt hat, ist den Bewohnern der Pestalozzistraße, deren Gärten an das östliche Ufer mit dem Strandbereich angrenzen, ein Dorn im Auge. Neben Begleiterscheinungen wie Lärm sowie Müll und Dreck, die Grill- und Feiergesellschaften in dem Landschaftsschutzgebiet hinterlassen, bereitete den Anwohnern während der langen Trockenheit im Sommer vor allem die Feuergefahr Sorge.
Mitte August hatte einer von ihnen Alarm geschlagen: Gegen Mittag hatte Heinz Allekotte in seinem Garten einen Brandgeruch wahrgenommen und vom Seeufer her Qualmwolken aufsteigen sehen. Umgehend verständigte er die Feuerwehr– die Einsatzkräfte trafen schließlich am Seeufer auf eine Gruppe, die dort ein Grillfeuer entfacht hatte. Gut zehn Minuten später war dieses auch wieder gelöscht. Ein Übergreifen auf die trockene Vegetation oder andere Bereiche der Umgebung hatten die Einsatzkräfte nicht feststellen können.
Mehr Kontrollen am Pescher See gefordert
Für Allekotte war dies jedoch kein Grund zur Beruhigung – er wollte nicht abwarten, bis sein Haus oder Nachbarhäuser ein Opfer von Flammen werden könnten. „Die Katastrophen der letzten Zeit in Hürtgenwald oder dem Hohen Venn sollten einem da genug zu denken geben“, so Allekotte. Von der Stadt Köln forderte er verstärkte Kontrollen des Uferbereichs.
Die jedoch verwies auf die Beschilderung des Areals, die auf dessen Ausweisung als Schutzgebiet hinweist – diese beinhalte auch das Grill- und Feuerverbot. Allekotte allerdings hatte in der Zwischenzeit bereits auf eigene Initiative hin offizielle Feuer-Verbotsschilder der relevanten DIN 7070 erworben und sie dem Bürgerverein Pesch zur Verfügung gestellt, damit dieser sie in Eigenregie aufstelle.
Beim Bürgerverein weiß man natürlich, dass nur die Stadt Köln berechtigt ist, eine Beschilderung anzubringen – auch Allekotte selbst ist das bewusst. Dennoch hat er seinen Anwalt eingeschaltet, der in seinem Namen einen an Chorweilers Bezirksbürgermeister Daniel Kastenholz und Oberbürgermeister Torsten Burmester adressierten Brief geschrieben hatte, um den Vorfall zu schildern und seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Die Stadt sagte zu, die Beschilderung des Sees zeitnah zu überprüfen, machte jedoch auch deutlich, dass keine Sanktionsmöglichkeiten bestünden, solange die verursachenden Personen nicht bekannt seien. „Es geht mir auch nicht um Sanktionsmöglichkeiten“, kommentierte Allekotte, „es geht mir um Vorbeugung.“
