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Schwere Hygiene-VerstößeEkel-Zustände in Imbiss an den Kölner Ringen festgestellt

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Lebensmittelproben werden für die Untersuchung unter dem Mikroskop vorbereitet. (Symbolfoto)

Lebensmittelproben werden für die Untersuchung unter dem Mikroskop vorbereitet. (Symbolfoto)

Schadnagerkot, überall Dreck: Die festgestellten Hygiene-Verstöße waren so schwerwiegend, dass der Betrieb zunächst geschlossen werden musste.

Bei einer Lebensmittel-Kontrolle in einem Imbiss an den Kölner Ringen sind schwerwiegende Verstöße gegen die Hygieneregeln festgestellt worden. Wie die zuständige Behörde der Stadt Köln am Freitag (6. Februar) auf dem Portal Lebensmitteltransparenz des Landes NRW mitteilte, musste der Betrieb zwischenzeitlich geschlossen werden.

Demnach habe die Kontrolle Mitte Dezember 2025 während des laufenden Betriebs stattgefunden, wie die Kontrolleure jetzt bekanntgaben. Laut dem öffentlich einsehbaren Überwachungsergebnis befand sich der Betrieb, der internationale Gerichte wie Salate, Wraps, Burritos anbietet, in einem „hygienisch sehr schlechten Zustand“.

Lebensmittel-Kontrolle bei Imbiss in Köln: Schadnagerkot in vielen Bereichen gefunden

An verschiedenen Stellen in der Einrichtung am Friesenwall, direkt am Hohenzollernring, hätten die Kontrolleure Schadnagerkot festgestellt. „So befanden sich Rückstände von Schadnagern auf der Salattheke, im Wärmewagen und unmittelbar an Schneidebrettern“, geht aus dem nun veröffentlichten Bericht hervor.

Die Räume seien so stark verunreinigt gewesen, dass eine Grundreinigung notwendig gewesen sei. Die Mitarbeiter der Behörde der Stadt Köln weiter: „Die in der Betriebsstätte hergestellten, verarbeiteten und in den Verkehr gebrachten Lebensmittel waren einer Kontaminationsgefahr ausgesetzt. Ein geeignetes Verfahren zur Schädlingsbekämpfung fehlte.“

Die Lebensmittel seien zudem in Bereichen zubereitet und gelagert worden, die durch Schadnagerkot verunreinigt gewesen seien.

Hygiene-Verstöße: Kölner Behörde schließt Gastro-Einrichtung am Friesenwall

Die Behörde der Stadt Köln ordnete die sofortige Schließung der Gastro-Einrichtung an. Bei einer Nachkontrolle, die drei Tage später erfolgte, seien ein Großteil der Mängel noch immer nicht behoben worden, berichten die Lebensmittel-Kontrolleure weiter. Die verschiedenen Betriebsbereiche waren demnach noch so stark verunreinigt, dass eine Grundreinigung aller Geräte und Oberflächen erforderlich war. Der Betrieb musste deshalb weiter geschlossen bleiben.

Erst bei einer zweiten Nachkontrolle, wiederum einen Tag später, waren alle beanstandeten Hygiene-Mängel behoben. Der Wiedereröffnung des Betriebs habe nun nichts mehr im Wege gestanden.

Auf dem Portal „Lebensmitteltransparenz.nrw“ veröffentlichen die Prüfer des Landes NRW Verstöße gegen Hygienevorschriften in der Gastronomie, die so schwerwiegend sind, dass ihretwegen mindestens ein Bußgeld von 350 Euro zu erwarten ist. Nur weil ein Restaurant in der Liste auftaucht, bedeutet das aber nicht, dass Kunden ihre Gesundheit mit einem Besuch tatsächlich gefährdet haben. (jv)