Am Wochenende kommt es zu zahlreichen Straßensperrungen und Einschränkungen im Nahverkehr. Die Polizei kontrolliert verstärkt und erhöht die Präsenz.
Sicherheit, Verkehr, HighlightsCSD-Straßenfest in Köln startet – „Wir sind euphorisch“

Beginn des Straßenfestes des Cologne Pride (CSD) in der Kölner Altstadt im Jahr 2025.
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Einen Tag vor dem Start des Straßenfests am Freitag und wenige Tage vor dem Höhepunkt des Cologne Pride mit der CSD-Parade am Sonntag „könnte die Stimmung nicht besser sein“, sagt Niklas Kaiser, Sprecher von Cologne Pride. „Von unserer Seite läuft alles nach Plan, wir sind euphorisch und hoffen, dass alles sicher verläuft. Wir freuen uns auf einen empowernden CSD.“ Cologne Pride rechnet wieder mit Besucherzahlen von einer Millionen Menschen rund um Straßenfest und Parade. Am langen Demozug werden rund 60.000 Personen teilnehmen, mehr als 200 Gruppen, darunter 90 Festwagen sind angemeldet. Die Parade steht unter dem Motto „Für Queerrechte – Viele.Gemeinsam.Stark!“.
Auftakt zum Straßenfest bildet am Freitag, 3. Juli, der traditionelle Empfang im Historischen Rathaus durch Oberbürgermeister Torsten Burmester. Die Stadt erwartet internationale Gäste aus den Kölner Partnerstädten Barcelona, Esch-sur-Alzette und Rotterdam. Im Anschluss hisst der OB mit den Gästen vor dem Rathaus die Regenbogenfahne und um 18 Uhr eröffnen Burmester und Vertreter von Cologne Pride feierlich das Straßenfest am Heumarkt. Die wichtigsten Infos zum Christopher Street Day in Köln im Überblick.
Verkehr
Es kommt während des Straßenfests zu weitreichenden Straßensperrungen in der Innenstadt. Seit Donnerstag um 6 Uhr bis Montag, 6. Juli, um 5 Uhr ist die Gürzenichstraße zwischen Heumarkt und Quatermarkt sowie der Heumarkt und Alter Markt einschließlich der unmittelbar angrenzenden Altstadtgassen für Autos gesperrt. Die Pipinstraße ist ab dem Elogiusplatz in Fahrtrichtung Deutzer Brücke gesperrt. Autos können aus nördlicher Richtung über die Straßen Trankgasse, Am Domhof und Kurt-Hackenberg-Platz in den Altstadtbereich fahren. Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als zehn Metern sind untersagt. Die Stadt behält sich vor, die Zufahrt im Bereich Trankgasse/Am Domhof bei hohem Aufkommen gänzlich zu sperren. Sonderschilder weisen auf die geänderte Verkehrsführung hin.
Die linke Spur der Deutzer Brücke ist von Freitag bis Montagfrüh in Richtung Innenstadt gesperrt. Der Hauptbahnhof kann am Sonntag ab 13.30 Uhr noch vom Breslauer Platz erreicht werden.

