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15.127 Radfahrer am RingFünf Streiktage in Köln – Der KVB-Streik in Zahlen

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Zeit für Frühjahrsputz an den Haltestellen.

Zeit für Frühjahrsputz an den Haltestellen.

Fünf Streiktage in Köln: Das betrifft nicht nur Hunderte Fahrerinnen und Fahrer, sondern Hunderttausende Menschen in der Stadt.

Im Tarifkonflikt im nordrhein-westfälischen Nahverkehr spitzt sich die Lage weiter zu. Die Gewerkschaft Verdi NRW hat für Freitag (20. März) landesweit zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Bei den Kölner Verkehrsbetrieben werden Busse und Bahnen davon wohl nicht betroffen sein. Für die KVB bedeutet es trotzdem den fünften Streiktag in Folge: Nach den Kundenzentren am Montag sowie den Fahrerinnen und Fahrern am Dienstag waren am Mittwoch Werkstätten an der Reihe. An diesem Donnerstag werden alle Betriebsteile bestreikt. An drei dieser Tage standen die Stadtbahnen komplett still, an zwei davon auch alle Buslinien, die nicht von Subunternehmern bedient werden. Ein Blick darauf, was das in Zahlen heißt.

9 Tage Streik wird es zum Ende dieser Arbeitswoche in diesem Jahr schon gegeben haben – drei im Februar, einer im März plus die Tage in dieser Woche.

650.000 Menschen nutzen täglich das KVB-Bus- und Bahn-Angebot. 236 Millionen Menschen waren 2024 mit den Bussen und Bahnen unterwegs, im Jahr zuvor waren es noch rund 235 Millionen.

405 Stadtbahnen der KVB (Stand 31. Dezember 2024) sind auf 12 Linien unterwegs, vor allem im Kölner Stadtgebiet, aber auch über die Stadtgrenze hinaus bis Bonn und Frechen.

476 Busse (inklusive von Subunternehmern betriebene Busse) sind für die KVB auf mehr als 60 Linien in Köln unterwegs.

250 Kilometer lang ist das Liniennetz der Stadtbahn. Davon verlaufen etwa 40 Kilometer oberirdisch und 210 Kilometer unterirdisch.

30.000 Menschen arbeiten in rund 30 Nahverkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen.

2 Verhandlungsrunden blieben bislang ohne Einigung, die dritte ist für den 24. März angesetzt.

37 Stunden Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich fordert Verdi NRW. Aktuell sind es 39 Stunden pro Woche. Außerdem kämpft die Gewerkschaft für elf statt zehn Stunden Ruhezeit zwischen zwei Schichten. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen.

4294 Menschen arbeiteten zum 31. Dezember 2024 bei der KVB, darunter 185 Auszubildende. Darunter waren 3518 (81,9 Prozent) Männer und 776 Frauen (18,1 Prozent). 2023 waren es noch 4159 Beschäftigte.

850 Stadtbahnfahrer und -Fahrerinnen sind bei der KVB beschäftigt.

15.127 Radfahrer sind laut Zählstelle am Dienstag, 17. März, über den Hohenzollernring gefahren – das ist Jahresrekord. Fährt die KVB nicht, lässt sich das klar an den 23 Fahrradzählern in der Stadt ablesen. Auch die Streiktage 6. März und 27. Februar stechen als Spitzen in den Zählungen im gesamten Stadtgebiet hervor. Zum Vergleich: Der tägliche Schnitt am Hohenzollernring liegt bei 6435 Radfahrern. (red)