Schüler, Eltern und Lehrer haben insgesamt 4100 Euro für das Hilfsprojekt gesammelt. Das Geld kam aus einem Zirkusprojekt zusammen.
Sauberes TrinkwasserSt. Martin-Schule in Köln-Seeberg finanziert Brunnenbau in Nigeria

Die Schüler der Madonna International School haben nun freien Zugang zu Trinkwasser an ihrer Schule.
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Zur Einweihungsfeier konnten die 800 Schüler der Madonna International School Gwagwalada bei Abuja, der Hauptstadt Nigerias, hohen Besuch begrüßen: Kardinal John Olorunfemi Onaiyekan, der frühere Erzbischof von Abuja, war gekommen, um den neuen Brunnen an der Schule im feierlichen Rahmen zu eröffnen. Die blau gekachelte Brunnenanlage, an der sich die Schüler nun mit sauberem Trinkwasser versorgen und waschen können, war mithilfe einer Spende der St. Martin-Schule aus dem Balsaminenweg in Seeberg gebaut worden.
Gut 4100 Euro hatten die Schüler im Rahmen eines Zirkusprojekts für das Projekt sammeln können. Mit einer Plakette an der Brunnenanlage drückte die Schulgemeinschaft ihren Dank aus. „Die Fotos vom fertigen Brunnen zu sehen und den Namen unserer Schule auf dem Schild zu lesen, das ist einfach unheimlich schön“, sagt Nicole Günthner, die Leiterin der Schule.
Schulgemeinschaft finanziert Brunnenprojekt
Die Unterstützung sozialer Einrichtungen ist an der St. Martin-Schule nichts Ungewöhnliches. „In der Regel unterstützen wir aber vor allem Projekte in unserem eigenen lokalen Rahmen“, sagt Günthner, „zum Beispiel den Bauspielplatz, den viele unserer Kinder besuchen, oder den Verein Kindernöte.“ Auch im Rahmen der Zirkuswoche, die die Schule regelmäßig zusammen mit dem Kölner Spielecircus veranstaltet, sollten wieder Spenden für ein Hilfsprojekt gesammelt werden.
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„Über einen ehrenamtlich engagierten Schülervater war dann der Kontakt zur Hilfsorganisation ‚Go to Help‘ zustande gekommen, die uns an das Brunnenprojekt vermittelt hatte.“ Durch die Spenden sowie den Verkauf von Kuchen und selbstgemachter Limonade bei der Aufführung zum Abschluss der Zirkuswoche hatte die Schulgemeinschaft den notwendigen Betrag zusammenbekommen, um den Brunnen komplett finanzieren zu können.
Um den Schülern die Bedeutung des Brunnens für ihre nigerianischen Altersgenossen zu vermitteln, hatte sich die Schule im Rahmen von Projekttagen mit der Bedeutung von sauberem Trinkwasser beschäftigt. „Das ist ein wichtiges Thema im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung: Wir wollten den Kindern verdeutlichen, wie wichtig der Zugang zu Trinkwasser für ein gesundes Leben ist und wie gut wir es selbst in dieser Beziehung haben“, so Günthner.
Ein offizieller Kontakt besteht zwar noch nicht, doch die Schüler beider Schulen haben bereits selbstgemalte Bilder ausgetauscht. „Die werden wir bei uns im Schulhaus ausstellen“, sagt Günthner.