Diese Grafik zeigt den Paradenverlauf und markiert die Streckensperrungen.
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CSD-Parade am Sonntag
Mehr als 200 Gruppen sind Teil der Parade. Mehrere Hunderttausende Besucherinnen und Besucher werden am Streckenverlauf erwartet. Die Paradenteilehmenden stellen sich ab 7.30 Uhr im Bereich Deutzer Brücke, Mindener Straße und Siegburger Straße auf. Start ist um 11.30 Uhr. Der Demonstrationszug löst sich gegen 18 Uhr im Bereich Unter Sachsenhausen/Marzellenstraße auf. Der Demozug führt von der Deutzer Brücke über die Straßen Augustinerstraße, Kleine Sandkaul, Gürzenichstraße, Schildergasse, Neumarkt, Pastor-Könn-Platz, Mittelstraße, Rudolfplatz, Hohenzollernring, Magnusstraße, Burgmauer zur Komödienstraße und endet im Bereich Marzellenstraße/Domprobst-Ketzer-Straße/An den Dominikanern. Während der Demonstration sind viele Parkhäuser im Bereich Altstadt und Neumarkt nicht erreichbar.
CSD in Köln: So fährt die KVB
Die KVB bietet einige zusätzliche Fahrten an, aufgrund der Parade kommt es allerdings auch im Nahverkehr zu Einschränkungen. Am Sonntag verstärkt die KVB zwischen 11 und 17 Uhr den Betrieb auf der Linie 1 zwischen den Haltestellen Junkersdorf und Neumarkt. Außerdem wird eine Linie E zwischen den Haltestellen Niehl Sebastianstraße und Koelnmesse verkehren. Ansonsten fahren die Busse und Bahnen der KVB nach dem regulären Sonntagsfahrplan – zumindest dort, wo sie nicht die CSD-Parade kreuzen.
Aufgrund des Zuschaueraufkommens an der Deutzer Brücke muss zwischen 11.30 und 15.30 Uhr mit Einschränkungen der Linien 1 und 9 gerechnet werden, teilt die KVB mit. Zwischen 12 und 17 Uhr fahren die Buslinien 136 und 146 stadteinwärts nur bis zur Haltestelle Moltkestraße auf ihrem regulären Linienweg. Die eigentliche Endhaltestelle Neumarkt entfällt, stattdessen kehren die Busse über die Ersatzhaltestelle Rudolfplatz um und fahren wieder stadtauswärts. Der Ersatzbusverkehr für die aktuell im Bereich der Deutzer Brücke getrennten Linien 1, 7 und 9, ist ebenfalls eingeschränkt. Um den Rhein zu queren, empfiehlt die KVB die Stadtbahn-Linien 3 und 4.

Mark Benecke nimmt an der Parade teil. Queere Menschen feiern in fantasievollen Kostümem den Christopher Street Day.
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Sicherheit: So bereitet sich die Polizei vor
Die Bundespolizei kontrolliert von Donnerstag bis Sonntag verstärkt den Kölner Hauptbahnhof und den Deutzer Bahnhof. Gefährliche Gegenstände, „die dazu geeignet sind, durch Schuss, Hieb oder Stoß oder Sprühen von Gasen erhebliche Verletzungen“ auszulösen, sind verboten, heißt es: sowohl in der Bahn als auch an den Bahnhöfen. Dazu erließ die Bundespolizei eine zeitlich befristete Allgemeinverfügung. Die Polizei Köln wird an diesem Wochenende mit zahlreichen Einsatzkräften präsent sein, teilt ein Sprecher mit. „Der CSD steht als sichtbares Zeichen für Offenheit, Vielfalt, queeres Leben und die Achtung der Menschenrechte.
Immer wieder rückt der CSD aber in den Fokus von Menschen mit radikalen Einstellungen, die sich gegen eine vielfältige Gesellschaft und demokratische Werte richten“, sagt Einsatzleiter Gregor Eisenmann. Weil die queere Community wiederholt Ziel von Anfeindungen ist, werden die Beamten „frühzeitig und entschlossen einschreiten, damit Konflikte gar nicht erst entstehen“. Insbesondere rund um den Heumarkt und den Alter Markt werde die Präsenz der Einsatzkräfte „deutlich erhöht“. Ein Infomobil der Kölner Polizei steht im Bereich Bechergasse/Am Hof. Dort können sich Interessierte unter anderem über Hasskriminalität gegen queere Menschen informieren.
Programm-Highlights des Kölner CSD
Das Straßenfest am Freitag und am Samstag findet rund um den Heumarkt, Gürzenich, Alter Markt, Pipinstraße und den Elogiusplatz statt. Die drei Open-Air-Bühnen und die Podcast-Bühne stehen am Heumarkt und am Alter Markt. Freitag startet das Programm um 18 Uhr und endet um 23 Uhr: Als Highlight sind die Räuber um 22.10 Uhr angekündigt. Vorher: die Männer-Cheerleading-Gruppe Pink Poms, die Männerband 3 Liköre und das Musical Romeo & Julia. Rolf Vogl vom Radiosender BigFm und Dragqueen Cassy Carrington moderieren.
Am Samstag startet das Programm bereits um 15 Uhr. Das Line-up: Singer-Songwriter Johnny Mahoro, Sänger Luys, Kevin Neon mit Pop-Schlagern, Sängerin und Frontfrau der Kölner Band Mätropolis Linda Teodosiu. Moderiert wird der Tag von Erika Laste und Lukas Sauer. Sonntag ist Sarah Engels Headliner, sie tritt um 21.30 Uhr auf. Vorher sind noch Knallblech auf der Bühne sowie Miriana Conte und die Kölner Dragqueen Catherine Leclery mit Bellini.
