Nach dem Veranstaltungsstopp gibt es Entwarnung: An der Südbrücke dürfen wieder Konzerte, Märkte und Partys stattfinden. Eine wichtige Frage bleibt aber offen.
Wende nach AbsageAn der Südbrücke in Köln darf wieder gefeiert werden

Südbrücken-Betreiber Boris Witschke mit Kira Wolter auf dem Open-Air-Gelände.
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Nach Tagen voller Unsicherheit kann die Kölner Open-Air-Location Südbrücke wieder Veranstaltungen ausrichten. Das teilte das Team um Boris Witschke am Dienstagabend (23. Juli) über Instagram mit. Möglich geworden sei das durch kurzfristig erteilte Genehmigungen der Stadt Köln.
„Die Südbrücke spielt wieder!“, schreiben die Betreiber. „In dieser Woche sind nach grandiosem Einsatz vieler Menschen aus Szene, Bevölkerung, Politik und Klubkomm e.V. Erlaubnisse erteilt worden, Konzerte, Märkte und Ähnliches veranstalten zu dürfen.“ Damit sei der Weg für eine „hoffentlich reibungslose Restsaison“ frei.
Erst alles abgesagt – dann Genehmigungen in Rekordzeit
Noch vor kurzem hatte die Lage ganz anders ausgesehen. Die Stadt Köln hatte Veranstaltungen auf dem Gelände in Poll per Ordnungsverfügung untersagt. Hintergrund war eine geänderte rechtliche Bewertung: Anders als im vergangenen Jahr durfte die Südbrücke einen NRW-Erlass, der bis zu 25 Veranstaltungen ohne Einzelgenehmigung ermöglicht, nicht mehr anwenden. Mehrere bereits geplante Events mussten daraufhin abgesagt werden.
Nun bedanken sich die Betreiber ausdrücklich auch bei der Bauaufsicht. Die zuständigen Mitarbeitenden hätten die eingereichten Bauanträge „fast in Rekordzeit bearbeitet und positiv beschieden“. Die kurzfristigen Genehmigungen sichern nach Angaben des Teams zunächst den weiteren Veranstaltungsbetrieb in dieser Saison.
Veranstaltungsstopp sorgte für Kritik – Dauererlaubnis fehlt weiter
Vom Tisch ist der Konflikt mit der Stadt allerdings nicht. „Damit sind nicht alle Fragen beantwortet. Die Dauergenehmigung steht immer noch wie seit Jahren aus“, heißt es in dem Statement. Dazu war auch eine Petition gestartet worden. Allerdings gebe es „dem Vernehmen nach Bewegung“.
Auch den Streit über die Auslegung des NRW-Erlasses sehen die Südbrücke-Betreiber nicht als beendet an. Aus ihrer Sicht sollte die Regelung Verfahren vereinfachen und Veranstalter sowie Behörden entlasten. „Die Sicht der Stadt Köln darauf kompliziert die Verfahren noch und macht es der Kultur in Köln schwer, kreativ tätig zu werden“, kritisiert das Team.
Gemeinsam mit der Klubkomm wolle man sich deshalb weiter für verlässliche Rahmenbedingungen für die freie Club- und Festivalszene in Köln einsetzen. Denn auch wenn die Südbrücke in diesem Sommer wieder bespielt werden darf, ist die grundsätzliche Genehmigungsfrage noch immer offen.
