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Vier MöglichkeitenStreit mit den Nachbarn? Was Sie jetzt tun können

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Ein Mann schneidet eine Hecke.

Nicht immer lassen sich Konflikte mit dem Nachbarn mit einem einfachen Gespräch lösen.

Wer nebeneinander wohnt, kann auch mal in einen Streit mit Nachbarn geraten. Welche Alternativen es zum Rechtsweg gibt.

Sie fühlen sich vom Verhalten eines Nachbarn gestört? Und ein Gespräch hilft auch nicht weiter? Dann können sie auch andere Wege gehen. Die Stiftung Warentest klärt über die vier gängigsten auf.

Wenn der Nachbar sich nicht an Gemeinschaftsregeln hält, kann das frustrierend sein. Wer sich gut versteht, kann das Problem schnell lösen. Doch so einfach ist es nicht immer.

Streit mit den Nachbarn: Was Sie jetzt tun können

Wer Tür an Tür mit den Nachbarn wohnt oder nur durch einen Gartenzaun von ihnen entfernt wohnt, kennt die alltäglichen Konflikte, die gelegentlich entstehen können. Sobald Reden nicht mehr hilft, muss es jedoch nicht immer der Rechtsweg sein.

Die Zeitschrift „Stiftung Warentest“ hat in ihrer Ausgabe 9/26 die wichtigsten Anlaufstellen genannt.

1. Vermieter oder Hausverwaltung

Sollte Ihr Nachbar nicht sonderlich viel von den Regeln des Zusammenlebens halten – etwa wenn immer wieder Gegenstände im Hausflur stehen gelassen werden – kann der Kontakt zu Vermieterinnen und Vermietern, beziehungsweise der Hausverwaltung helfen.

Wer häufiger stört, kann so an die Hausordnung erinnert werden. Gleichzeitig besteht für Vermieter oder Verwaltung auch die Möglichkeit, im Falle wiederholter, schwerer Störung eine Abmahnung an den Mieter oder die Mieterin auszusprechen.

2. Polizei und Ordnungsämter

Nicht immer haben die jeweiligen Anliegen aber so viel Zeit. Wenn schnell jemand zur Stelle sein muss, beispielsweise wegen Lärm oder anderer Delikte, kann hier das Ordnungsamt weiterhelfen.

Eine Frau steht vor der Tür eines Mannes und hebt die Hände wegen Ärgers.

Wenn viele in einem Haus zusammenleben, kann es auch zu Konflikten kommen.

Gerade nachts ist ein alternativer Ansprechpartner zudem die örtliche Polizeibehörde. Diese kann auch einschreiten, sollte der Konflikt völlig eskalieren.

3. Schiedsgerichte und Gütestellen

Häufig ist es jedoch nicht so akut, wenn es mit den Nachbarn kriselt. Wer teure Gerichtsverfahren, die sich Jahre ziehen können, vermeiden will, hat in Deutschland eine einfache Alternative.

Denn Schiedsämter und Gütestellen können mit sogenannten Schiedsverfahren weiterhelfen. Unabhängige Schlichter können so zwischen Mietern, Kleingärtnern oder Eigenheimbesitzern vermitteln. Ihr Schiedsspruch ist dann auch rechtlich bindend, und wirkt wie ein Urteil eines staatlichen Gerichts.

4. Anwälte und Gerichte

Bringt das alles nichts, bleibt dann noch der rechtliche Weg. Wenn die Alternativen scheitern, können Anwälte sich mit dem Fall befassen. Eine Erstberatung ist dort meist kostenlos.

Die Anwälte prüfen dann die Rechtslage und können beispielsweise Unterlassungsansprüche geltend machen, oder eben den Weg vor ein Gericht vorbereiten. (bas mit dpa)