Abo

Gegen FinanzkriminalitätPolizei Köln führt Großeinsatz in Goldankaufstellen in Kalk durch

2 min
13.12.2024, Köln: Impressionen von der Kalk-Mülheimer-Straße. Foto: Arton Krasniqi

Ein Polizeiauto in Köln-Kalk. (Archivfoto)

Ermittler von Polizei und Stadt haben mehrere Goldankaufstellen und ein Leihhaus in Köln-Kalk ins Visier genommen.

Bei gemeinsamen Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche, illegalen Bargeldtransfers und Schwarzarbeit haben Ermittler der Polizei Köln, der Bezirksregierung, des Landesamts zur Bekämpfung der Finanzkriminalität sowie von Ordnungsamt und Kämmerei der Stadt Köln mehrere Goldankaufsstellen im Stadtteil Kalk kontrolliert.

Dabei wurden Bargeld, Gold sowie wertvolle Uhren gepfändet. Der Einsatz beruht laut Polizei auf Erkenntnissen aus Ermittlungen zur Clankriminalität und illegalen Finanzsystemen.

Verdacht der Geldwäsche und hohe Steuerschulden

Bei der Überprüfung von vier Goldankaufgeschäften und einem Leihhaus entdeckten die Einsatzkräfte in einem der Läden rund 120.000 Euro Bargeld. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche ein.

Die städtische Kämmerei stellte zudem offene Forderungen von rund 90.000 Euro gegen einen Inhaber fest. Noch vor Ort zahlte dieser 30.000 Euro. Weitere wertvolle Uhren und Feingoldbarren wurden gepfändet. Außerdem beschlagnahmten die Ermittler eine gefälschte Luxusuhr. Die Bezirksregierung wird gegen drei der kontrollierten Objekte Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten.

Mutmaßliche Drogenhändlerin festgenommen

Am Rande des Einsatzes nahmen Polizisten auch die Straßenkriminalität in den Fokus. Bei einer mutmaßlichen Dealerin (52) stellten sie Heroin und Dealgeld sicher. Bei der daraufhin angeordneten Wohnungsdurchsuchung fanden die Polizisten und Polizistinnen rund 200 Gramm Heroin, ein Messer und weiteres Bargeld und nahmen die Frau fest.

Bei der Durchsuchung der Wohnung eines weiteren mutmaßlichen Dealers beschlagnahmten Einsatzkräfte ebenfalls verschiedene Drogen und Bargeld. Außerdem nahmen die Einsatzkräfte Spielhallen sowie gewerbliche Fahrdienste unter die Lupe. (red)