In Köln-Ossendorf sind am Freitagmorgen zwei Blindgänger entdeckt worden. Am Mittag wurden sie erfolgreich entschärft.
Weltkriegsbomben in KölnZwei Blindgänger in Ossendorf gefunden – Entschärfung geglückt

Einsatzleiter Marcel Biewald (vorn) und Michael Hilgers vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und Silvana Hoffmann vom Ordnungsamt der Stadt Köln zeigen die entschärften Kampfmittel.
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In Köln-Ossendorf sind am Freitagmorgen (12. Juni) zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bomben wurden im Bereich der Köhlstraße entdeckt und mussten noch am selben Tag entschärft werden. Die Köhlstraße liegt zwischen der Justizvollzugsanstalt (JVA) und dem Westfriedhof.
Wie die Stadt mitteilte, handelte es sich um zwei amerikanische 50-Kilogramm-Bomben mit Aufschlagzünder. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland und das Ordnungsamt waren vor Ort. Um kurz nach 13 Uhr wurde die Freigabe zur Entschärfung erteilt, eine halbe Stunde später hieß es: „Die Weltkriegsbomben sind entschärft.“
Sperrzone von 300 Metern – mehrere Gewerbebetriebe betroffen
Für die Entschärfung musste ein Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst legte einen Radius von 300 Metern fest. „22 Anwohner*innen sind von einer Evakuierung betroffen, außerdem diverse Gewerbebetriebe“, hieß es in einer Pressemitteilung. Eine Anlaufstelle für Betroffene gab es nicht.
Für die Bombenentschärfung wurden mehrere Straßen im Bereich des Fundorts gesperrt: Betroffen waren die Kreuzungsbereiche Köhlstraße/Mathias-Brüggen-Straße und Bleriotstraße/Mathias-Brüggen-Straße, zudem die Köhlstraße südöstlich der Hausnummer 10. Das Ordnungsamt war mit 60 Mitarbeitenden im Einsatz.
2025 musste der Kampfmittelräumdienst im Regierungsbezirk Köln 915 gefundene Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen. Nach Schätzungen von Experten gingen rund 48.000 Tonnen an Bomben über dem Kölner Stadtgebiet nieder. (sbo)
